Der Cockeyed.com Science Club präsentiert:
Antike Glühbirnen
 



 
Während ich an einem regnerischen Sonntag in die Stadt fuhr, passierte ich die Rückseite der historischen, denkmalgeschützten Stadthalle von Sacramento. Auf einem Müllcontainer entdeckte ich drei große Kartons mit Glühbirnen. Die musste ich mir näher ansehen.

Genau 72 Stück.


Es waren große Glühbirnen: 300 Watt, mit einer großen Fassung. Die Hälfte davon sollte doch eigentlich noch funktionieren, gehen doch nur sehr selten zwei Birnen auf einmal kaputt. Aber sie hatten alle das Verfallsdatum überschritten. Ich lud alles in meinen Kofferraum.






Mein Arbeitskollege James erklärte mir später, dass diese Glühbirnen wie PS35s aussehen. Für Glühbirnenkenner bedeutet dies "Pear Shaped", Größe 35 (birnenfähig, in 1/8 Inch gemessen).




Als Junge zeigte unser Vater meinem Bruder und mir, wie man die Fassung von Glühbirnen herausbricht, um den Glaskolben als großes Reagenzglas für chemische Versuche zu nutzen. Ich nahm mir vor, alle Fassungen herauszubrechen und mit den Glaskolben irgend ein Kunstwerk zu schaffen.

 
 


 
Als erstes waren die Metallkontakte am untersten Ende der Fassung herauszubrechen. Dies gelang mit einem Seitenschneider. Mit einem Eispickel stach ich dann ins Zentrum der Fassung. Dadurch brach das Dichtglas und setzte das Vakuum frei. Gelegentlich hörte ich es für einige Sekunden zischen, wenn die Luft in den Glaskolben hineinströmte.
 
Mit Hilfe eines Knicks in der Fassung brach ich das schwarze Glas am Boden heraus und ließ eine Metallstange in den Glaskörper gleiten. Mit vorsichtigem Druck auf eine Seite des Glühdrahtes bricht er dann ab, ohne den Glaskolben zu zerstören und hinterlässt drinnen einige Glassplitter und etwas Draht.


 


 


 




Ich machte dies mehr als fünfzig Mal.

Ich verwendete die leeren Glaskolben, um einen ultra- zerbrechlichen Kronleuchter zu modellieren, der die Zellteilung und die 70er Jahre wieder in das Gedächtnis zurückruft.

Wenn alle Birnen leuchten würden, hätten wir einen Verbrauch von 15.000 Watt.


 


Bei einigen dieser sezierten Glühbirnen waren die Glühdrähte noch funktionsfähig, deshalb beschlossen wir zu untersuchen, wie lange sie ohne Vakuum glühen können ... ungefähr Edison's Experimente rückwärts. Der Glühfaden ist ein feiner Draht mit einer Wolframlegierung, kräftig aber spröde.

Ich schloss ein Stromkabel an die Enden des Glühdrahtes an und machte die Kamera startklar. Mike zog sich zurück mit dem Kommentar, der Draht leuchte so hell, weil er weißglühend werde, was wiederum Brooke und mich veranlasste, durch unser Laboratorium zu hetzen und die getönten Sicherheitsbrillen zu suchen.






Nachdem dann endlich alles soweit war, steckten wir den Stecker in die Steckdose. Es war fantastisch! Es schien übernatürlich hell zu sein, aber ich vermute, dass es nicht heller als eine 300 Watt Glühbirne war. Es stieg mit Wolframoxyd angereicherter Rauch auf.

Wir ließen es nur eine Sekunde leuchten, dann zogen wir den Stecker.  






Wir zündeten danach noch mehrmals, dann entschieden wir, den Faden ausbrennen zu lassen.

Der erste Glühfaden benötigte nur 6 Sekunden bis zum Durchschmelzen.

Mit einem Zweiten erzielte ich das gleiche Ergebnis.








Wir wussten, dass wir den Glühdraht als Zündvorrichtung benutzen konnten. Brooke war für eine Unterbrechung, beugte sich vor und entzündete ihre Zigarette an dem glühenden Wendel.

Das Foto war so cool, fast hätte ich auch angefangen zu rauchen








Mike steckte sich auch eine an, während Leif Mäusespeck zum rösten suchte, aber mir wurden die Glühfäden knapp.



 
Ich hatte 50 Birnen für meine Skulptur verwendet, nun waren 22 übrig, die wir loswerden mussten. Wie jeder weiß, gibt es nur zwei Möglichkeiten, Glühbirnen loszuwerden:

1) Von einem sehr hohen Gebäude hinunterwerfen oder

2) Mit Revolvern zerschießen.


 



Wir zerschossen sie.




Nach meinen jüngsten Enttäuschungen mit dem Ketchup Bär hatte ich einige Bedenken, dass das Kleinkaliber zu schwach sein würde, diese großen, dickwandigen Glühbirnen zu zerschmettern, aber ich hatte große Hoffnung, dass es spektakulär aussehen würde.

Mark und ich hängten sie kopfüber im Cockeyed-Testgelände auf und formten so eine Art Schießstand.






Ich bestand auf korrektem Augenschutz, da ein einziger KK-Querschläger ein Auge ausschießen kann und das Opfer so auf Lebzeit zum Piratentum verdammt.



 
Die Glühbirnen hielten nicht lange durch. Oftmals durchschlug ein Schuss auf die Birnen den Glaskolben, anstatt ihn zu zersplittern, deshalb konzentrierten wir unser Feuer auf den Birnenhals. Mark deckte sie mit purer Rachsucht ein und rief dabei "Ich werde mich niemals an dem Klang zerbrechenden Glases satt hören!"



 

Dieser unverkennbare Sound weckt normalerweise negative Aufmerksamkeit, aber unsere Schusswechsel blieben unbemerkt.


 


 







Nach einigen Minuten war alles vorbei.




Ich benötigte für die Website noch mehr Fotos. Deshalb instruierte ich Mark, sich in dem Scherbenhaufen herumzurollen, damit ich einige "lustige Bilder" schießen könnte.

Dummerweise zerschnitt er sich dabei Gesicht, Hände, Arme, Beine, Füße und den Hals und veranstaltete eine solch blutige Sauerei, dass ich ihn sofort ins Krankenhaus fahren musste, um ein Verbluten zu verhindern!




Kinder denkt immer daran:
Revolver sind gefährlich, seid immer vorsichtig, wenn ihr sie benutzt!

 




 






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