Gebirgsstraßen und Pässe
    
Felbertauernstraße
    



      Lage:

    Alpen, Österreich, Hohe Tauern, Tirol und Salzburg

      Talorte:

    Mittersill und Matrei

      Streckenlänge

    22 km ab Mittersill und 16 km ab Matrei

      Maximale Höhe:

    1.632 m

      Maximale Steigung:

    9 %

      GPS-Koordinaten:

    47.1178000, 12.5046000

      Mautgebühr:
      

    11 Euro für Pkw und Wohnmobile
    10 Euro für Motorräder (Stand 2017)

      Letztmals befahren:

    Mai 2018



Die Felbertauernstraße überquert die Hohen Tauern und führt vom nördlich gelegenen Mittersill im Salzburger Land in das südlich des Passes gelegene Matrei in Osttirol. Mit dem Bau der heutigen Bergstraße wurde im Jahr 1962 begonnen und bereits fünf Jahre später konnte die 38 Kilometer lange Felbertauernstraße eröffnet werden. Betrieben und unterhalten wird die private Bergstraße von der "Felbertauernstraße AG", die für die Überfahrt eine Straßenmaut erhebt. Interessant sind die mit Preisnachlässen angebotenen Tickets für Rundfahrten und Dreiländertouren, mit denen sich mancher Euro sparen lässt.


Felbertauernstrasse kurz hinter Mittersill im österreichischen Oberpinzgau


Wir befahren die Felbertauernstraße vom Pass Thurn kommend in Nord-Süd-Richtung ab Mittersill, wo wir in dem großen Kreisverkehr auf die B108 auffahren, die kurz darauf die Salzach überquert und dann moderat ansteigend und sehr gut ausgebaut dem Felbertal und dem sich anschließenden Amertal folgt. Wir passieren die Dörfer Feldstein, Großbruck sowie Amerthal und sehen bald die ersten Lawinengalerien vor uns.



MX-5 auf der Nordrampe der Felbertauernstrasse zwischen Mittersill im Oberpinzgau und dem Scheiteltunnel


Hinter Amerthal verengt sich das Tal und es wird spürbar kühler, weil die Sonne noch nicht den Talboden erreicht.



Nordportal des Scheiteltunnels der Felbertauernstrasse zwischen Mittersill und Matrei


Nach knapp 20 Kilometern haben wir eine Höhe von 1.607 Metern erreicht und stehen vor dem Nordportal des 5.582 Kilometer langen Scheiteltunnels. Nach der Einfahrt in die Tunnelröhre steigt die Straße weiter an, bis der 1.650 m hohe Scheitelpunkt erreicht ist, danach geht es leicht abwärts bis zu dem auf 1.632 m Höhe gelegenen Südportal.



Mautstelle der Felbertauernstrasse kurz hinter dem Scheiteltunnel


Direkt hinter dem Portal sehen wir die Mautstelle vor uns liegen. Viel Verkehr herrscht hier nicht, weshalb wir in Minutenfrist unsere 11 Euro bezahlt haben und passieren können.



Südportal des Scheiteltunnels der Felbertauernstrasse zwischen Mittersill und Matrei


Bevor wir aber die Abfahrt über die Südrampe angehen, schauen wir uns noch das Südportal des Felbertauerntunnels...



Blick von der Mautstelle der Felbertauernstrasse auf die Gipfel der Venedigergruppe


... und das Panorama der hinter der Mautstelle in den Himmel ragenden Gipfel von Schwarzkopf, Tauernkogel und Hörndl in der Venedigergruppe an.



Blick auf die Kehren der Südrampe der Felbertauernstrasse kurz hinter dem Scheiteltunnel


Von dem kleinen Parkplatz neben der Mautstelle hat man auch einen schönen Blick auf die neu erbaute Südrampe und das Tauerntal. Die neue Trassierung mit nachfolgendem Neubau der Rampe wurde notwendig, weil im Mai 2013 ein schwerer Felssturz die alte Trasse oberhalb der Schildalm mitsamt der Lawinengalerie in die Tiefe riss. Bereits im Sommer 2015 konnte die neue Südrampe der Felbertauernstraße in Betrieb genommen werden.



Südrampe der Felbertauernstrasse kurz hinter dem Scheiteltunnel nahe dem Matreier Tauernhaus


Vom Talboden aus bietet sich ein schöner Blick zurück auf die Serpentinen derSüdrampe.



Tauern-Adler vor dem Matreier Tauernhaus seitlich der Felbertauernstrasse


Bevor wir nun der teilweise dreispurig ausgebauten und in weiten Kurven hinunter nach Matrei führenden Felbertauernstraße weiter folgen, ist es Zeit für einen ausgedehnten Boxenstop.



Matreier Tauernhaus nahe der Felbertauernstrasse von Mittersill nach Matrei
 Matreier Tauernhaus und Tauernhauskapelle von 1845


Deshalb biegen wir 2 Kilometer hinter der Mautstelle nach rechts auf die kleine Nebenstraße Richtung Innergschlöß ab und erreichen kurz darauf das Matreier Tauernhaus. Schon vor mehr als 800 Jahren bot man hier im "Tauern-Hospiz" Kaufleuten und Säumern Schutz vor der Witterung, ein Dach über dem Kopf und Verpflegung. Heute geht der Anspruch des am Fuß des Großvenedigers gelegenen Hauses weiter: Die Betreiber führen das Matreier Tauernhaus als "Wohlfühl-Hotel für alle Generationen". Was stimmt, denn wir haben uns wohlgefühlt - und geschmeckt hat es uns auch.




Weitere Infos:
http://www.felbertauernstrasse.at/











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