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Bataviawerft Lelystad
    
Werft für historischen Schiffsbau

 


Die niederländische Bataviawerft bei Lelystad am Ijsselmeer wurde 1985 durch den Schiffsbaumeister Willem Voss gegründet, nachdem er hier am Oostvaardersdijk ein ausreichend großes Gelände zugewiesen bekam.

Willem Voss wollte den Nachweis führen, dass auch in der heutigen Zeit historische Schiffe in niederländischer Flachbauweise gebaut und auf See eingesetzt werden können. Dazu mussten verschiedene Werkstätten auf dem Werftgelände geschaffen werden wie z.B. Maschinenwerkstatt, Holzschnitzer-Atelier, Seilmacherei und Segelmacherei.

Das Projekt wurde und wird unterstützt vom Niederländischen Königshaus, von der Europäischen Union, der Niederländischen Arbeitsvermittlung, der Provinz Flevoland und der Gemeinde Lelystad.



Handelsschiff Batavia vor Anker


Batavia


1985 wurde das Handelsschiff "Batavia" auf Kiel gelegt. 10 Jahre lang arbeiteten insgesamt mehr als 200 junge Menschen jeweils für 2 Jahre in diesem Projekt und erhielten dabei in den Werkstätten der Bataviawerft eine Ausbildung als Schiffsbauer, Tau- und Segelmacher oder Holz- und Ornamentschnitzer. Die jungen Leute erhielten neben ihrer Ausbildung auch ein fundiertes praktisches Know-how.

Schiffsneubau der 7 Provincien, Flagschiff der Admiralität


De 7 Provinciën


Nach Fertigstellung der Batavia wurde 1995 ein zweites Schiff auf Kiel gelegt, die "7 Provinciën", das ehemalige Flaggschiff der Rotterdamer Admiralität.

An normalen Wochentagen herrscht auf der Bataviawerft reger Betrieb, dann kann man den Handwerkern über die Schulter schauen. Die von freiwilligen Mitarbeitern kostenlos angebotenen, geführten Touren - auch in deutscher Sprache - sind sehr empfehlenswert, denn neben ausführlichen Erklärungen zur Werft und zu den Schiffen werden viele historische Ereignisse und Zusammenhänge vermittelt. Die Bataviawerft ist deshalb gerade auch für eintägige Schulklassenfahrten ein lohnendes Ziel.

An Wochenenden und Feiertagen ruht zwar der handwerkliche Betrieb auf der Werft, mit etwas Glück kann man dann aber miterleben, wie die historischen Kanonen abgefeuert werden, ein unbeschreibliches akustisches und optisches Schauspiel.

 

 

 

 

Allgemeine Tipps:

 

 

 

   Anreise:

Mit dem Pkw erreicht man die Werft ganz einfach: man verlässt die niederländische Autobahn A6 an den Ausfahrten "Lelystad" oder "Lelystad-Noord" und folgt dann der sehr guten Ausschilderung "Batavia-Werf". Verfahren kann man sich wirklich nicht. Seit der Eröffnung des benachbarten Outlet-Centers steht ein riesiger Parkbereich zur Verfügung.

Anreise mit der Bahn? Haben wir nicht ausprobiert, soll aber gut klappen: vor dem Bahnhof Lelystad in die Buslinien 9 oder 150 einsteigen, diese fahren die Werft an.
 

   Eintrittspreise:

Wir waren von den günstigen Eintrittspreisen überrascht. Erwachsene zahlen 9 Euro, Kinder zwischen 6 und 12 Jahren zahlen 4,50 Euro. Senioren erhalten 2 Euro Rabatt (Stand 2006). Wenn man sich die immensen Kosten vorstellt, die der Betrieb dieser historischen Werft mit sich bringt...
 

   Proviant:

Kein Problem. Im Besucherzentrum findet man ein Restaurant. Mit größeren Gruppen sollte man sich allerdings vorher anmelden.
 

   Souvenirs:

Im angegliederten Souvenirshop findet man Ansichtskarten, Videos, Schiffsmodelle, Bücher und Andenken für Groß und Klein in unterschiedlichen Preisklassen.
 

   Eheschließung auf der Batavia?

Kein Problem! Das Werft-Team arrangiert laut Prospekt auf Wunsch auch Hochzeiten in einem ganz außergewöhnlichen Rahmen an Bord der Batavia.
 

   Weitere Sehenswürdigkeiten:

Börtfahrerpavillion mit einem Schiffswrack aus dem 17. Jahrhundert,
Niederländisches Institut für Schiffs- und Unterwasserarchäologie (NISA)

 

Hier finden Sie weitere Informationen:
www.bataviawerf.nl










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Seite aktualisiert: 30.08.2006