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Breda
    
"Zum MOTI, zum Chassé-Theater und zum Breda-Museum"

 


Eingangsportal und Turm der Sint Antoniuskerk im niederländischen Breda





Nach unserer Mittagspause auf dem Grote Markt von Breda spazieren wir zur nahe gelegenen "Sint Antonius Kerk" in der Sint Janstraat.

Die Sint Antonius Kerk wurde im Jahr 1837 nach den Plänen des ortsansässigen Architekten Pieter Huysers im neoklassizistischen Stil als Pfarrkirche erbaut und dem Heiligen Antonius von Padua geweiht. 1853 wurde das Gotteshaus zur Kathedrale des Bistums Breda.

Die Fassade zeigt von unten nach oben dorische, ionische und korinthische Stilelemente, der Giebel unterhalb des säulenverzierten Glockenturms ähnelt einem griechischen Tempel.


Blicj durch das Hauptschiff der Sint Antoniuskerk in Breda






Der Grundriss des Gotteshauses entspricht dem der römischen Basiliken: An das säulengestützte Hauptschiff grenzen zwei Seitenschiffe und eine Apsis.

Auf der rechten Seite des Hauptschiffes findet man eine filigran mit Motiven aus dem Leben des Heiligen Antonius verzierte Kanzel, die von dem flämischen Bildhauer Hendrik Peeters-Divoort im Jahr 1865 geschnitzt wurde.

Aus der Werkstatt von Hendrik Peeters-Divoort stammen auch die Kanzeln der Kirchen in Kasterlee, Turnhout, Mol und Gent.


Chor und Altar der Sint Antoniuskerk im niederländischen Breda








Der reich verzierte und vergoldete Hauptaltar in der Apsis stammt aus dem Jahr 1888, etwa gleichalt ist der Antoniusaltar.

Sehenswert sind auch die bunten Glasfenster, die Szenen aus dem Leben des Hl. Antonius zeigen.


De Nieuwe Veste in der Sint Janstraat im niederländischen Breda


Nach dem Besuch der Sint Antoniuskerk spazieren wir durch die Sint Janstraat zu dem roten Backsteingebäude "Huis Ocrum".

Huis Ocrum entstand im Jahr 1536, weil der Vorgängerbau zwei Jahre zuvor abgebrannt war.

Zuerst wohnten in dem Gebäude adlige Mitglieder des Hofes von Graf Heinrich III. von Nassau, dann wurde es als Botschaft, Königliche Residenz und Augustinerkloster genutzt.


Im 17. Jahrhundert diente Haus Ocrum als Jesuitenkloster, danach als Kaserne und ab 1848 wurde es für mehr als hundert Jahre zum Waisenhaus. Mit der von dem Amsterdamer Architekten Herman Hertzberger geplanten Renovierung der Jahre 1994 bis 1996 wurde die "Nieuwe Veste" zum Kulturzentrum mit Bibliothek und Musikschule. Der Konzertsaal der "Nieuwe Veste" verfügt über 250 Sitzplätze und wird für klassische Konzerte sowie Jazz-, Rock- und Pop-Veranstaltungen genutzt.


Museum MOTI in der Boschstraat im niederländischen Breda


Folgt man der Sint Janstraat weiter, dann erreicht man durch die Molenstraat und die Veemarktstraat die breit angelegte Straße "Vlaszak", die wir nahe der gleichnamigen Bushaltestelle überqueren, um das Gebäude Nr. 22 in der Boschstraat zu erreichen.

Hier wollten wir das MOTI, das "Museum of the Image" besuchen, das die historische Entwicklung der Grafik und des Designs dokumentiert, aber das Gebäude aus dem Jahr 1643 ist wegen Umbauarbeiten geschlossen.


Ein Hinweisschild erläutert, dass derzeit das bisherige MOTI mit dem "Breda Museum" vereinigt und Mitte Juni in dem dann renovierten Gebäude als "Stedelijk Museum" wiedereröffnet werden wird. Das neueröffnete Museum wird sich dann der Geschichte der Stadt, der Bildenden Kunst und der Kultur des Bildes widmen.

Wir kehren unverrichteter Dinge zum Vlaszak zurück und gönnen uns im Eiscafé "Bon Appetit" einen leckeren Eisbecher und einen Espresso.


Holland Casino am Kloosterplein im niederländischen Breda
Danach folgen wir der breit angelegten, verkehrsreichen und von modernen Geschäfts- und Wohnhäusern flankierten Straße bis zum "Holland Casino" am Kloosterplein.

Das Kasino zählt zu den größten seiner Art in Europa und bietet neben Roulette, Black Jack und Glücksrad auch Poker und Bingo.

In dem als "Kloosterkazerne" bekannten Gebäude aus dem frühen 16. Jahrhundert lebten ursprünglich Nonnen, ab dem Jahr 1814 waren hier Soldaten untergebracht.



Neben der Kloosterkazerne ...

Modernes Chasse Theater an der Claudius Prinsenlaan in Breda

... wurde im Jahr 1995 das "Chassé-Theater" gebaut.


Es ersetzte das frühere Stadttheater Concordia am Van Coothplein. Für den Neubau wurde der große Ostflügel der Kloosterkazerne abgerissen. Die Pläne für das moderne Theatergebäude mit dem geschwungenen Dach stammten von dem Architekten Herman Hertzberger, auf den wir schon beim Huis Ocrum gestoßen sind. Das Chassé-Theater verfügt über drei Spielsäle mit insgesamt 2.500 Sitzplätzen.

Benannt wurde das Theater wie auch der angrenzende Chassé-Park nach General David Henrik Baron Chassé.


Burgerweeshuis am Kloosterplein im niederländischen Breda




Zurück am Kloosterplein passieren wir das tolle "Burgerweeshuis".

Das Waisenhaus aus dem Jahr 1887 zeigt die Inschrift "God is een Vader der weezen".


Centrale Bibliotheek im niederländischen Breda




Wenige Meter weiter erreichen wir an der Einmündung der Molenstraat die moderne "Bibliotheek Breda De Nieuwe Veste" aus dem Jahr 1993.

Auch dieser Neubau wurde von Herman Hertzberger entworfen.


An der Straße Oude Vest im niederländischen Breda




Auf der Höhe des im Umbau befindlichen ehemaligen "Postkantoor" verlassen wir die Straße "Oude Vest" und folgen der Keizerstraat entlang der ehemaligen Stallungen "De Lange Stallen" ...


Eingang zum Breda Museum in der Keizerstraat im niederländischen Breda





... bis zum Eingang des "Breda Museum", das wegen der Zusammenlegung mit dem "Museum of the Image" geschlossen ist und im Juni in die Boschstraat Nr. 22 verlegt werden wird.


Am Ende der Keizerstraat schauen wir uns ...

Mezz Concerts and Dance am Van Coothplein im niederländischen Breda

... das futuristisch gestaltete Veranstaltungsgebäude "
Mezz Concerts & Dance" ...


Massay-Ferguson-Traktor in der Vierwindenstraat im niederländischen Breda




... und den davor geparkten Oldtimertraktor von Massay-Ferguson an und spazieren dann...


Glitter-Rotunde a, Van Coothplein im niederländischen Breda




... über den belebten "Van Coothplein" zur "Glitter-Rotunde" mit dem sehenswerten ehemaligen Stadttheater Concordia aus dem Jahr 1880.

Zwischen den Straßencafés beginnt an der Nordseite des Platzes ...


Einkaufsstraße Ginnekenstraat im niederländischen Breda










... die verkehrsfreie Einkaufsstraße Ginnekenstraat, der wir nun folgen.


Alte Fassade in der Einkaufsstraße Ginnekenstraat im niederländischen Breda










Hier sind einige der alten Fassaden erhalten geblieben.


Außenansicht der Sint Joost Kapel in der Ginnekenstraat in Breda



Auf der Ostseite der Ginnekenstraat steht die "Sint Joost Kapel", das älteste Gotteshaus in Breda.

Die Kapelle wurde im Jahr 1436 außerhalb der damaligen Stadtbefestigung erbaut und dem Heiligen Jodokus, dem Schutzheiligen der Pestkranken und der Pilger geweiht.

Im 17. Jahrhundert wurde die Sint Joost Kapel als Militärgefängnis genutzt, später wurde sie zum Wohnhaus umgebaut.

Weil der Bischof von Breda im Kriegsjahr 1943 versprochen hatte, der Heiligen Maria eine Kapelle zu bauen, wenn die Stadt von Zerstörungen verschont bliebe, wurde das Gebäude nach dem Krieg wieder zum Gotteshaus umgebaut und Unserer Lieben Frau geweiht.

Der alte Name war in der Bevölkerung aber so sehr verwurzelt, dass er bis heute beibehalten wurde.


Innenansicht der Sint Joost Kapel in der Ginnekenstraat in Breda







Im Inneren der Sint Joost Kapel sehen wir eine Marienstatue von Niel Steenbergen und sehr schöne, von der Malerin und Glaserin Marie Gisèle Waterschoot van der Gracht geschaffene Buntglasfenster.

In der Kapelle ist es durch die vielen brennenden Kerzen sehr warm und an der Decke und den Wänden sieht man starke Rußablagerungen.


Belebte Eindstraat im niederländischen Breda









Je weiter wir nun Richtung Grote Markt laufen, desto voller wird es in den Straßen und Geschäften.

In ihrem Verlauf Richtung Zentrum geht die Ginnekenstraat in die Fußgängerzone der Eindstraat über, etwas weiter wechselt der Name dann in Karrestraat.


Kanaldeckel mit dem Wappen der niederländischen Stadt Breda





Hier fällt uns auf, dass die Kanaldeckel das von Löwen gehaltene Wappen von Breda und eine alte Ansicht der Stadt zeigen.


Trebrugstraat in der Altstadt von Breda









Es wird für uns nun langsam Zeit für die Heimfahrt.

Auf dem Weg zum Parkhaus passieren wir die deutlich ruhigere Lange Brugstraat.


Modernes Winkelcentrum De Barones in der niederländischen Stadt Breda







Hier schauen uns noch das moderne Einkaufszentrum "De Barones" ...


Winkelplein t Sas im niederländischen Breda






... und den schön gelegenen Innenhof "Winkelplein t'Sass" an ...


Huis Gruyter an der Prinsenkade im niederländischen Breda







... und erreichen schließlich durch die Tolbrugstraat und vorbei an dem mit bunten Kacheln verzierten "Huis Gruyter" ...


... unser Parkhaus "Q-Park"...

Singel am Markendaaseweg im niederländischen Breda

... am modern gestalteten und entlang des Singel verlaufenden Markendaalseweg.

 



Hier geht es weiter zur
Singel-Rundfahrt


Hier finden Sie weitere Infos:
Sint Antonius Kathedraal

Huis Ocrum

Stedelijk Museum Breda

Holland Casino Breda

Chassé-Theater Breda

Nieuwe Veste Breda

St. Joostkapel

Einkaufszentrum De Barones

Winkelplein t'Sass












Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn nichts ist besser als das Original.



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Seite erstellt: 28.06.2017