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Breda
    
"Singel-Rundfahrt"

 


Rundfahrt-Anleger im Hafen der niederländischen Stadt Breda


Am Hafen unterhalb der "Hooge Brug" befindet sich der Bootsanleger von Breda. Hier kann man Ruderboote oder Kanus ausleihen und hier beginnt auch die Singel-Rundfahrt.


Schwimmendes Kassenhäuschen am Rundfahrt-Anleger in Breda


Die Tickets für die zwischen 10 Uhr und 17 Uhr startenden Rundfahrten erhält man an dem schwimmenden Kassenhäuschen direkt neben der Treppe zum Anleger.

Die Preise für die etwa einstündige Rundfahrt um die Altstadt sind moderat: Erwachsene zahlen 6,50 €, Kinder bis 8 Jahre fahren zum Nulltarif.


Rundfahrtboot Charlotte de Bourbon im Hafen von Breda
Die etwa 20 Personen fassenden Rundfahrtboote tragen historische Namen wie "Charlotte de Bourbon" oder "Anna van Egmont".

Während der Fahrt erläutert der Bootsführer die Sehenswürdigkeiten rechts und links der Singel, in unserem Fall leider nur auf Niederländisch.

Immerhin erhalten Nichtniederländer für die Dauer der Rundfahrt eine laminierte Mappe mit Beschreibungen der Objekte in englischer oder deutscher Sprache.


Schwimmende Bühne vor dem Wassertor Spanjaardsgat im niederländischen Breda






Vom Anleger aus führt die Tour vorbei an dem uns schon bekannten Wassertor Spanjaardsgat, ...


Zwischen der Nieuwe Prinsenkade und der Koninglijke Militaire Academie in Breda





... entlang der Nieuwe Prinsenkade und der am rechten Singelufer gelegenen "Koninklijke Militaire Academie".


Bootshäuser auf dem Academiesingel im niederländischen Breda

Dahinter biegt unser Bootsführer nach rechts in den Academiesingel ab.

Wir passieren die Bootshäuser der im Jahr 1905 gegründeten Rudergesellschaft "Cadetten Roei & Zeilvereniging Dudok van Heel", deren Name an den Kapitein Abraham Dudok van Heel erinnert.

Van Heel wurde 1871 in Amsterdam geboren und schlug die Militärlaufbahn ein. Als Offizier diente er mehrere Jahre in niederländisch Ostindien, nach seiner Rückkehr wurde er an die Militärakademie in Breda versetzt.


Nach einem schweren Autounfall quittierte Abraham Dudok van Heel den Militärdienst und übernahm das Direktorat einer Dampfseifenfabrik. Er verstarb im Jahr 1936.


Blick vom Academiesingel über die Militärakademie hinweg auf die Grote Kerk in Breda






Am rechten Ufer des Academiesingel sieht man Teile der Militärakademie und dahinter den Turm der Grote Kerk.


Kunstwerk Leuchtturm am Academiesingel im niederländischen Breda







Kurz darauf passieren wir die Skulptur "Leuchtturm".

Das Kunstwerk wurde von dem Mailänder Architekten und Designer Aldo Rossi entworfen und im Jahr 1992 aufgestellt.

Der renommierte Rossi entwarf neben vielen anderen Bauwerken auch das Teatro del Mondo in Venedig und das Bonnefantenmuseum in Maastricht


Academiesingel und Willemsbrug im niederländischen Breda





Dann liegt die im Jahr 1939 erbaute und nach König Willem III. benannte "Willemsbrug" vor uns, ...


Nassau Baronie Monument neben der Willembrug im niederländischen Breda









... neben der das von P.J.H. Cuypers geschaffene "Nassau-Baronie-Monument" an die mehr als 500-jährige gemeinsame Geschichte des Hauses Nassau und Breda erinnert.


Festgemachte Boote am Delpratsingel im niederländischen Breda






Durch den Delpratsingel ...


Kaufmannshäuser am Seeligsingel im niederländischen Breda






... und vorbei an den Kaufmannshäusern am Seeligsingel ...


Stedelijk Gymnasium am Chasseesingel im niederländischen Breda







... passieren wir das am Nassausingel gelegene "Stedelijk Gymnasium" ...


... und erreichen schließlich ...

Kuppelgefängnis De Boschepoort am Chasseesingel im niederländischen Breda

... das Kuppelgefängnis "De Boschepoort"


Tor zum Kuppelgefängnis De Boschepoort in Breda




Das Gebäude mit dem burgähnlichen Eingangstor wurde von dem niederländischen Reichsarchitekten Johan Frederik Metzelaar entworfen und in den Jahren 1882 bis 1886 erbaut.

Von der Mitte der Kuppel aus konnten die Wärter alle 200 Zellen überblicken. Solche Kuppelgefängnisse wurden auch in Haarlem und Arnheim gebaut.

Aus Kostengründen wurde der Frauentrakt des Gefängnisses im Jahr 2013 stillgelegt, gut drei Jahre später wurde De Boschepoort ganz geschlossen.

Zurzeit wird geprüft, wie der Gebäudekomplex als "Future Dome" zukünftig bestmöglich genutzt werden kann.


Florijn College am Wilhelminasingel im niederländischen Breda


Gegenüber steht das "Florijn College", das wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge anbietet, darunter Marketing, Internationaler Großhandel, Finanzdienstleistungen und Kommunikation.

Das große Backsteingebäude wurde 1923 erbaut und beherbergte ursprünglich das Ignatius-Krankenhaus.


Moderne Wohn- und Büroarchitektur im Chassee Park von Breda




Kurz darauf passieren wir das modern angelegte neue Wohnviertel "Chassé-Park".

Der wie ein Campus angelegte Chassé-Park entstand auf dem Gelände der ehemaligen Chassé-Kaserne und wurde wie diese nach dem General David Henrik Baron Chassé benannt.


Baron Chassé befehligte die niederländische Brigade im spanischen Unabhängigkeitskrieg, die niederländische Division in der Schlacht von Waterloo und er verteidigte 1832 die Zitadelle von Antwerpen gegen die zehnfach stärkere französische Armee. Er verstarb 1849 in Breda.


Moderne Wohn- und Büroarchitektur im Chassee Park von Breda




Auf der 13 Hektar großen Grünfläche des Chassé-Parks entstanden ab 1994 moderne und teilweise futuristisch gestaltete Hochhäuser mit insgesamt 700 Wohnungen.

Kulturelle und kommerzielle Gebäude wurden nur am Rand des Wohngebietes errichtet.


Ehemaliger Wasserturm am Wilhelminasingel in Breda






Auf der linken Seite des Singel steht der ehemalige Wasserturm von Breda, der 1893 nach einem Plan des Rotterdamer Ingenieurs und "Wasserturm-Architekten" Jan Schotel erbaut wurde.

Der Turm wurde bis 1976 genutzt. Dann reichte seine Kapazität für die immer weiter wachsende Stadt nicht mehr aus und er konnte viele neue, ihn überragende Gebäude nicht mehr versorgen, weil sein Wasserdruck für Hochbauten nicht ausreichte.

Weitere Schotel-Wassertürme findet man u. a. in Gouda, Zwolle, Hengelo und Helmond.


Unser Rundfahrtboot passiert nun ...

Glasfassaden am Wilhelminasingel im niederländischen Breda

... moderne Glasfassaden am Wilhelminasingel, ...


Sanierungsarbeiten an alten Häusern am Singel im niederländischen Breda






... sehenswerte alte Dreiergiebel, ...


Auf dem Singel nahe der Hirdesbrug im niederländischen Breda






... und fährt unter der Fußgängerbrücke "Hirdesbrug" hindurch ...


Wasser, Schilf und Klinker nahe der Balfortstraat im niederländischen Breda








... zur Brücke über die Balfortstraat.

Die Ufer sind hier über längere Strecken von dichtem Schilf bestanden, in dem Wasservögel ihre Nester gebaut haben und brüten.


Von Bäumen verdeckte Sint Anna Kerk im niederländischen Breda


Entlang des Markendaalseweg, des Vredenburchsingel und des Weerijssingel erreichen wir die "Sint Anna Kerk" am Haagweg, die von P. J. H. Cuypers geplant und im Jahr 1905 geweiht wurde.

Vom Boot aus ist nicht viel von der Kirche zu sehen, denn erst ist sie von der Haagweg-Brücke, dann von mächtigen Laubbäumen verdeckt.


Schmalstes Haus der Stadt am Haagweg von Breda









Kurz darauf passieren wir am Tramsingel das wohl schmalste Haus der Stadt.

Glaubt man dem Figurenschmuck an der Fassade, gehört es einem Ferrari-Besitzer.


Gebäude der Brandweer am Tramsingel im niederländischen Breda





Vorbei an der modernen Stahlfassade der zentralen Feuerwache der Brandweer Breda aus den 1990er Jahren ...


Wohnboote am Tramsingel im niederländischen Breda







... und einiger am Ufer verankerter Wohnboote fahren wir entlang des Tramsingel ...


... zurück zur Nieuwe Prinsenkade, zum Spanjaardsgat ...

Blick vom Singel auf die Grote Kerk und das Spanjaardsgat im niederländischen Breda

... und zum Anleger im Hafen von Breda, dem Ausgangspunkt unserer Rundfahrt.

 



Hier geht es zurück:
Zur Grote Kerk und zum Grote Markt


Hier finden Sie weitere Infos:
Singel-Rundfahrten Breda

Dudok van Heel-Ruderverband

Architekt Aldo Rossi

Stedelijk Gymnasium
De Boschepoort

Florijn College

Chassé Park Campus

Sint Anna Kerk Breda












Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn nichts ist besser als das Original.



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Seite erstellt: 24.06.2017