Foto-Reisebericht -
Reiseführer - Reise-Info Holsteinische
Schweiz
Luitchaburg
Mittelalterzentrum
im Nienthal
nahe Lütjenburg
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Das mittelalterliche "Luitchaburg",
manchmal auch "Wildburg" oder
"Lütjenburg" genannt, ist ein von Stauchmoränen
umgebener Handelsplatz. Wälder und Getreidefelder prägen das hügelige
Landschaftsbild
rund um den Ort, der bereits seit dem 11. Jahrhundert bekannt ist
und den man auch die "Stadt der Handwerker und des Korns"
nennt.
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Das
Zentrum des nahe der Stadt Lütjenburg im Nienthal gelegenen
mittelalterlichen Luitchaburg bildet die hölzerne, von einem Wassergraben umgebene
Turmhügelburg des Eberhard von Bodendiek, die über eine Brücke erreicht werden kann
- allerdings nur zu Friedenszeiten.
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Im
Schutz dieser Wehrburg ließen sich wohlhabende Bauern nieder
und leben gemeinsam mit ihrem Vieh unter den schindelgedeckten
Dächern einfacher, aber massiver Holzhäuser.
Das soziale
Miteinander läuft schon lange in geregelten Bahnen, deshalb
ist der
öffentliche Pranger seit vielen Jahrzehnten unbenutzt. |
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Fahrendes
Volk und weniger gut betuchte Familien leben auch heute noch
in Zelten, deren Größe, Farbenpracht und Ausstattung von den
jeweiligen Bedürfnissen und Vermögensverhältnissen der Bewohner
abhängig ist.
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Zu Zeiten der Mittelalterey, einem bunten Treiben an Marktagen, wächst die Zeltstadt weiter an, denn dann strömen
Handwerker und Händler in den Ort, um
ihre Waren feilzubieten.
Selbst Wikinger-Familien scheuen die
weite Anreise nicht, um hier ihre Glasperlen, Lederwaren, Runenbretter
und Bronzegüsse unter das Volk zu bringen.
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Während
höhergestellte Damen beliebig Zeit für ein ausgiebiges
Schwätzchen haben...
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ist das Tagewerk der Gemeinen von früh bis spät mit harter Arbeit
ausgefüllt. Da man in Germanien noch keine zentrale Wasserversorgung
kennt, muss dieses auch in Luitchaburg von den Frauen eimerweise herangeschleppt
werden, ...
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während die Herren der Schöpfung ihre farbenprächtigen Gewänder
spazieren tragen...
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oder nach dem Feinde Ausschau halten.
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Man
ist gerüstet: Die
Knaben beherrschen die Kunst des Lanzenwerfens...
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und manch Weib versteht es, die Wurfaxt gar trefflich ins
Ziel zu schmettern.
Schließlich könnten die Dänen
ja auf die Idee kommen, das aufstrebende Luitchaburg zu überfallen
und zu plündern. |
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Beim Waffenhändler nebenan erhält man Lanzen und Äxte,
Schwerter und Schilder, Kettenhemden und Helme, ...
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Kriegshandwerkszeug, das jeder Kreuzritter benötigt, selbst wenn
es nur zu Abschreckungszwecken vor den Zelten ausgestellt wird
und Macht, Einfluss sowie Schlagkraft des Eigentümers verdeutlicht.
Wo
man das heute noch bekommt? Schwerte, Dolche, Kriegsäxte, Bögen
und andere Waffen bezieht der moderne Kreuzritter natürlich
aus der Waffenschmiede
Underberg im nahegelegenen Plön.
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Die Damen in ihren prächtigen Gewändern kümmern
sich derweil um die
Tafel und sorgen geflissentlich dafür, dass Krüge und Becher
nicht all zu lange leer bleiben.
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Oft
stellen sich zu
den Märkten auch fahrende Musikanten ein.
Während unseres Besuches sangen die Spielleute der Gruppe "Froelich
Geschray" ihre Sauf-, Spott- und Minnelieder und gaben
auf ihren Sackpfeifen, Dudelsäcken, Flöten, Hörnern, Drehleiern,
Schalmeien und Trommeln lautstark ihr Bestes...
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wovon
sich aber nicht alle beeindrucken ließen.
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Hier geht es ins moderne
Lütjenburg des 21. Jahrhunderts
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Hier geht
es in die Umgebung von Lütjenburg
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