Foto-Reisebericht -
Reiseführer - Reise-Info Holsteinische
Schweiz
Bad
Malente-Gremsmühlen

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Bad
Malente-Gremsmühlen
ist der geografische Mittelpunkt der Holsteinischen Schweiz.
Die
Wassermühle "Gremsmühle"
an der ehemaligen Gremsaue, heute Schwentine, gab dem Ortsteil seinen Namen.
Sie war bereits im Jahr 1280 in Betrieb und befand sich lange
im Besitz der Bischöfe von Lübeck.
Da der Müller auch Landwirtschaft betrieb, Unterkunft gewährte und
das Schankrecht besaß, entwickelte sich die Mühle zu einem Ausflugs-
und Ferienziel, in dem auch bekannte Persönlichkeiten
wie der Komponist Carl Maria von Weber und der Dichter und Übersetzer
Johann Heinrich Voss verkehrten.
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Der etwa 8.000 Einwohner zählende Luft- und Kneipkurort liegt
auf der Landenge zwischen Dieksee und
Kellersee, die durch die Schwentine miteinander verbunden sind.
Am
Dieksee-Anleger bietet sich eine 5-Seen-Fahrt
mit der Weißen Flotte von Malente an: Auf einer 12 Kilometer
langen Schiffstour geht es über die Seenplatte der Holsteinischen
Schweiz mit Dieksee, Langensee, Behlersee, Höftsee und Edebergsee.
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Die
ehemaligen Dörfer Gremsmühlen und Malente waren schon zur Zeit
der Wenden bekannt, erstmals urkundlich erwähnt wurden sie im Jahr 1150,
als Heinrich der Löwe das Herzogtum Oldenburg gründete.
Mit
dem Bau der Bahnlinie Neumünster - Plön - Eutin - Neustadt wurde
Gremsmühlen im Jahr 1866 Haltepunkt und erhielt einen Bahnhof.
In der Folge setzte der Fremdenverkehr verstärkt ein.
1934 wurden
die beiden Gemeinden zusammengelegt und 1955 erfolgte die Anerkennung
als Kneippheilbad.
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Bei
den ungewöhnlichen Eisenbahnwaggons am Bahnhof Malente muss
es sich wohl um Neukonstruktionen für die Sommermonate handeln.
Benutzt wurden sie an diesem heißen Sommertag nicht,
vielleicht wegen des schweißtreibenden Pedalantriebs an jedem
Sitzplatz.
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Vom
Bahnhof aus spazieren wir die Bahnhofstraße entlang zur...
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Sebastian-Kneipp-Straße,
in der die Tewskate steht, die älteste Räucherkate in Ostholstein
aus dem Jahr 1634. Die angrenzende Webstube wurde später angebaut. Gezeigt werden hier
haus- und
landwirtschaftliche Geräte.
Die Kate, in der Mensch und
Vieh unter einem Dach lebten, war bis ins Jahr 1967 bewohnt
und stand ursprünglich am Markt, bis sie 1969 hierher umgesetzt
wurde.
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Auf
der anderen Seite der Bahnhofsstraße befindet sich der Zugang
zum Kurpark von Bad Malente-Gremsmühlen, der neben seinen Wasserspielen,
einem modernen Amphitheater, einem Liegehaus, Kneippbecken und
mehreren Grillpavillons ...
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eine für Kurparks recht ungewöhnliche Bepflanzung aufweist:
Farne und Schilfpflanzen umsäumen die bis zur Schwentine aneinander
gereihten Teiche.
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Hier
findet man - zumindest außerhalb der Hauptsaison - mit Sicherheit
Ruhe und Entspannung.
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Empfehlenswert
ist auch der kurze Aufstieg auf die Luisenhöhe, von der man
einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden Baumwipfel hat.
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Vorbei
an schmucken kleinen Häusern gehen wir...
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bis zum Ende der Bahnhofsstraße, wo die frühgotische Maria Magdalenen
Kirche
steht.
Die ursprüngliche Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert
erhielt erst nachträglich ihre Backstein-Fassade.
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Im
Kircheninneren gefällt uns die Kanzel von Hinrich Rodingk aus
dem Jahr 1629, die ebenso wie die Empore und ...
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das Altarbild mit schönen Schnitzereien verziert ist.
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Neben
dem gotischen Weihwasserbecken aus Granit, das inzwischen als
Taufbecken genutzt wird, überrascht uns die Tür zur Kanzel,
die mit einem Bischof verziert ist.
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In
der Seitenansicht ist die Dreiteilung der Kirche sehr gut erkennbar:
links der Chor, anschließend das Hauptschiff und daneben der
im Jahr 1893 vorgesetzte Kirchturm.
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Über
die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt wurde die Stadt im Jahr
1974, als die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft hier in der
Verbandssportschule Malente ihre Trainingslager absolvierte,
während der WM hier ihr Hauptquartier aufschlug und in der
Folge für 20 Jahre den "Geist von Malente" lebte und
erlebte.
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