Foto-Reisebericht -
Reiseführer - Reise-Info Husum
Der
Hafen
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Wir
folgen nun der parallel zum Hafen verlaufenden Wasserreihe,
eine schmale Gasse mit Kopfsteinpflaster und alten Fischer-Häuschen,
die uns mit ihren kleinen Erkern und farbenfrohen Fassaden ausgesprochen
gut gefallen.
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Im
Haus Wasserreihe 52 findet man einen Puppendoktor
und daneben das Kinder- und Tabak-Museum, das leider geschlossen
war, vielleicht weil die Immobilie vor kurzem zum Verkauf angeboten
war.
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Nebenan
erinnern Blechschilder
an die große Zeit der Ozeanriesen und deren Reedereien:
den Norddeutschen Lloyd mit der "Bremen", die White
Star Line mit der "Titanic" und der "Olympic",
die Hamburg-Südamerikanische Dampfschifffahrtsgesellschaft mit
der "Cap Arcona" sowie die Hamburg-Amerika-Linie und die
Cunard-Linie.
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Etwas
weiter befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite
mit der Nummer 31 das Haus, in dem Theodor Storm von 1866 bis 1880
lebte.
Der Jurist Storm lebte nicht immer in Husum, denn
wegen seiner offenen Ablehnung gegenüber dem dänischen Königshaus
und der dänischen Verwaltung entzog man ihm die Advokatur.
Nach
Anstellungen an den Gerichten in Potsdam und Heiligenstadt in
Thüringen und der Niederlage Dänemarks im Deutsch-Dänischen
Krieg kehrte er 1864 nach Husum zurück, weil ihn die Bevölkerung
zum Landvogt berufen hatte.
1880 trat Storm in den Ruhestand
und zog nach Hademarschen, wo er 1888 an Krebs leidend verstarb.
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Im
Storm-Haus, ursprünglich ein aus dem Jahr 1730 stammendes Kaufmannshaus,
ist das Storm-Museum mit einem angegliederten Storm-Archiv untergebracht.
Neben Hof und Garten
des Anwesens kann man auch das Wohnzimmer und das original erhaltene
Poetenstübchen besichtigen, in dem Storm mehr als 20 Novellen
schrieb, darunter die weltbekannten Werke "Pole Poppenspäler"
und "Aquis submersus".
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Bis
zum Hafen sind es nun nur noch wenige Schritte.
Hier
ist mächtig viel los, denn Einwohner und Besucher ...
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... feiern
die traditionellen Husumer Krabbentage, bei denen sich alles um die
Nordseekrabbe dreht.
Höhepunkt ist der Portionsverkauf
des größten
Krabbenbrötchens der Welt für einen guten Zweck. Das müssen
wirklich viele Krabben gewesen sein, denn die Dimension des
Snacks (50 Kilo schwer, 2 Meter lang, 60 Zentimeter
breit) ist wahrhaft gigantisch.
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Der
Nachschub ist auch gesichert: Von
den wegen der Ebbe im Hafenbecken auf Grund liegenden Krabbenkuttern...
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werden die fangfrischen Krabben körbeweise ...
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an Land gebracht, um ...
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an die wartende Kundschaft literweise verkauft zu werden - frischer geht
es nicht.
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Aber hier werden nicht nur Krabben verkauft:
Interessierte
können hier ihre Schiffsausrüstung ergänzen: Neben
Reusen, Flaggen und Schiffslaternen gibt es auch Ersatz-Steuerräder,
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Galionsfiguren, Schiffstruhen, Schatzkisten ...
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und Münchner Bier - alles Dinge, ohne die (k)ein waschechter nordfriesischer
Seefahrer
auskommt.
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Wir
lassen den Rummel links liegen und sind froh, hier trockenen Fußes
spazieren gehen zu dürfen, denn der Anzeiger der Sturmflutwasserstände
macht deutlich, dass man hier des öfteren nicht nur nasse Füße
bekommen kann: Höchststand 5,68 Meter über Normalnull im Januar
1976!
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Echten
Seebären und an der wirklichen Christlichen Seefahrt interessierten
Landratten empfehlen wir einen Besuch im nahegelegenen Schifffahrtsmuseum
Nordfriesland, das sich mit dem Schiffsbau, der Wattenfischerei
und dem Walfang ebenso beschäftigt wie mit dem Leben der nordfriesischen
Seeleute.
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Wertvollstes Exponat ist das 1994
bei Sielbauarbeiten am Ülvesbüller Koog gefundene Ülvesbüller Wrack eines friesischen Frachtseglers aus dem
16. Jahrhundert.
Nach der Bergung wurde das Wrack
zwei Jahre lang in einer Zuckerlösung konserviert, bevor es
dann 1998 in einem eigens erstellten Anbau hier klimatisiert
untergebracht wurde.
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Im
Außengelände findet man neben dem Fischkutter "Moin Moin"
und dem Tochterboot "Eltje" eines Seenotrettungskreuzers
das ehemalige Quermarken-Unterfeuer von der Hörnumer
Odde auf Sylt.
Zusätzlich zum 1906 erbauten Hörnumer
Leuchtturm war dieses Unterfeuer zur Sicherung des Schiffsverkehrs
im Sylter Süden notwendig. Allerdings konnte es den Naturgewalten
nur 20 Jahre widerstehen und wurde nach der Fertigstellung eines
Neubaus mit seiner Original-Lichtbestückung hierher gebracht.
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Für
Naturliebhaber lohnt sich auch ein Besuch im Nationalpark-Haus
direkt am Hafenbecken, in dem über das Wattenmeer und dessen
Bewohner informiert wird.
Hier können sie sich bei einem
Kaffee auch mit Mitarbeitern der Schutzstation Wattenmeer und
Angehörigen des WWF austauschen.
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Vom
Husumer Hafen aus kann man mit Ausflugsschiffen
die vorgelagerte Halligwelt und die Inseln Pellworm und Helgoland
aus besuchen. Auch Segeltörns
durch das Wattenmeer sind von hier aus möglich.
So etwas
haben wir bisher noch nicht gesehen: Eine Hebebrücke
für Eisenbahn und Straße trennt ...
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den Außenhafen mit seinen Krananlagen und Silotürmen ...
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vom Binnenhafen, ...
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... dessen Panorama ...

... wir lange auf uns wirken
lassen, ...
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... bevor wir ...
...
auf Nordstrand ...

... einen
traumhaften Sonnenuntergang erleben.
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