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Kiel
  
"Von der St. Nikolai-Kirche zum Warleberger Hof"

 


Blick aus der Holstenstraße auf die St. Nikolaus-Kirche in Kiel




Durch die Holstenstraße erreichen wir die St. Nikolai-Kirche am Alten Markt.

Das ursprünglich gotische Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert wurde zwischen 1880 und 1884 in neugotischem Stil renoviert.

Während des 2. Weltkrieges wurde St. Nikolai schwer beschädigt und nach dem Krieg nur teilweise im alten Stil wieder aufgebaut.

Der 75 Meter hohe Turm wurde mit Spendengeldern neu errichtet.


Verzierungen der Backsteinfassade von St. Nikolai in Kiel









Die Backsteinfassade der Hallenkirche, die dem Schutzheiligen der Kaufleute und Schiffer geweiht wurde, zeigt schöne Fenster- und Giebelverzierungen.


Hauptschiff der Nikolaikirche in Kiel mit Triumphkreuz, Kanzel und Altar





Das Hauptschiff wird von einem großen Triumphkreuz von 1490 geprägt.


Dreiflügliger geschnitzter Flügelaltar von St. Nikolai in Kiel

Der geschnitzte Flügelaltar von 1460 wurde ursprünglich dem Kieler Franziskanerkloster gestiftet. Wegen der Reformationsbedingten Auflösung des Klosters setzte man den Altar 1541 in die Nikolaikirche um.

Das Kunstwerk zeigt Szenen der Passions- und Adventsgeschichte, dem Leben Marias und dem Alten Testament. In den Nischen der Predella sind acht Propheten dargestellt.


Apengeter-Bronzetaufbecken von 1344 in der St. Nikolai-Kirche in Kiel







Das bronzene Taufbecken des sächsischen Bildhauers und Gießers Johann Apengeter aus dem Jahr 1344 wird von vier aufrecht sitzenden Löwen getragen und ist mit Reliefs verziert, die Szenen aus dem Leben Jesu zeigen.

Der hölzerne Taufdeckel im Barockstil stammt aus dem Jahr 1674.


Kanzel von Theodor Allers in der Nikolaikirche in Kiel









Wunderschön ist auch die von Theodor Allers im Jahr 1705 geschaffene Kanzel, ...


Mosesfigur unter der Kanzel von St. Nikolai in Kiel









... die auf den Schultern von Moses ruht, der die Tafeln mit den Zehn Geboten mit sich trägt.


Apostelfiguren an der Kanzeltreppe der Nikolai-Kirche in Kiel





Der Kanzelkorb und der Aufgang zur Kanzel sind reich verziert und zeigen die Statuen der 12 Apostel.


Französische Chororgel in der St. Nikolaikirche in Kiel







Die aus Tourcoing im Norden Frankreichs stammende Chororgel wurde im 19. Jahrhundert von der berühmten Orgelbaufirma Mutin-Cavaille-Coll für eine Kirche gebaut, die zwischenzeitlich entwidmet wurde.

Die Chororgel wurde im Jahr 2003 in der St. Nikolai-Kirche aufgestellt und von der Gettorfer Orgelbau-Unternehmen Babel restauriert. Die 17 Register und 2 Manuale sind wieder voll funktionsfähig.


Reich verzierte ehemalige Kanzeltür in St. Nikolai in Kiel







Im linken Seitenschiff findet man eine reich verzierte Tür mit den Figuren
- "Hoffnung" auf der linken Seite mit einem Anker,
- "Liebe" in der Mitte mit zwei Kindern und
- "Glaube" auf der rechten Seite mit einem Kelch.

Diese ehemalige Tür der Kanzel führt...


Flügelaltar der Seitenkapelle von St. Nikolai in Kiel







... in eine neogotische Seitenkapelle mit einem weiteren Flügelaltar.

Die Schnitzereien aus dem Jahr 1490 zeigen im Mittelteil die Taufe Christi, auf den Flügeln sind die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes dargestellt.


Mauritius-Epitaph in der St. Nikolai-Kirche in Kiel









Das Epitaph von 1604 für Pastor Detherus Mauritius im rechten Seitenschiff zeigt das Stifterpaar kniend unter dem Kreuz.


Große Hauptorgel der St. Nikolaikirche in Kiel








Die große Hauptorgel über dem Eingang wurde 1965 von der Orgelbaufirma Detlev Kleuker geschaffen, eine Generalüberholung war 1997/1997 notwendig. Sie verfügt über 3 Manuale, 45 Register und 3288 Pfeifen.


Das Anti-Kriegsmahnmal Der Geisteskämpfer von Ernst Barlach am Alten Markt in Kiel



Vor St. Nikolai wacht die Bronzeskulptur "Der Geisteskämpfer" des Bildhauers Ernst Barlach. Der Künstler schuf die über 5 Meter hohe Figur im Jahr 1928 und beschrieb sie als "äußere Darstellung eines inneren Vorgangs".

Nachdem die Nationalsozialisten Barlachs Werke als "entartet" einstuften und den Künstler mit einem Ausstellungsverbot belegten, wurde der vor der Universitätskirche stehende Geistkämpfer im Jahr 1937 demontiert.

Nur mit viel Glück konnte eine Einschmelzung verhindert werden. 1950 wurde das Anti-Kriegsdenkmal nach Kiel zurückgeholt und hier am Alten Markt vor St. Nikolai aufgestellt.


Kieler Veteran in historischem Gewand am Alten Markt






Der Alte Markt enttäuscht uns: Metallene Pavilions mit Geschäften und Restaurants verdecken die Sicht auf die begrenzenden Häuserfassaden. Eigentlich wäre der Name "Neuer Markt" eher angebracht.

Vielleicht hat sich deswegen auch Klaus nicht zurecht gefunden, denn er lief recht ziel- und planlos zwischen den modernen Bauten herum. Sein Segelschiff "Störtebeker" war am Fördeufer festgemacht.


Einstein beim Wasserfassen







Einstein jedoch gefällt die Neugestaltung des Platzes.

Wegen des modernen Brunnens!

Hier kann er ausreichend Wasser für die weiteren Etappen unseres Stadtrundgangs aufnehmen.


Italienische Folklore-Gruppe tanzt und singt am Alten Markt in Kiel




Wir schauen derweil einer italienischen Folklore-Gruppe zu, die auf einer großen Bühne Tänze und Gesänge aus ihrem Heimatland darbietet und fühlen uns wie in der Toskana.


Glasüberdachter Eingang der Altstadt-Arkaden in Kiel








Als die Südeuropäer dann pausieren und Einstein endlich seine obere Füllstandsmarke erreicht hat, schlendern wir an den Altstadt-Arkaden vorbei, ...


Torbogen vor der Grünanlage des Franziskanerklosters am Klosterkirchhof in Kiel








... folgen dann dem Jensendamm entlang des parallel verlaufenden Kleinen Kiels und biegen in die Straße "Klosterkirchhof" ein.

Durch einen von Rosen umrankten Torbogen erreichen wir die Grünanlage vor dem ehemaligen Franziskanerkloster.


Franziskanerkloster und Klostergarten in Kiel





Das Kieler Franziskanerkloster entstand Mitte des 13. Jahrhunderts. Das Gebäude wurde nach der Reformation aufgelöst, zum Armenhaus umfunktioniert und später durch die Universität genutzt. Große Teile des Bauwerks wurden im 2. Weltkrieg zerstört.

Erhalten geblieben sind lediglich das Refektorium und ein Flügel des ehemaligen Kreuzgangs mit dem aus der zerstörten Heiligengeistkirche geborgenen Grabstein von Graf Adolf IV. von Schauenburg, Gründer der Stadt Kiel und Stifter des Franziskanerklosters.


Denkmal für Graf Adolf IV. vor dem Franziskanerkloster in Kiel





Auch das 2005 aufgestellte Denkmal vor der Grünanlage erinnert an Adolf IV. Es zeigt ihm beim Ablegen seiner Rüstung und dem Überstreifen einer Mönchskutte:

Der Überlieferung nach soll Graf Adolf im Jahr 1227 vor der Schlacht von Bornhöved gegen die Dänen gelobt haben, nach einem Sieg allen weltlichen Dingen zu entsagen und dem Franziskanerorden beizutreten.

Die Schlacht wurde gewonnen und Adolf IV. wurde tatsächlich 1245 Bettelmönch im Franziskanerorden. Bis zu seinem Tod 1261.


Wohn- und Geschäftshaus in der Dänischen Straße in Kiel









In der Dänischen Straße findet man überwiegend viergeschossige Wohn- und Geschäftshäuser aus dem vorigen Jahrhundert.


Hausfassade mit Hirschkopf und Geweih in der Dänischen Straße in Kiel









Die im unteren Teil aus Backsteinen errichtete und im oberen Teil verputzte Fassade von Haus Nr. 24 überrascht uns nicht nur mit der Zahl und Anordnung der verzierten Erker, sonder auch mit einem Hirschkopf samt riesigem Geweih in der Mitte des 2. Obergeschosses.


Zweigeschossiger Adelssitz Warleberger Hof in Kiel




Kurz darauf erreichen wir Haus Nr. 19, den Warleberger Hof.

Der alte Adelssitz wurde 1616 im Auftrag von Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf als zweigeschossiger Backsteinbau errichtet.


Rokoko-Portal am Stadtmuseum Warleberger Hof in Kiel







Seit 1970 ist im Warleberger Hof das Kieler Stadtmuseum untergebracht, das man durch das schöne Rokokoportal betritt.

Nicht nur die Kellergewölbe und Stuckdecken des Warleberger Hofes sind sehenswert, hier werden auch wechselnde Ausstellungen zur Geschichte Kiels gezeigt.



Hier geht es weiter:
Zum Schloss, Landtag und zur Hörn


Weitere Infos:
Sankt Nikolai zu Kiel

Stadtmuseum Kiel










Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn nichts ist besser als das Original.



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Seite erstellt: 15.08.2008