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London
    
Nach Whitehall und zum Trafalgar Square

 

 


Queen Victoria Memorial vor dem Buckingham Palace in London

Vor dem Buckingham Palast erinnert das "Queen Victoria Memorial" an Königin Victoria, Monarchin von Großbritannien und Irland.

Victoria wurde am 24. Mai 1819 als Tochter von Prince Edward, Duke of Kent and Strathearn geboren.

Nach dem Tod ihres Vaters wurde sie mit 18 Jahren zur Königin gekrönt, weil auch dessen Brüder kinderlos verstorben waren.


Queen Victoria Memorial vor dem Buckingham Palace in London



Während der langen Regentschaft von Königin Victoria erlebte Großbritannien die industrielle Revolution und die größte Ausdehnung des britischen Empire. Das nach der Königin benannte Viktorianische Zeitalter brachte dem Land Reichtum sowie militärische und wirtschaftliche Sicherheit.

Zwei Jahre nach dem Tod von Queen Victoria am 22. Januar 1901 begann der Architekt Sir Aston Webb mit der Planung des knapp 25 Meter hohen Denkmals, das von dem aus Worcester stammenden Bildhauer Sir Thomas Brock aus Carrara-Marmor und Granit geschaffen und 1911 von König George V. in Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm II. enthüllt wurde.

Das Queen Victoria Memorial zeigt die Königin als Herrscherin mit den königlichen Insignien und als neunfache Mutter, die mehrere ihrer Kinder im Arm hält.


Queen Victoria Memorial vor dem Buckingham Palace in London



Sie ist umgeben von allegorischen Frauengestalten, die Glaube, Friede, Gerechtigkeit, Fortschritt, Ausdauer, Mut, Gerechtigkeit und Wahrheit symbolisieren.

Diese Skulpturengruppen werden von Flachreliefs flankiert, auf denen Nymphen zu erkennen sind.


Vergoldete Eingangstore zum Green Park in London


Wir machen uns nun auf den Weg nach Whitehall, dem britischen Regierungsviertel.

Wir passieren das kunstvoll verzierte Eingangstor zum "Green Park", überqueren die Prachtstraße "The Mall", die von Buckingham Palace zum "Admiralty Arch" führt, ...


St James Park nahe dem Buckingham Palace in London
... und gelangen in den "St. James's Park", den ältesten Park von London.

König Henry VIII. kaufte das morastige Gelände im Jahr 1532 an und nutzte es als Jagdgebiet.

1837 gestaltete John Nash das Terrain im typischen Stil der englischen Gärten um.

Der durch den Park fließende Kanal wurde dabei in einen See umgewandelt, an dessen Ufern sich Enten, Gänse und Pelikane ansiedelten.


St James Park zwischen Buckingham Palace und Whitehall in London



Im gleichen Jahr errichtete die "Ornithological Society of London" im Park ein heute noch existierendes Gebäude als Wohn- und Arbeitsstätte für einen Vogelschützer

König Charles II. ließ den St. James's Park dann für die Allgemeinheit öffnen.


Eichhörnchen im St James Park in London




Seitdem wird die 23 Hektar große Parkanlage tagtäglich von vielen Besuchern aus aller Welt aufgesucht.

Damit die wild lebenden Tiere nicht gestört werden, dürfen in der Nähe des Sees die Parkwege nicht verlassen und die Zäune nicht überstiegen werden.

Eigentlich selbstverständlich. Leider aber nicht für alle.

Deshalb patrouillieren hier die "Sciurus custodi vulgaris" - frei übersetzt: gemeine Wach- oder Garde-Eichhörnchen - und überwachen aufmerksam, dass die Besucher keinesfalls den Zäunen zu nahe kommen oder diese gar übersteigen.


King Charles Street mit den Public Offices in London

Auf der Ostseite wird der St. James's Park von den "Public Offices" an der King Charles Street begrenzt.

Auf der linken Seite stehen das Foreign Office (Außenministerium), das Commonwealth Office und das Home Office (Innenministerium), rechts sieht man das Schatzamt.

Der Gebäudekomplex wurde zwischen 1868 und 1875 erbaut.


Eingang zu den Churchill War Rooms nahe Whitehall in London

Rechts der Treppe befindet sich der Eingang zu den "Churchill War Rooms".

Während des 2. Weltkriegs befehligte das Kriegskabinett unter der Leitung von Winston Churchill aus den 19 Bunkerräumen heraus die Operationen der britischen Land-, See- und Luftstreitkräfte.

Neben den im Originalzustand erhaltenen Räumen kann man tief unter der Erde auch ein kleines Museum mit Exponaten zum Leben und Wirken von Churchill besichtigen.



Wir spazieren durch die King Charles Street...

King Charles Street mit den Public Offices in London

... und durch den sie begrenzenden Torbogen ...


Whitehall nahe der Einmündung der Downing Street in London



... zur Straße "Whitehall", die den Parliament Square mit dem Trafalgar Square verbindet.

In der Straßenmitte steht das von Sir Edward Lutyens entworfene "Cenotaph", das britische Nationaldenkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege.


Vergitterte und stark bewachte Zufahrt zur Downing Street in London

Wenige Schritte weiter erreichen wir die Downing Street.

Der von Neugierigen umlagerte Zugang ist vergittert und stark gesichert und es ist nicht wirklich etwas zu sehen.

Schon gar nicht das Haus Downing Street Nr. 10, in dem seit dem Jahr 1735 der britische Premierminister seinen offiziellen Amtssitz hat.


Women of World War Two Memorial in London



Auch hier steht zwischen den vier Fahrspuren von Whitehall ein Denkmal:

Das im Jahr 2005 von John Mills geschaffene "Women of World War Two Memorial" erinnert an den Einsatz britischer Frauen im 2. Weltkrieg.


Gebäude Horse Guards in London


Wir bleiben auf der linken Straßenseite und schauen uns "Horse Guards" an.

Der Gebäudekomplex wurde 1753 nach den Plänen von William Kent fertig gestellt und beherbergte bis 1904 die Büros des "Commander-in-Chief", des Oberbefehlshabers der britischen Streitkräfte. Danach zog die "Household Cavalry" hier ein.

Vom Innenhof aus erreicht man das "Household Cavalry Museum", das mit seinen Exponaten die Geschichte des Reiterregiments nachvollzieht, das seit mehr als 300 Jahren die britischen Monarchen vor Rebellen, Aufständischen und Meuchelmördern schützt.

Durch den Torbogen im Hintergrund erreicht man den Paradeplatz "Horse Guards Parade", auf dem jedes Jahr im Juni zu Ehren des offiziellen Geburtstags der Königin in deren Beisein die spektakuläre Parade "Trooping the Colour" abgehalten wird.


Reiter der Household Cavalry vor Horse Guards in London



Am häufigsten fotografiert werden hier mit Sicherheit die Torwachen, die "Horse Guards" rund um die Uhr bewachen.

Von 10 Uhr bis 16 Uhr stehen hier berittene Soldaten unbeeindruckt von den vielen Touristen auf Posten.

Der spektakulären Wachablösung der Household Cavalry kann man täglich um 11 Uhr beiwohnen.


Das auf der rechten Straßenseite gegenüber von Horse Guards gelegene Verteidigungsministerium "Ministry of Defense" ist wegen Renovierungsarbeiten leider eingerüstet und teilweise verhangen.

Dahinter erkennt man das Gebäude von "Great Scotland Yard".


Denkmal für Spencer Compton, den 8. Duke of Devonshire in London

Wir setzen unseren Weg durch Whitehall in Richtung Trafalgar Square fort und passieren das "Spencer Compton Memorial".

Spencer Compton Cavendish war der 8. Duke of Devonshire. Er wurde am 23. Juli 1833 geboren. Der Adlige ging nach einem Studium an der Universität Cambridge in die Politik, wurde in das House of Commons gewählt und im Jahr 1863 unter Minister Palmer Parlamentarischer Staatssekretär im Kriegsministerium.

Drei Jahre später übernahm er das Amt des Kriegsministers, 1886 wurde ihm das Amt des Premierministers angeboten, das er aber ablehnte.

Nach dem Tod seines Vaters erbte er dessen Titel und wurde Mitglied des House of Lords.

Spencer Compton zog sich 1903 aus der Politik zurück und verstarb am 24. März 1908 in Cannes.

In Sichtweite des Spencer Compton Memorial...


Denkmal für den Commander in Chief Prince George in Whitehall


... steht das Denkmal für Prince George William Frederick Charles von Großbritannien, Irland und Hannover.

Der 2. Duke of Cambridge wurde am 26. März 1819 in Hannover geboren. 1837 trat er als Oberst in die britische Armee ein und diente in Gibraltar und Irland. Als Divisionskommandeur nahm er im Krimkrieg an allen wichtigen Schlachten teil.

Im Jahr 1856 kehrte er nach Großbritannien zurück, wo er zum "General Commanding-in-Chief" des britischen Heeres ernannt wurde, dem führenden Militärberater des
Kriegsministers.

1862 wurde Prinz George der Rang eines Feldmarschalls verliehen, 1887 wurde er zum Oberbefehlshaber der Armee ernannt.

Auf den Rat der Queen hin legte er das Amt 1895 nieder. Er verstarb am 17. März 1904.


Blick von Whitehall auf die Nelson Säule am Trafalgar Square










Wenige Meter weiter sehen wir dann zum ersten Mal die "Nelson's Column", ...


Hoch in den schwarzen Himmel ragende Nelson Column auf dem Trafalgar Square in London


... deren Höhe wir erst so richtig einschätzen können, als wir den Trafalgar Square erreichen.

Die im Jahr 1843 fertig gestellte Säule ragt mehr als 55 Meter in den nun wieder grauschwarzen Himmel, allein die Statue von Horatio Nelson ist über 5 Meter hoch.

Entworfen wurde das Denkmal von Architekt William Railton zu Ehren des wohl größten britischen Seehelden.

Admiral Nelson wurde am 29. September 1758 geboren und heuerte schon als Jugendlicher bei der Marine an. 1777 wurde er als Neunzehnjähriger zum Leutnant ernannt und zwei Jahre später zum Kapitän befördert.

Zwanzig Jahre später befehligte er als Commodore die Kriegsschiffe "HMS Agamemmnon" und "HMS Captain" und führte die britische Flotte erfolgreich in den Seeschlachten von St. Vincent (1797), Abukir (1798) und Kopenhagen (1801).


Auf Grund seiner Siege wurde Horation Nelson schließlich zum "Vice Admiral" und Kommandeur der britischen Kanal- und Mittelmeerflotte befördert, die er am 21. Oktober 1805 in die Schlacht von Trafalgar führte. Von seinem Flaggschiff "Victory" aus kommandierte er die britischen Kriegsschiffe so geschickt, dass die weit überlegenen vereinigten Flotten von Frankreich und Spanien vernichtend geschlagen wurden und England die absolute Seeherrschaft errang.

Horatio Nelson überlebte das Ende der Schlacht nicht: Er wurde von einer Kugel tödlich getroffen. Sein Leichnam wurde nach England überführt und in der "St. Paul's Cathedral" beigesetzt.

Die vier Bronzereliefs am Granitsockel des Denkmals zeigen Szenen aus Nelsons bedeutendsten Seeschlachten.


Reiterstandbild von Karl I. von Le Sueur auf dem Trafalgar Square in London




Auf dem Trafalgar Square sind weitere Reiterstandbilder zu sehen, darunter das Denkmal für King Charles I. von Hubert Le Sueur aus dem Jahr 1633, das wegen des Bürgerkriegs erst 1678 aufgestellt wurde.


Brunnen mit Wasserspiel auf dem Trafalgar Square in London










Uns gefallen auf dem weitläufigen Platz besonders die beiden Brunnen von Sir Edwin Lutyens aus dem Jahr 1948, dem wir ja schon am Centograph begegnet sind.


National Gallery am Trafalgar Square in London
Die Nordseite des Trafalgar Square wird von der "National Gallery" beherrscht.

Die britische Nationalgallerie wurde 1837 nach den Plänen von William Wilkins im viktorianischen Stil erbaut und 1876 um einen Ostflügel erweitert. 1991 ergänzte man den Sainsbury-Flügel.

Die National Gallery ist wohl die umfangreichste Gemäldesammlung weltweit: Hier sind mehr als 2300 Kunstwerke ausgestellt, die ältesten stammen aus dem 13. Jahrhundert.


Übrigens: Für die Besichtigung der Meisterwerke von Sandro Botticelli, Paul Cézanne, Frans Hals, Vincent van Gogh, Edouard Manet, Claude Monet, Raffael, Rembrandt, Tizian,
Diego Velázquez, Leonardo da Vinci und vielen anderen wird keine Eintrittsgebühr erhoben, lediglich für Wechselausstellungen und für das Ausleihen von Audioguides wird ein Obolus gefordert.


Torbogen Admiralty Arch zwischen The Mall und Trafalgar Square in London

Vom Trafalgar Square hat man einen schönen Blick auf den Triumphbogen "Admiralty Arch" aus dem Jahr 1910.

Der Admiralitätsbogen wurde von König Eduard VII. als Geschenk für seine Mutter in Auftrag gegeben und von dem Architekten Aston Webb entworfen.

Seinen Namen erhielt er von der Bevölkerung, weil die Büroräume über den Torbögen von der britischen Admiralität genutzt wurden.



Den wohl schönsten Blick vom Trafalgar Square hat man...

Blick vom Trafalgar Square durch Whitehall bis hinüber zu Big Ben

... durch Whitehall bis hinüber zu Big Ben alias Elizabeth Tower.




Hier geht es weiter:
Zur Temple Church und zur Blackfriars Bridge


Hier finden Sie weitere Infos:
The Victoria Memorial

Trooping the Colour

Household Cavalry Museum

The National Gallery











Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn: Nichts ist besser als das Original.



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Seite erstellt: 30.05.2014