Foto-Reisebericht
- Reiseführer - Reise-Info
Namur Auf
der Maas von Namur nach Wepion
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Nach
unserem Rundgang durch die Altstadt von Namur wollen
wir uns die Stadt noch von dem Wasser aus ansehen.
Deshalb spazieren wir zur Anlegestelle "Port
du Grognon" an der Mündung der Sambre in die
Maas.
Hier gibt es zwei Möglichkeiten: eine
45 Minuten dauernde Fahrt auf der Sambre und eine
knapp zweistündige Schiffstour auf der Maas nach
Wepion.
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Das Rundfahrtschiff
ist in beiden Fällen das gleiche: Die "Meuse-Ardennes"
der "Compagnie des Bateaux" fährt beide
Routen je nach Jahreszeit zu unterschiedlichen Abfahrtszeiten.
Die Fahrpreise sind zivil: Erwachsene zahlen 6 Euro
(Sambre) bzw. 10 Euro (Wepion) für die Tour, Kinder
und Gruppen erhalten eine Ermäßigung.
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Wer
weniger Zeit auf dem Wasser verbringen möchte, kann
die Nahverkehrsboote "Namourette" zu einem
"Ufer-Hopping" benutzen.
Die kleinen
Boote verbinden die an Maas und Sambre gelegenen
Stadtteile miteinander. Sie erinnern uns an die
ACTV-Boote auf den Kanälen von Venedig.
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Pünktlich
werden die Leinen gelöst und die Meuse-Ardennes
nimmt gemächlich Fahrt auf.
Und gemächlich
bleibt das Tempo während der ganzen Tour: Auf diesem
Abschnitt der Maas gilt ein Geschwindigkeitslimit
von 15 km/h. Wir fahren also langsam stromauf
und passieren das Parlement
Wallon...
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und das hoch über der Stadt und der Maas gelegene
Bollwerk der Citadelle
de Namur.
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An
Bord ist reichlich Platz. So kann auch unser Labrador
"Einstein"
bequem die vorbeiziehende Landschaft betrachten.
Übrigens:
Für Hunde wird kein Beförderungsentgelt gefordert
und in der Kombüse erhält man bei Bedarf auch eine
Schüssel mit Wasser für den Vierbeiner! Hundebesitzer
wissen, dass dies nicht selbstverständlich ist.
Übrigens:
Natürlich erhalten in der Kombüse auch Zweibeiner
gekühlte Getränke. Allerdings nur gegen Bezahlung.
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Vorbei
am "Casino
de Namur" an der alleenartigen Avenue Baron de Moreau
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erreichen wir die Maas-Staustufe
mit der Schleuse "Ecluse de la Plante".
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Das
Becken der Schleuse ist 100 m lang und 12 m
breit. Es ermöglicht Schiffen bis maximal tausend
Tonnen den Höhenunterschied von 1,80 m zu überwinden.
Für
das Heben benötigen die Pumpen der Anlage etwa 15
Minuten, das Senken durch Ablassen des Wassers ist
mit knapp 10 Minuten deutlich schneller.
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Kurz
hinter der Schleuse passieren wir das Fluss-Schwimmbad
am rechten Maasufer.
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Die
Wasserqualität der Maas muss gut sein, denn das
Schwimmbad ist stark frequentiert, und den Badegästen
macht das Baden in der Maas sichtlich Spaß.
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 Am
gegenüberliegenden Ufer steht die Villa des Malers,
Lithographen und Zeichners Félicien Rops, in der
heute die "Auberge
de Jeunesse Félicien Rops" untergebracht ist,
die Jugendherberge von Namur. Der bekannte
Maler wurde am 7. Juli 1833 in Namur geboren, verbrachte
mehrere Jahre seines Schaffens in Paris und verstarb
am 23. August 1898 in Corbeill-Essones. Seine
sozialkritischen und teilweise erotisch-pornographischen
Werke galten zu seinen Lebzeiten als moralgefährdend.
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Félicien Rops
war auch als Illustrator tätig. Er bebilderte
u. a. das bekannteste Werk seines Freundes Charles
de Coster: Auf dessen Roman "Die Legende und die heroischen Abenteuer des fröhlichen
und glorreichen Ulenspiegel und des Lamme Goedzak
aus Flandern" sind wir bereits früher in der
Uilenspiegel-Stadt
Damme gestoßen.
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Das
in Fahrtrichtung rechte Maasufer ist fast durchgängig
bebaut.
Wer hier wohnt hat es zu Wohlstand
gebracht.
Wir sehen schlossähnliche Anwesen,
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stattliche Herrschaftshäuser
und am Ufer gelegene Restaurants ebenso vorüberziehen,
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wie das im Jahr 1903 errichtete "Le Manoir Ivoire"
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sowie stattliche Villen mit ausgedehnten, parkähnlichen
Außenanlagen.
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Am
gegenüberliegenden Ufer ist die Bebauung deutlich
geringer - und moderner.
Zum Schutz gegen
Hochwasser sind die Bungalows und Villen auf kleinen
Erhebungen oder geständert errichtet. Einige verfügen
sogar über eine Garage für Sportboote.
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Von
unseren Besuchen in Maastricht
und Roermond
wissen wir, dass die Maas ein wahres Eldorado für
Wassersportler ist.
Deshalb überrascht es
uns nicht, dass auch auf diesem Abschnitt des Flusses
ein reger Sportboot-Verkehr herrscht.
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Und
bieten die Felsen von Néviau den Skippern und Wasserskiläufern
nicht eine phantastische Kulisse?
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Nach
einer knappen Stunde erreichen wir das "Chateau de Dave"
nahe Dave sur Meuse.
Das ursprüngliche, von
den Herren zu Dave im Mittelalter errichtete Schloss
wurde im 14. Jahrhundert zerstört.
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Der
ebenfalls gebräuchliche Name "Chateau Fernan-Nuñez"
geht auf die Grafen von Fernan-Nuñez zurück, die
das Schloss im 17. Jahrhundert in ursprünglichem
Stil wieder aufbauten und im 19. Jahrhundert
erweiterten.
Auf Höhe des Schlosses wendet
unser Ausflugsdampfer.
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Durch
die Schleuse "Ecluse de la Plante" ...
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und vorbei an den Häuserfassaden des Namurer Stadtteils Jambes...
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erreicht die "Meuse-Ardennes" den Zusammenfluss von
Sambre und Maas...
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und die Anlegestelle "Port du Grognon"
am Maasufer, wo sie bereits
von neuen Fahrgästen für die nächste Rundfahrt erwartet
wird.
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Wir werden demnächst auch wieder hier
stehen, um dann die Rundfahrt auf der Sambre zu genießen.
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