Foto-Reisebericht - Reiseführer - Reise-Info
    
Norwegen
    
Zum Saltstraumen und weiter nach Narvik
    
"Stärkster Gezeitenstrom weltweit"

 


Wir werden früh wach und stellen mit Freude fest, dass sich das Wetter während der Nacht deutlich verbessert hat. Das wollen wir nutzen. Für das Frühstück nehmen wir uns heute nicht so viel Zeit wie üblich und die Koffer sind schnell gepackt und verladen.


Schon kurz vor 8 Uhr passieren wir den Flugplatz von Bodø ...

Blick auf den sonnigen Salfjorden nahe der norwegischen Stadt Bodö

... und folgen dem Riksveien 80 Richtung Fauske.
 


Saltstraumbrua verbindet die norwegischen Inseln Straumen und Straumoy miteinander





Hinter "Vestre Løding" biegen wir nach rechts auf den Riksveien 17 ab und erreichen kurz darauf die über 760 Meter lange "Saltstraumbrua", die in einer Höhe von 41 Metern die Inseln Straumoy und Knaplundsøya miteinander verbindet.


Schneebedeckte Berge jenseits des Gezeitenstroms Saltstraumen in Norwegen





Auf dem Parkplatz unter der im Jahr 1978 fertig gestellten Brücke stellen wir den Wagen ab, folgen dem Weg entlang der Brückenpfeiler hinunter zum Wasser ... 


Fischerhütte am Gezeitenstrom Saltstraumen in Nordnorwegen

... und sehen nach wenigen Metern den 2,5 km langen und etwa 150 m breiten Gezeitenstrom "Saltstraumen" vor uns, den stärksten seiner Art weltweit.

Durch die Engstelle zwischen "Saltfjord" und "Skjerstadfjord" pressen sich im Wechsel der Gezeiten knapp 400 Millionen m³ Wasser.

Dabei führt der Gezeitenstrom jede Menge Nahrung mit sich, was große Fischschwärme anlockt.


Fischerhütte am Gezeitenstrom Saltstraumen östlich von Bodö










Die wiederum ziehen Seevögel und Angler an, ...


Idylle am Saltstraumen in Nordnorwegen nahe Bodö










... was die schönen Fischerhütten hier am Saltstraumen erklärt.


Blick über den Saltstraumen richtung Jensvoll und Bodö






Am Ufer des Saltstraumen haben wir einen schönen Blick über den Saltfjord hinweg auf Jensvoll und Bodø.


Gefährliche Strömung am Gezeitenstrom Saltstraumen in Nordnorwegen



Die Wassermassen schießen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h durch die 50 m tiefe Engstelle und verwirbeln dabei zu mächtigen Strudeln mit bis zu 10 Metern Durchmesser.

Das macht die Strömung extrem gefährlich, weshalb das Ufer mit Stahlseilen gesichert ist und ein absolutes Badeverbot ausgesprochen wurde.



Vom Ufer des Saltstraumen nahe dem Leuchtfeuer genießen wir einen tollen Ausblick...

Blick über den Gezeitenstrom Saltstraumen zum schneebedeckten Børvasstindene


... auf das Gebirgsmassiv "Børvasstindan" jenseits des Saltstraumen mit den Gipfeln (von links beginnend): Store Åselitind (1177m), Høyde 1111 (1111m) und Børtind (1076n), rechts anschließend Urskartind (1146m) und Spisstind (1143), sowie rechts vom Leuchtfeuer die Gipfel Breitind (1076m), Rundtind (1057), Per Kalsatind (1036m) und Legdknubben (900m).


Straumen kirke nahe dem Gezeitenstrom Saltstraumen in Norwegen




In der Nähe des Saltstraumen steht die im Jahr 1886 geweihte "Straumen kirke".

Weil der Untergrund der von Baumeister Elisa Hansen entworfenen Kirche kurz nach der Fertigstellung nachgab und das Gotteshaus einzustürzen drohte, riss man es wieder ab und baute es im Jahr 1903 dreihundert Meter weiter wieder auf.


Von Wald und Bergen umgebener Skjerstadfjorden zwischenh Bodö und Fauske






Von Saltstraumen aus fahren wir nun wieder den Riksveien 17 zurück, ...


... passieren zwischen Knaplundsøya und Godøynes ...

Godøstraumen zwischen Saltstraumen und Bodö in Nordnorwegen

... den deutlich kleineren Gezeitenstrom "Godøstraumen" ...


Fjord Sørfolda zwischen Fauske und Straumen in Nordnorwegen




... und folgen ab Vestre Løding dann dem Riksveien 80, der bis Furnes dem Ufer des "Skjerstadfjorden" folgt.

In Fauske erreichen wir dann wieder die E6, die uns weiter nach Norden zum Fjord "Sørfolda" nahe der Ortschaft Straumen führt.


Lachsfarmen im Fjord Sørfolda bei Gyltvika in Nordnorwegen






Vorbei an den Lachsfarmen nahe Gyltvika, ...


Fjord Sørfolda bei Sørfjordmoen in Nordnorwegen






... durch den 2.729 m langen "Kalviktunnelen" und über die noch mit Schnee bedeckten Höhen bei Sørfjordmoen am "Leirfjorden" ...



... erreichen wir den "Mørsvikfjorden" bei Morsvikbotn, ...

Der Mørsvikfjorden bei Morsvikbotn ist ein Seitenarm des Fjords Nordfolda

... einen Seitenarm des Fjords "Nordfolda", in dem es gerade Frühling wird.
 


See Sandnesvatnet bei Krakmo in NOrdnorwegen






Die nächsten Fotostopps machen wir am "Sandnesvatnet" bei Kråkmo, ...


Sagfjorden kurz vor Innhavet in Nordnorwegen






... am "Sagfjorden" kurz vor Innhavet ...



... und am "Presteidfjorden" bei Ulvsvåg.

Presteidfjorden bei Ulvsvag mit Blick auf die schneebedeckten Berge der Lofoten

Im Hintergrund sehen wir die noch schneebedeckten Berge der Lofoten.
 


Presteidfjorden bei Nordkil in Nordnorwegen






Wir folgen nun weiter dem Presteidfjorden bei Nordkil ...


Landschaft seitlich der E6 bei Nordkil in Nordnorwegen






... und genießen die abwechslungsreiche Landschaft von Nord-Hamarøy.


Anleger der Fjordfähre von Bodnes nach Skarberget in Norwegen



Als wir den Anleger der Fjordfähre von Bodnes nach Skarberget erreichen, ist zwar eine leere Fähre da, die aber nicht beladen wird.

Wir warten über eine halbe Stunde, dann informiert man uns, dass es ein technisches Problem gibt und dass bereits eine Ersatzfähre unterwegs sei.


Ersatzfähre am Fähranleger in Bodnes in Nordnorwegen





Als diese dann - erschreckend klein - endlich eintrifft, fragen wir uns, ob wir da überhaupt noch mit drauf passen, denn vor uns im Wartebereich stehen etliche Fahrzeuge, darunter einige Gespanne und Wohnmobile.


Auf der Fjordfähre von Bodnes nach Skarberget in Nordnorwegen










Aber unsere Sorge ist unbegründet. Die Fahrzeuge werden in den drei Spuren so eng aneinander gefahren, dass nach uns sogar noch sechs weitere Autos auffahren können.


Auf der Fjordfähre von Bodnes nach Skarberget in Nordnorwegen






Für die knapp 30 Minuten dauernde Überfahrt zahlen wir 121,00 NOK.



Auf einen Kaffee an Bord verzichten wir diesmal.

Auf der Fähre Bodnes-Skarberget über den Tysfjorden

Wir genießen lieber die Sonne, den frischen Wind und den traumhaften Blick auf den "Tysfjorden".
 


Bucht des Ofortfjorden bei Ballangen kurz vor Narvik





Der Rest des Tages vergeht wie im Flug:

Bei Ballangen erreichen wir den "Ofotfjorden", ...


Skjomenbrua am Ofotfjord südlich von Narvik



... dann überqueren wir auf der stählernen Hängebrücke "Skjomenbrua" die Skjomen-Bucht.

Die Spannweite der Brücke ist gewaltig: Sie beträgt unglaubliche 525 Meter.

Nun sind es nur noch etwa 20 Kilometer bis Narvik.


Skjommes-Denkmal erinnert an die Rückeroberung von Narvik im Mai 1940

Kurz hinter der Brücke schauen wir uns noch das "Skjomnes-Monument" an, das an die Rückeroberung von Narvik erinnert.

Am 9. April 1940 liefen zehn deutsche Zerstörer in den Ofotfjord ein, um den Abtransport des im schwedischen Kiruna abgebauten Erzes über die Ofotbahn und den ganzjährig eisfreien Hafen von Narvik zu sichern.

Nachdem die norwegischen Panzerschiffe "Eidsvold" und "Norge" versenkt waren, konnte das 139. Gebirgsjägerregiment die Stadt Narvik ohne weitere Gegenwehr besetzen.


Dann aber formierten sich norwegische, französische, polnische und englische Truppen zum Gegenschlag. In der Schlacht von Narvik gelang es ihnen, die deutschen Kriegsschiffe manövrierunfähig zu schießen oder zu versenken und die Stadt zurückzuerobern.

Nachdem aber Ende Mai die alliierten Truppen wegen der deutschen Großoffensive in Frankreich an die Westfront verlegt wurden, konnte die deutsche Wehrmacht am 8. Juni 1940 die Stadt und den Hafen von Narvik erneut besetzen.



Nach weiteren 18 Kilometern auf der E6 entlang des Ofotfjords erreichen wir Narvik ...

Best Western Hotel am Skistuaveien in Narvik

... und fahren direkt zum Best Western Hotel am "Skistuaveien" oberhalb des Stadtzentrums.


Unser Fazit: Wir sind nun siebzehn Tage unterwegs und haben insgesamt 4.202 Kilometer zurück gelegt. Der gut beladene Ford Focus ist genügsam und kommt mit knapp 6 Litern Benzin aus, das immer teuerer wird, je weiter nördlicher wir tanken. Zum Nordkap sind es - ohne den geplanten zweitägigen Abstecher auf die Lofoten - nun nur noch schlappe 739 Kilometer.

 



Hier begann unsere Nordkap-Tour ...


... und hier geht es weiter in das
Zentrum von Narvik




Hier finden Sie weitere Infos:
Saltstraumen

Straumen kirke

Fähre Bognes - Skarberget

Best Western Narvik Hotell











Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn nichts ist besser als das Original.



zurück zur Vorseite


nach oben


Home



Seite erstellt: 22.10.2015