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Norwegen
    
Trondheim
    
"Vom Seefahrtsmuseum zur Festung Kristiansten"

 


Seefahrtsmuseum nahe der Verftsbrua im norwegischen Trondheim

Wir beginnen unseren Rundgang durch Trondheim an unserem Hotel in der "Søndre gate" und biegen nach wenigen Metern rechts in die "Fjordgata" ein.

An deren Ende ist in einem ehemaligen Gefängnis das "Trondheim Sjøfartsmuseum" untergebracht.

Das seit 1920 bestehende und direkt am Fluss "Nidelva" gelegene Museum zeichnet mit einer Vielzahl von Schiffmodellen und historischen Seekarten die Geschichte der Seefahrt nach.

Im Erdgeschoss findet man Exponate zur Dampfschifffahrt, im Obergeschoss widmet man sich der Zeit der Segelschiffe.


Denkmal in Trondheim für die in den Weltkriegen gefallen Seeleute und Hafenarbeiter



In der kleinen Grünanlage neben dem Museum erinnert das im Jahr 1982 von dem Bildhauer Kristofer Leirdal geschaffene Denkmal an die auf See gebliebenen Seeleute.

Die Inschrift im Sockel lautet: "Viele Schiffe und Matrosen kamen nicht im Hafen an".


Motorboote auf dem Fluss Nidelva im Nedre Elvehavn von Trondheim

Vor Museum und Denkmal fließt die "Nidelva".
Der Fluss entspringt in dem etwa 30 Kilometer entfernt liegenden See "Selbusjøen" und mündet kurz hinter unserem Standort in den Trondheimfjord.

Auf der träge dahinfließenden Nidelva sind viele Motorboote festgemacht.

Am gegenüber liegenden Ufer sehen wir moderne Bürohochhäuser, im Hintergrund verbindet die Brücke "Bakke bru" die beiden Ufer miteinander.


Olavskvartalet mit der Olavshallen im Zentrum von Trondheim
Wir spazieren nun entlang der "Kjøpmannsgata" und erreichen die gläserne Fassade der "Olavshallen".

Den Grundstein für das großzügig geplante Konzertgebäude legte König Olav V. am 22. Juli 1988, eingeweiht wurde es am 17. September 1989 mit einem Konzert des weltberühmten Jazzpianisten Oscar Peterson.

In den beiden Sälen der Olavshallen finden vor bis zu 1.200 Zuschauern jährlich etwa 300 Ballett- und Opernaufführungen sowie Konzerte und Liederabende statt.


Hausfassaden in der Kjopmannsgata im Zentrum von Trondheim









Auf der gegenüber liegenden Straßenseite der Kjøpmannsgata stehen mehrstöckige Holzhäuser mit Geschäften und Büros im Erdgeschoss...


Auf der Brücke Bakke bru über den Fluss Nidelva in Trondheim









... und hier führt die Brücke "Bakke bru" über den Fluss Nidelva hinweg in den Stadtteil "Møllenberg".


Historische Holzhäuser der Bryggene am Fluss Nidelva in Trondheim





Von der Mitte der Bakke bru hat man nach Norden hin einen tollen Blick über die Nidelva und den "Nedre Elvehavn" hinweg bis zur "Verftsbrua".



Noch schöner ist die Aussicht von der anderen Brückenseite Richtung Süden...

Alte Holzhäuser der Bryggen am Fluss Nidelva im norwegischen Trondheim

... auf die alten, auf Pfählen gegründeten Häuser der "Bryggene" am Nidelva-Ufer.


Historische Holzhäuser der Bryggene am Fluss Nidelva in Trondheim





Diese teilweise schön restaurierten Holzbauten dienten als Arbeiter-Wohnhäuser.


Holzhäuser in der Straße Nedere Bakklandet im norwegischen Trondheim






Wir spazieren nun weiter über die Bakke bru bis zum Kreisverkehr und biegen dann in die Straße "Nedere Bakklandet" ein, ...


Wikinger-Trainingscamp in Trondheim nahe dem Fluss Nidelva










... passieren das auf der rechten Straßenseite gelegene "Wikinger Trainingscamp"...


Holzhäuser in der Straße Nedere Bakklandet im norwegischen Trondheim




... und erreichen schließlich die Kreuzung der Straßen Nedere Bakklandet und Brubakke.

In der gerade öffnenden "Dromedar Kaffeebar" machen wir dann eine Pause.


Die Brücke Gamle Bybro überquert den Fluss Nidelva im norwegischen Trondheim



Zwei Kaffee später schauen wir uns die Brücke "Gamle Bybro" an, die am südlichen Ende der Kjøpmannsgata die von der Nidelva getrennten Stadtteile "Midtbyen" und "Bakklandet" miteinander verbindet.

Die Gamle Bybro wurde ab 1681 nach den Plänen von Johan Caspar von Cicignon erbaut und 1685 fertig gestellt.


Kettenwerk der Hebebrücke Gamle Bybro in Trondheim







Die Gamle Bybro wurde mehrfach verändert und 1861 durch den Ingenieur Carl Adolf Dahl rekonstruiert.

Die auf Steinpfeilern ruhende, ursprünglich reine Holzkonstruktion konnte über die an den beiden Portalen "lykkens portal" verankerten Kettenwerke gehoben werden.

Zwischenzeitlich wurde die 82 Meter lange Brücke verbreitert und der Hebemechanismus deaktiviert.



Wir bleiben lange auf der Gamle Bybro...

Blick von der Gamle Bybro in Trondheim auf die Bryggene an der Nidelva

... und genießen den Blick auf die alten Lagerhäuser rechts und links der Nidelva.
 


Auf Pfählen stehende Holzhäuser am Fluss Nidelva im norwegischen Trondheim




König Olav Tryggvason ließ hier schon vor dem Jahr 1000 erste Speicher bauen, die später durch mehrere Großfeuer vernichtet wurden.

Die heutigen Lagerhäuser an der Nidelva stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.


Blick von der Brücke Gamle Bybro auf den Fluss Nidelva und den Stadtteil Elgeseter von Trondheim





In den alten Gebäuden haben sich mehrere Fischrestaurants niedergelassen und man kann sogar auf der Nidelva kalte und warme Fischgerichte in vielen Variationen genießen.

Jedenfalls bei besserem Wetter.


Blick vom Kristianstensbakken auf die Gamle Bybro in Trondheim






Wir folgen nun der leicht ansteigenden Straße "Brubakken", schauen noch einmal auf die Gamle Bybro zurück...


Fahrradtransportsystem in der Fahrbahn des Kristianstensbakken hinauf zur Festung  von Trondheim








... und mühen uns dann mit mehreren Verschnaufpausen den steil ansteigenden "Kristianstensbakken" hinauf.

Hier ist in die Fahrbahn ein Fahrrad-Transportsystem eingelassen, von dem wir gerne gewusst hätten, wie es funktioniert, aber es war weit und breit kein Radler zu sehen.


Blick vom Kriastianstensbakken auf die Hochschule Gloeshaugen in Trondheim






Weiter oben am Kristianstenbakken sehen wir dann die im Jahr 1905 auf dem Plateau "Gløshaugen" erbaute "Technisch-Naturwissenschaftliche Universität" liegen, ...


Am Kristianstensbakken kurz vor der Festung von Trondheim










... und kurz darauf signalisiert uns die über den Baumkronen wehende Norwegische Flagge, dass wir unser Ziel bald erreicht haben.


Festungsmauern der Kriastiansten Festning im norwegischen Trondheim

Dann stehen wir unterhalb der massiven Mauern der Bastionen "Kongens" und "Tenjalen" sowie des weißen, vierstöckigen Donjon der "Kristiansten Festning".

Die hoch über Trondheim liegende Festung wurde nach dem großen Stadtbrand des Jahres 1681 errichtet, um die Stadt gegen Landangriffe aus dem Osten zu schützen.

König Christian V. beauftragte mit dem Bau den Planer der Gamle bru, den General Johan Caspar de Cicignon, unter dem die Festung Kristiansten bereits 1685 fertig gestellt werden konnte.


Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Anlage modernisiert und um neue Bastionen ergänzt, um zusätzlich Schutz gegen Artilleriebeschuss zu bieten.


Kommandantboligen der Kristiansten Festning im norwegischen Trondheim


Im Zentrum der Kristiansten Festning steht das Gebäude des Festungskommandanten.

In der "Kommandantboligen" ist heute ein Restaurant und Café untergebracht, dass wir aber geschlossen vorfinden.

An diesem trüben und kühlen Pfingstsonntag-Vormittag rechnet man wohl nicht mit vielen hungrigen oder kaffeesüchtigen Besuchern.


Kasematten der Kristiansten Festning in Trondheim





Hinter dem Restaurant finden wir die Kasematten, die um 1750 im Rahmen der Festungserweiterung entstanden.


Bergfried und mit Kanonen bestückter Wall der Kristiansten Festung in Trondheim
Die Kristiansten Festung rettete im Jahr 1718 mit ihren Wehrmauern und Kanonen die Stadt vor der Eroberung durch schwedische Truppen.

Während des Großen Nordischen Krieges schickte damals König Karl XII von Schweden eine von General Carl Gustav Armfeldt kommandierte Armee in die Region Trøndelag, um Trondheim einnehmen zu lassen.

Armfeldt gelang es zwar, die Stadt zu erreichen und zu belagern, konnte aber die massiven Festungsanlagen nicht überwinden.


Alte Kanonen auf den Wällen der Kristiansten Festung in Trondheim
Da König Karl seinen Truppen einen Rückzug untersagte, mussten die Schweden ohne ausreichenden Nachschub hungernd und im Freien überwintern.

Sie verloren durch Scharmützel und Krankheiten dabei fast ein Drittel ihrer Soldaten.

Nachdem König Karl im Dezember 1718 vor der Festung Fredriksten in Halden gefallen war, zog Armfeldt mit seinen Truppen unter hohen Verlusten bei strengem Frost durch das tief verschneite Norwegen zurück nach Schweden.


Geschütze in der Festung Kristiansten im norwegischen Trondheim





Während des 2. Weltkrieges besetzte die deutsche Wehrmacht auch Trondheim und nutzte die Festung Kristiansten, in der sie norwegische Widerstandskämpfer hinrichtete.


Fernsehturm Tyholttarnet über dem Stadtteil Rosenberg in Trondheim




Von den Wällen der Kristiansten Festning aus sieht man den 124 Meter hohen Fernsehturm "Tyholttårnet" im Stadtteil "Tyholt".

Der 1985 erbaute Turm verfügt über eine Aussichtsplattform und ein Drehrestaurant in 74 Metern Höhe.


Blick von der Kristiansten Festung in Trondheim auf Nidelva und Nidarosdom





Von der Festung aus hat man auch einen schönen Blick auf die Nidelva-Schleife mit der "Elgeseter bru", auf den Nidarosdom...



... und über die Baumwipfel hinweg auf die Dächer von Trondheim, ...

Blick von der Festung Kristiansten auf Trondheim und den Trondheimfjord

...  den Trondheimfjord und die ihn umgebenden Berge.

 



Hier geht es weiter:
Zur Trondheim Sentralstasjon und dem Fosenkaia


Hier finden Sie weitere Infos:
Trondheim Sjøfartsmuseum

Olavshallen

Festung Kristiansten

Restaurant Kommandanten

Egon im Tyholttårnet











Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn nichts ist besser als das Original.



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Seite erstellt: 16.09.2015