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Potsdam
    
"Vom Schloss Charlottenhof zum Schloss Sanssouci"

 


Bahnhof Charlottenhof nahe dem Park Sanssouci in Potsdam


Nach einem sehr guten Frühstück im Hotel "Mercure" nahe dem Hauptbahnhof fahren wir mit der Regionalbahn zum Bahnhof Potsdam-Charlottenhof, dessen Empfangsgebäude im Jahr 1911 im Jugendstil erbaut wurde.

Die Gesundheitsgasse führt zur Geschwister-Scholl-Straße, wo wir durch den südlichen Eingang den Park Charlottenhof betreten.


Säulengang am Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci in Potsdam




Durch die gepflegte Grünanlage im Stil englischer Parks spazieren wir zum Schloss Charlottenhof, das wir an dessen seitlichem Säulengang erreichen, der mit Bronzestatuen der Muse Clio und des jungen Apollo verziert ist.


Schloss Charlottenhof im Schlosspark Sanssouci in Potsdam


Der Name des kleinen Schlosses geht auf Charlotte von Gentzkow zurück, der Friedrich Wilhelm III. das Gelände als Weihnachtsgeschenk für den Kronprinzen und dessen Ehefrau abkaufte.

In den Jahren 1826 bis 1829 entstanden nach Skizzen des Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. und nach den Plänen von Schinkel und Lenné dann das klassizistische Schloss Charlottenhof und der Park.


Rosengarten am Schloss Charlottenhof in Potsdam





Durch den vor dem Schloss gelegenen tollen Rosengarten mit mehr als vierhundert farbenfrohen Rosenarten und entlang des angrenzenden Maschinenteiches...


Römische Bäder im Schlosspark von Sanssouci in Potsdam

... kommt man zu den "Römischen Bädern", die Friedrich Wilhelm IV. zwischen 1829 und 1840 im Stil italienischer Landhäuser errichten ließ.

Eine römische Badeanlage gab es hier nie, die Namensgebung sollte wohl die Ähnlichkeit zu römischen Thermen verdeutlichen.

Die nähere Umgebung der acht Gebäude erinnert an mediterrane Landschaften, wie wir sie während unserer Aufenthalte in der Toskana genießen durften.


Chinesisches Haus im Lustgarten von Schloss Sanssouci in Potsdam

Wir folgen dem Parkweg weiter in nördlicher Richtung und erreichen kurz hinter der "Meierei" den Lustgarten und das "Chinesische Teehaus".

Der grünlich-goldene Rokoko-Pavillon wurde ab 1754 unter der Leitung von Johann Gottfried Büring errichtet und 1763 durch Friedrich II. eingeweiht.

Im Inneren des Teehauses ist auf vergoldeten Konsolen Porzellan aus dem 18. Jahrhundert zu sehen.


Mandarin auf dem Chinesischen Haus im Lustgarten von Schloss Sanssouci in Potsdam






Auf der Kuppel des Daches sitzt ein vergoldeter Mandarin mit einem Sonnenschirm.


Vergoldete Skulpturen am Chinesischen Haus im Lustgarten von Schloss Sanssouci in Potsdam




Das Chinesische Teehaus ist mit lebensgroßen, vergoldeten Statuen von Hofbildhauer Johann Matthias Gottlieb Heymüller und dessen Schwager Johann Peter Benckert verziert, die chinesisch gekleidete Musikanten und Tee-Trinker zeigen.



Folgt man dem Parkweg weiter in nordöstlicher Richtung, dann erreicht man...

FRanzösisches Rondell mit Skulpturen vor den Weinbergen von Schloss Sanssouci

... die "Große Fontaine" vor den Weinbergterrassen unterhalb von Schloss Sanssouci.


Die knapp 40 Meter hohe Fontäne im sogenannten "Französischen Rondell" wird vom Dampfmaschinenhaus an der Neustädter Havelbucht gespeist, ist jedoch bei unserem Besuch leider nicht in Betrieb. Rechts und links der vier in das Rondell einmündenden Parkwege stehen Marmor-Statuen, die acht olympische Gottheiten darstellen: Apollo, Diana, Juno, Jupiter, Mars, Merkur, Minerva und Venus. Mehrere dieser Statuen erhielt Friedrich der Große im Jahr 1750 vom französischen König Ludwig XV. als Geschenk.

Das französische Rondell liegt an der Hauptallee des Schlossparks von Sanssoucci, ...


Kleine Fontäne unterhalb der Bildergalerie von Schloss Sanssouci in Potsdam




... der wir in östlicher Richtung bis zur "Kleinen Fontäne" am "Oranier-Rondell folgen.

Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die hinter dem Holländischen Garten gelegene "Bildergalerie".



Etwas weiter südlich liegt der Marylgarten, ...

Friedenskirche mit Friedensteich und Mausoleum im Park Sanssouci in Potsdam

... der an die Friedenskirche und den Friedensteich grenzt.


Friedrich Wilhelm IV. beauftragte 1845 Ludwig Persius mit dem Bau der Friedenskirche, nach dessen Tod leitete der Architekt Friedrich August Stüler den Weiterbau. Die Kirche wurde im September 1848 geweiht, der schlanke Glockenturm wurde zwei Jahre später vollendet. Er erinnert uns an den Campanile der Kirche Santa Maria di Cosmedin in Rom, die wir im Jahr 2011 besichtigt haben. Die Nebengebäude des Gotteshauses wurden 1854 fertiggestellt.

Der angrenzende Marylgarten diente zur Zeit von Friedrich dem Großen als Kräutergarten und wurde im Jahr 1750 von Peter Joseph Lenné umgestaltet.


Hauptschiff der Friedenskirche in Potsdam










Das lichtdurchflutete Hauptschiff der dreischiffigen Säulenbasilika ist über dreizehn Meter hoch und hat eine bemalte Kassettendecke mit goldenen Sternen auf blauem Untergrund.


Altar und Apsis der Friedenskirche in Potsdam







Für die Gestaltung der Apsis hatte König Friedrich Wilhelm IV. bereits neun Jahre zuvor das aus dem frühen 13. Jahrhundert stammende Apsismosaik der abrissreifen Kirche San Cipriano auf der Laguneninsel Murano bei Venedig erworben.

Es zeigt den thronenden Christus flankiert von der Gottesmutter Maria, von Johannes dem Täufer, dem Apostel Paulus und dem Märtyrer und Bischof Cyprianus von Karthago, der im Jahr 258 enthauptet wurde.


Sakristei der Friedenskirche in Potsdam










Im rechten Seitenschiff findet man die Taufkapelle mit einem sechseckigen Taufstein; die reich verzierte Sakristei erreicht man über das linke Seitenschiff.


Gruft der Friedenskirche in Potsdam


In der königlichen Gruft unter dem Altar wacht ein Marmorengel über die Sarkophage von Friedrich Wilhelm IV. und dessen Ehefrau Elisabeth.

In dem an das Atrium angrenzenden Mausoleum aus dem Jahr 1888 wurde Kaiser Friedrich III. und dessen Frau Victoria beigesetzt. Seit seiner Überführung aus dem schwäbischen Stammsitz der Hohenzollern im Jahr 1991 fand hier auch Friedrich Wilhelm I. seine letzte Ruhe.


Atrium der Friedenskirche in Potsdam mit einer Kopie der Christusstatue von Thorvaldsen




Ein Arkadengang umschließt den begrünten Innenhof der Friedenskirche.

Auf dem Brunnen steht eine Kopie der Christusstatue des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen.


Kreuzgang der Friedenskirche im Park Sanssouci in Potsdam






Seitlich der Friedenskirche findet man einen schönen Kreuzgang in mittelalterlichem Stil.


Obelisk und Eingangsportal zum Schlosspark Sanssouci in Potsdam




In Sichtweite des Friedensteiches endet die Hauptallee an dem von Knobelsdorff im Jahr 1748 geschaffenen Obelisken, der mit hieroglyphenähnlichen Zeichen verziert ist.

Das säulenverzierte Portal ist mit den Statuen der Göttinnen Flora und Pomona geschmückt.



Der Eintritt in den Park von Sanssouci ist frei, ...

Querflötenspieler am Eingang zum Schlosspark von Sanssouci in Potsdam


... aber der Querflötenspieler am Eingang zum Schlosspark und die "Stiftung Preußische Schlösser und Gärten" freuen sich über einen freiwilligen Kostenbeitrag zur Unterhaltung der weitläufigen Parkanlagen. Im Gegenzug erhält man ein mehrfarbiges Faltblatt mit einem Lageplan des weitläufigen Parkgeländes.


Neptungrotte im Schlosspark von Sanssouci in Potsdam



Am Eingangsportal führt ein kleiner Parkweg
zu der aus Marmor und Muscheln zusammengesetzten Neptungrotte, die zwischen 1751 und 1755 von Knobelsdorff entworfen wurde.

Bei unserem Besuch ist die Neptungrotte wegen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten gesperrt.



Wir folgen dem Weg weiter bis zur eingeschossigen Bildergalerie, ...

Bildergalerie im Schlosspark Sanssouci in Potsdam


... die zwischen 1755 und 1764 unter Baumeister Johann Gottfried Büring zur Unterbringung der Gemäldesammlung Friedrichs des Großen errichtet wurde. An der Südfassade symbolisieren zahlreiche Marmorskulpturen die Künste und die Wissenschaften. Über den Fenstern sieht man die Porträts bedeutender Künstler, die Kuppel ziert eine Laterne mit einem großen Adler.

Auch heute sind in der Bildergalerie mehr als 140 wertvolle Gemälde des 16. - 18. Jahrhunderts untergebracht, darunter Werke von Caravaggio, van Dyck und Rubens.


Kolonnaden des Ehrenhofes von Schloss Sanssouci in Potsdam




Wenige Schritte weiter erreichen wir die halbrunde Säulenkolonnade des Ehrenhofes vor dem Schloss Sanssouci.

Hier fuhren früher die Kutschen der Besucher vor...


Blick vom Schloss Sanssouci auf den Ruinenberg in Potsdam
... und von hier hat man einen schönen Blick auf den nördlich gelegenen Ruinenberg.

Auf dem Hügel ließ Friedrich II. im Jahr 1748 ein mit künstlichen Ruinen kaschiertes großes Wasserbecken anlegen, um daraus die Fontänen im tiefer gelegenen Schlosspark zu speisen.

Das benötigte Wasser sollte von der Havel aus mittels mehrerer Windmühlen nach oben gepumpt werden, aber man fand keine Möglichkeit, die windabhängigen Mühlen dauerhaft mit gleichen Drehzahlen zu betreiben, um einen konstanten Wasserdruck zu erzeugen.


Das änderte sich erst mit dem Bau des Dampfmaschinenhauses im Jahr 1842, dessen über 80 PS starke Borsig-Dampfmaschine genug Havelwasser auf den Ruinenberg pumpen konnte.


Schnellimbis im Kutscherhaus nahe Schloss Sanssouci in Potsdam


Für die zwei Wochen im Voraus über das Internet gebuchte Besichtigung von Schloss Sanssouci haben wir noch ausreichend Zeit, weshalb wir vom Kolonnadenhof aus zum "Kutscherhaus" spazieren.

Hier werden Bouletten, diverse Würste, Pommes und Sandwiches angeboten, die man unter den Sonnenschirmen verzehren kann.


Mövenpick-Restaurant Zur Historischen Mühle nahe dem Schloss Sanssouci in Potsdam

Uns zieht es in das von Mövenpick betriebene Restaurant "Zur Historischen Mühle".

Zugegeben: Es ist hier teuerer als im Kutscherhaus nebenan, aber wir sitzen hier zwischen Palmen, werden trotz des Hochbetriebes freundlich und schnell bedient und die Menüs sind ausgezeichnet.

Nach dem Nachtisch und zwei Espresso sind wir startklar für die Besichtigung von Schloss Sanssouci.

 



Hier geht es weiter:
Schloss Sanssouci, Neues Palais, Communs und Kaiserbahnhof

(Seite im Aufbau)



Hier finden Sie weitere Infos:
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

Schloss Charlottenhof

Römische Bäder

Chinesisches Haus

Friedenskirche

Bildergalerie

Mövenpick "Zur Historischen Mühle"











Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn nichts ist besser als das Original.



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Seite erstellt: 12.03.2016