Foto-Reisebericht
- Reiseführer - Reise-Info
Regen "Zum
Kurpark und der Burgruine Weißenstein"
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Nach
unserem Besuch der Stadtpfarrkirche St. Michael spazieren
wir über den Kirchplatz und passieren das gegenüber
liegende Pfarramt der Gemeinde.
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Es
lohnt sich in Regen, auch mal nach oben zu sehen: Neben schönen Giebel-
und Fensterverzierungen...
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zeigen eine Reihe von Wohn- und Geschäftshäusern auch
bunte Fassadenverzierungen, wie das abgebildete Marienbildnis über
einer Haustür.
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Durch
die Schmiedegasse und die Straße "Am Platzl",
in der sich neben anderen Geschäften auch die über
die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Metzgerei Oswald
angesiedelt hat und auf deren Spuren wir schon vor mehr
als einem Jahrzehnt im Sport- und Wellnesshotel in Kaikenried
gestoßen sind,
gehen wir Richtung Kurpark.
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Am
Wehr
mit dem E-Werk "Obermühle", in dem das Wasser
des Schwarzen Regen zur Stromgewinnung genutzt wird,
erreichen wir die Ludwigsbrücke, ...
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auf der die Statue des "Johannes von Prag"
steht.
Dem auch unter dem Namen "Johannes von
Nepomuk" bekannten Schutzpatron der Schiffer und Flößer
sind wir bereits in Zwiesel,
in Passau
und am Donaudurchbruch
nahe dem Kloster Weltenburg begegnet. Der Prager Domherr
Nepomuk wurde auf Geheiß von König Wenzel IV. von Böhmen gefangen
genommen, gefoltert und am 20.03.1393 in der Donau
ertränkt. Papst Benedikt XIII. sprach Johannes im Jahr
1729 heilig.
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Von
der Ludwigsbrücke aus erreicht man den auf einer Insel
im Schwarzen Regen angelegten Kurpark. Hier
findet man neben dem "Perlenbrunnen" - der
symbolisch für die Stadt Regen als "Perle am Fluss" steht
-
und der
"Flötenspielerin" noch weitere interessante
Kunstwerke,
die zusammen den "Skulpturenweg" bilden.
Vorbei am Konzertpavillon
schlängelt sich
vom "Gläsernen Knoten" aus auch ein "Gläserner Faden" durch den Kurpark.
Der Künstler Charly Rödl möchte alle Völker dieser Erde mit
diesem Faden erreichen und zu einem dauerhaften Frieden
miteinander verbinden. Die Produktion
des Gläsernen Fadens, der inzwischen auch in der Stadt
Roth zu sehen ist und der demnächst Regens französische
Partnerstadt Mirebeau erreichen wird, erfolgt bei Joska-Kristall
in Bodenmais.
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Seit
2001 wird alle
zwei Jahre im Fluss vor der Regen-Insel eine schwimmende Flussbühne für Kabarettveranstaltungen und Konzerte aufgebaut.
Das abwechslungsreiche Flussbühnen-Programm findet man unter www.flussbuehne.de.
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Nach
den schweren Regenfällen der letzten Tage reißt die
starke Strömung des Flusses viele Schwebstoffe und reichlich
Geäst und Bruchholz mit sich, ...
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um kurz darauf wieder ruhig und gemächlich der Mündung in
die Donau bei Regensburg
zuzustreben.
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Den
Entennachwuchs freut es, kann der doch nun wieder problemlos durch die braunen
Fluten paddelnd seiner Entenmama folgen.
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Wir
folgen dem Regen entlang der Ruselstraße und erreichen
an der Einmündung der Badstraße die "Bayerwald
Tierzuchthalle". Mehrmals im Monat finden
hier Großvieh- und Kälbermärkte statt, die sich mit
Tauben-, Kaninchen und Geflügelmärkten abwechseln.
Über
den schmalen Steg gelangen wir wieder hinüber zum rechten
Regen-Ufer
und zurück zum Parkplatz, von dem aus wir unseren Rundgang durch
das Stadtzentrum von Regen begonnen haben. Die nächsten Sehenswürdigkeiten
fahren wir mit dem Wagen an.
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Hoch
über der Stadt liegt seitlich der Bundesstraße 85 das
Regener Eissportzentrum. Die nach dem für das Eisschießen
zuständigen ehemaligen Obmann des Bayerischen Eissport-Verbandes
auch als "Franz-Zwiebel-Halle" bezeichnete
Eishalle erhielt ihr erstes Eis nach einer zweijährigen
Bauzeit im Dezember 1979. Die offizielle Einweihung
feierte man im November 1980.
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Die "EHR",
in der unsere Kinder Mitte der 1980-er Jahre Schlittschuhlaufen
lernten und Geschmack am Disco-Eislauf bekamen, wird
auch für Eishockeyspiele, Eiskunstlauf und Eisstockschießen
genutzt. Die bedeutendsten Wettkämpfe im Eisstockschießen
waren der Welt-Team-Cup 1995 und die Europameisterschaften
des Jahres 2009.
2005 wurde auf dem Dach der
Eissporthalle eine Photovoltaikanlage installiert, deren
2002 Module eine maximale Leistung von beachtlichen
340 kwp
haben.
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Von
der Eissporthalle sind es nur wenige Kilometer bis nach
Weißenstein und der auf dem "Pfahl", einem
150 Kilometer langen und mehrere hundert Meter hohen
Quarzfelsen gelegenen Burgruine Weißenstein.
Alle
zwei Jahre findet hier das von den "Burgfreunden"
organisierte "Ritterspektakel Burg Weißenstein"
statt, bei dem die Teilnehmer das damalige Lagerleben, den mittelalterlichen
Markt und die Ritterturniere wieder
aufleben lassen.
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Bevor
wir zur Burgruine Weißenstein aufsteigen, schauen wir
uns die etwas unterhalb gelegene Kapelle
an, die 1817 errichtet wurde...
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und in der man einen kleinen, reich verzierten Barockaltar
findet, auf dessen Altarblatt mehrere schwebende Engel
dem Betrachter ein Bildnis von Maria mit dem Kind entgegenhalten.
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Die Burg Weißenstein wurde um 1150 durch die Grafen von
Bogen errichtet, um den wichtigen Handelsweg von der
Donau nach Böhmen zu sichern. Nach dem Aussterben
der Grafen von Bogen im Jahr 1242 fiel Burg Weißenstein
an den bayerischen Herzog, der sie im Jahr 1308 als
Lehen an den Ritter zu Degenberg gab. Zweiunddreißig
Jahre später ging sie in dessen Eigentum über. 1468
wurde Weißenstein von herzoglichen Truppen im "Böcklerkrieg"
zerstört, weil sich zuvor Hans von Degenberg zusammen
mit anderen Rittern aus dem Bayerischen Wald zum "Böcklerbund"
zusammenschloss, um gegenüber Herzog Albrecht IV. ihre
Eigenständigkeit zu verteidigen und um sich gegen die
Beschneidung ritterlicher Freiheiten zu wehren.
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Im
15. und 16. Jahrhundert baute man Burg Weißenstein
zwar wieder auf, aber schon wenige Jahre nach
der Fertigstellung wurde sie 1633 während des Dreißigjährigen
Krieges durch schwedische Truppen erneut zerstört.
Zwischen
1991 und 1995 wurde die Burgruine gesichert und saniert,
im Folgejahr ging sie in den Besitz der Stadt Regen
über.
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In
der Unterburg von Weißenstein befanden sich früher die
Stallungen, Versorgungsgebäude und der Burggarten.
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Die Oberburg mit dem fünfeckigen, zweigeschossigen Bergfried
und dem viergeschossigen Palas war durch eine Zugbrücke
gesichert.
Leider
ist der Zugang hinauf zur letzten Zuflucht von
Burg Weißenstein verschlossen,
obwohl der Beschilderung nach bei Trockenheit offen
sein sollte. Der Himmel war zwar wolkenverhangen, geregnet
hatte es aber lediglich am Vortag.
Vielleicht trieb
ja vergangene Nacht die "Weiße Frau" in der
Ruine mal wieder ihr Unwesen. Der Sage nach wurde sie
hier lebendig eingemauert, weil sie ihre sieben
Söhne töten lassen wollte. Seitdem soll sie sporadisch
durch die Burgruine Weißenstein
spuken...
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Beunruhigt
hat uns die Sage von der spukenden Weißen Frau nicht, schließlich
waren sowohl das Folterrad...
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als auch die Schandgeige schon seit Jahrzehnten ungenutzt.
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Vielleicht
haben wir bei unserem nächsten Besuch auf Burg Weißenstein
mehr Glück:
Vom Bergfried aus wäre der Ausblick auf Regen sicherlich
noch besser gewesen als von der deutlich tiefer gelegenen
Unterburg.
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