Foto-Reisebericht - Reiseführer - Reise-Info
    
Rom
    
Zur Villa Borghese und zum Monte Pincio

 

 


Hotel Enrica an der Viale Casto Pretorio nahe der Stazione Termini in Rom




Da wir am Vorabend bei Dunkelheit in Rom eingetroffen sind, sehen wir er st am nächsten Morgen, wie schön unser von Palmen umstandenes "Hotel Enrica" an der "Viale Pretorio" gelegen ist.


Ministero Difesa Aeronautica an der Viale Pretoriano in Rom


Das im Übernachtungspreis enthaltene italienische Frühstück (ein Kaffee nach Wahl und ein Croissant) bekommen wir mit einem Gutschein des Hotels in einer kleinen, einem Bistro ähnelnden Bar gleich um die Ecke in der "Viale dell'Università".

An der zum Universitätsgelände führenden Straße steht auch das "Ministero Difesa Aeronautica" mit einem stilisierten Flugzeug auf dem Dach und Resten der Aurelianischen Stadtmauer davor.


Da das italienische Frühstück gerade einmal gegen den ersten Hunger hilft - die Italiener begnügen sich morgens mit einem starken Kaffee, gehen wir zum...


Kopfbahnhof Stazione Centrale Roma Termini im Zentrum von Rom

...nahegelegenen Hauptbahnhof "Stazione Centrale Roma Termini" und kaufen uns im Supermarkt von "Despar" Weißbrot, Salami und Käse als Marschverpflegung für unsere erste Tagestour durch Rom.

Und weil auch in der zweiten September-Hälfte die Tagestemperaturen die 30-Grad-Marke noch regelmäßig überschreiten, nehmen wir auch zwei Liter Mineralwasser mit.


Abfahrbereite Fernzüge im Kpofbahnhof Stazione Cenrtale Rom Termini





Vorbei an den im Kopfbahnhof stehenden, abfahrbereiten Fernzügen...


Rainaldi-Statue für Johannes Paul II auf der Piazza del Cinquecento in Rom







... erreichen wir den belebten Bahnhofsvorplatz mit der "Piazza del Cinquecento" und der beeindruckenden Bronzestatue, die Papst Johannes Paul II. darstellt.

Die über 5 Meter hohe und 4 Tonnen schwere Skulptur wurde von Olivero Rainaldi geschaffen und am 18.5.2011 enthüllt.


Moderne Botschaft von Großbritannien nahe der Porta Pia in Rom

Von hier spazieren wir durch die "Via San Martino della Battaglia" und die "Via Palestro" zur "Via XX. Settembre" mit der modernen, auf Säulen stehenden und von Wasser umgebenen Botschaft von Großbritannien.

Der Straßenname erinnert an den 20. September des Jahres 1870, als Rom dem Italienischen Reich angegliedert und der Papststaat aufgelöst wurde.


Stadtseite der Porta Pia an der Via XX Settembre in Rom




Die Via XX. Settembre führt uns direkt zur "Porta Pia" an der "Piazzale Porta Pia".

Das römische Stadttor wurde von Michelangelo für Papst Pius IV. zwischen 1561 und 1564 geschaffen.


Vor der Feldseite des mächtigen Doppeltores erinnert ein Denkmal daran, dass italienische Truppen unter dem Kommando von General Raffaele Cadorna ganz in der Nähe am 20.09.1870 eine Bresche in die Stadtmauer schossen, ...


Doppeltor Porta Pia mit dem Bersaglieri-Denkmal auf der Piazzale Porta Pia in Rom

... damit Garibaldis Bersaglieris in die Stadt eindringen und die päpstlichen Truppen besiegen konnten.

König Vittorio Emanuele II. gliederte danach den Kirchenstaat dem italienischen Königreich an.


Mächtige Stadtmauer neben der Porta Pia in Rom

Die Stadtmauer "Mura Aureliane" wurde unter Kaiser Aurelius zwischen 270 und 275 n. Chr. errichtet, weil Rom inzwischen weit über die schützende "Servianische Stadtmauer" aus dem 6. vorchristlichen Jahrhundert hinausgewachsen war.

Die Aurelianische Stadtmauer hat gigantische Ausmaße: Sie ist über 20 km lang, 4 Meter breit und zwischen 7 und 12 Metern hoch. Integriert sind knapp 400 massive Wehrtürme.


Da die Stadtmauer im Mittelalter ihre strategische Bedeutung verlor, wurde sie jahrhundertelang als Steinbruch benutzt; deshalb ist sie heute nur noch in Teilen erhalten: Hier im Nordosten von Rom verläuft sie von der Porta Pia aus entlang der "Viale del Policlinico", umrundet das Gelände der einstigen Prätorianer-Kaserne "Castro Pretorio" und erreicht mit einigen Unterbrechungen das Luftverteidigungs-Ministerium gegenüber unseres Hotels.


Denkmal für die Ereignisse des XX. Settembre 1870 am Corso d Italia in Rom






Seitlich der Porat Pia, am "Corso d'Italia" findet man eine Gedenkwand mit der "Colonna della Vittoria a Porta Pia", einer antiken Säule mit der Siegesgöttin Nike. Die griechische Statue aus dem 2. Jahrhundert wurde 1863 auf der Ägäis-Insel Samothraki gefunden und nach Rom geschafft.

Die Colonna della Vittoria a Porta Pia erinnert daran, dass hier am 20. September 1870 genau hier die Bresche für Garibaldis Freiheitskämpfer in die Stadtmauer geschossen worden war.


Nebengebäude der Französischen Botschaft in der Via Piave in Rom





Wir folgen dem Corso d'Italia ein kurzes Stück, biegen an der "Piazza Fiume" in die "Via Piave" ein, passieren die Nebengebäude der Französischen Botschaft...


Geparkte Motorroller in der Via Collina in Rom





... und einige am Straßenrand geparkte Glanzstücke italienischer Motorroller-Fertigung...


Museo Boncompagni Ludovisi nahe der Porta Pia in Rom





... und erreichen durch Via Calabria das "Museo Boncompagni Ludovisi" in der "Via Boncompagni".

Das italienische Kultusministerium übernahm 1995 die von dem römischen Architekten Giovanni Battista Giovenale im eklektischen Stil geplante und Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Villa Ludovisi, um hier ein Museum der dekorativen Künste, Kostüme und Mode des 19. und 20. Jahrhunderts einzurichten, wie es von
Prinzessin Blanceflor Boncompagni-Ludovisi testamentarisch verfügt worden war.


Chiesa di San Patrizio an der Via Boncompagnie in Rom

Schräg gegenüber des Museums steht die vergleichsweise neue "Chiesa di San Patrizio".

Das Gotteshaus wurde nach den Plänen von Aristide Leonori im Renaissancestil entworfen und 1908 fertig gestellt.

Geweiht wurde die Kirche dem Schutzpatron von Irland, dem hl.
St. Patrick, der im 5. Jahrhundert auf der "Grünen Insel" als Missionar und Bischof wirkte. Sie ist im Besitz der irischen Augustiner.


Hauptschiff der Chiesa di San Patrizio an der Via Boncompagnie in Rom




Das Kircheninnere von San Patrizio besteht aus einem Hauptschiff mit einer schönen Kassettendecke, an das zwei schmale, durch Säulen abgetrennte Seitenschiffe...


Altar und Apsis der Chiesa di San Patrizio in Rom






... und eine Apsis grenzen, die mit einem sehenswerten Wandmosaik von Rodolfo Villani aus dem Jahr 1929 verziert ist, das den predigenden St. Patrick darstellt.

Darunter erkennt man die lateinische Inschrift "
UT CHRISTIANI ITA ET ROMANI SITIS".

"Seid Christen und Römer" wird dem irischen Schutzpatron zugeschrieben.

Auf der Empore über dem Eingang stellt ein Großgemälde das Heilige Abendmahl dar.


Fassade des Hotels Westin Excelsior an der Via veneto in Rom








Die Via Boncompagni mündet an dem im Jahr 1906 eröffneten Luxushotel "Westin Excelsior" in die berühmt-berüchtigte Prachtstraße "Via Vittorio Veneto".


Botschaft der USA an der Via Vittorio Veneto in Rom




Die Gebäude auf der gegenüber liegenden Straßenseite gehören zur gut bewachten US-Amerikanischen Botschaft, darunter auch die von Gaetano Koch geplante und 1890 fertiggestellte ehemalige Residenz von Königin Margherita.


Einstige Glamour-Straße Via Vittorio Veneto nahe der US-Amerikanischen Botschaft in Rom

Die Via Veneto war einst Inbegriff des "Dolce Vita", des eleganten, luxuriösen und manchmal auch sündigen römischen Lebens.

Bei einem Umbau der Flaniermeile wurden die Fahrspuren verengt und begrünte Freiflächen mit Straßencafés und -restaurants geschaffen.

Die Via Vittorio Veneto verbindet die "Piazza Barberini" mit dem nördlichen Stadttor "Porta Pinciana", das wegen Bauarbeiten leider total verhangen und nur für Fußgänger passierbar ist.


Eingang zum Giardino Borghese im Norden der Altstadt von Rom




Auf der Feldseite überqueren wir die "Piazza Brasile" und gelangen zum Eingang in den "Giardino Borghese" mit der "Villa Borghese", unser nächstes Ziel.


Denkmal für den Dichter George Gordon Byron im Giardino Borghese in Rom

Biegt man hier in die durch die Parkanlage verlaufende und für den Verkehr gesperrte "Viale del Museo Borghese" ein, dann sieht man man nach wenigen Metern das Denkmal für George Gordon Noel Byron.

Der bekannte englische Dichter Baron Byron von Rochdale wurde 1788 in London geboren und "Lord Byron" genannt. Er veröffentliche schon während seines Studiums in Cambridge erste Gedichte und unternahm in der Folge eine ihn prägende Reise durch Südeuropa.

1816 musste er England verlassen, lebte in der Folge in Venedig, Ravenna und Pisa und besuchte auch mehrfach Rom. Seine
Gedichte lösten - ebenso wie Goethes "Italienische Reise" - einen wahren Rom-Boom aus.

1823 reiste Lord Byron nach Griechenland um dort ein Militärkommando im griechischen Befreiungskampf zu übernehmen, verstarb jedoch am 19. April 1824 an Fieber.


Torso mit einem Kopf in der Hand im Giardino Borghese in Rom









Wir folgen weiter der Viale del Museo Borghese, passieren einen Torso, der einen (seinen eigenen?) Kopf in der Hand trägt...


Villa Borghese im Giardino Borghese nördlich der Altstadt von Rom


... und erreichen schließlich die Villa Borghese.

Der Prachtbau wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts im Auftrag von Kardinal Scipione Caffarelli-Borghese errichtet, einem Neffen von Papst Paul II.

Geplant wurde das damals "Casino Borghese" genannte Lustschloss von Flaminio Ponzio, nach dessen Tod vollendete der niederländische Architekt Jan van Santen den Bau.


Der im Jahr 1550 in Utrecht geborene Hausarchitekt und Gartengestalter der Borgheses lebte ab 1580 in Rom unter dem Namen Giovanni Vasancio.

Bereits im 17. Jahrhundert brachten die Borgheses ihre Kunstsammlung, die damals größte Privatsammlung weltweit, hier unter. 1902 kaufte König Vittorio Emanuele III. die Villa und machte sie der Stadt Rom zum Geschenk.

Heute existiert hier das weltbekannte "Museo e Galleria Borghese", in dem u. a. berühmte Werke von Tizian, Raffael und Bernini ausgestellt sind. Der Zugang zum Museum ist zahlenmäßig sehr begrenzt, Karten sind nur nach Vorbestellung erhältlich. Da wir dies nicht wussten, verschieben wir kartenlos den geplanten Besuch und spazieren...


Verziertes Gartenhaus der Villa Borghese in Rom




... vorbei an der im 18. Jahrhundert erbauten Borghese'schen Voliere und dem gleichalten, mit schönen Ornamenten verzierten Gartenhaus mit einer großen Sonnenuhr, biegen in die "Via del Pupazzi" ein...


Fontana dei Cavallo Marini im Giardino Borghese in Rom

... und kommen zur der wunderschön gestalteten "Fontana dei Cavallo Marini".

Der dreistufige, von maritimen Pferden gestützte Brunnenanlage wurde von dem aus dem Trentino stammenden Maler Christoph Unterberger entworfen und 1791 von Vincenzo Pacetti realisiert. Conrad Ferdinand Meyer widmete dem Wasserspiel dieses Brunnens 1882 eigens ein Gedicht.

Unterberger gestaltete damals für Fürst Marc Antonio Borghese die gesamte Gartenanlage um.


Piazza di Siena mit Casina di Raffaelo im Giardino Borghese in Rom

Wenige Meter weiter in westlicher Richtung erreichen wir die "Piazza di Siena", auf der seit 1926 jedes Jahr das große internationale Reit- und Springturnier "CSIO Piazza di Siena Roma" ausgetragen wird.

Der oval angelegte Platz wurde im Auftrag von Fürst Marcantonio IV. Ende des 18. Jahrhunderts angelegt. Die Namensgebung erinnert an den Stammsitz der Familie Borghese in
Siena, wo auch heute noch der berühmte "Palio" Einheimische und Touristen begeistert.

 


Uhrturm Casino dell Orologio neben der Piazza di Siena im Giardino Borghese in Rom
Seitlich der Rennbahn steht das Gebäude "Casino dell' Orologio" aus dem 17. Jahrhundert. Seinen Namen erhielt das Bauwerk wegen der vier Uhren im Turm, der zudem mit drei Glocken bestückt und mit einem tempelartigen, achtsäuligen Aufsatz gekrönt ist

Früher wurde das Casino mit dem Uhrturm zu Ausstellungen genutzt, die aktuelle Beschilderung am Gebäude deutet darauf hin, dass hier inzwischen Teile der städtischen Verwaltung untergebracht sind.


Tempio di Antonino e Faustina im Giardino di Largo in Rom



Wir folgen nun der neben dem Uhrturm vorbeiführenden "Viale dei Cavallo Marini" und erreichen den "Tempio di Antonino e Faustina", der im Rahmen der Unterbergerschen Umgestaltung 1792 aus antiken Ruinen erschaffen wurde und von zwei Altären mit griechischen Inschriften flankiert wird.

Wir biegen hier in die "Viale Canonica" ein...


Monumento all Alpino vor dem Museo Pietro Canonica im Giardino del Lago in Rom


... in der das "Monumento all' Alpino" an die Leistungen der italienischen Alpini und deren Tragtiere im 1. Weltkrieg erinnert.

Die mit einer Tapferkeitsmedaille geschmückte Bronzestatue schuf der italienische Bildhauer Pietro Canonica im Jahr 1940.


Museo Pietro Canonica im Giardinio del Largo nahe der Villa Borghese in Rom

Das dahinter gelegene "Museo Pietro Canonica" widmet sich dem Lebenswerk dieses Künstlers, dessen Statuen weltweit zu sehen sind, darunter ein Atatürk-Denkmal in Ankara und die Statue von Simon Bolivar in Bogota.

Das einem Fort gleichende Gebäude wurde im 17. Jahrhundert von den Borgheses zur Aufzucht von Straußen, Pfauen und Enten genutzt. 1926 stellte die Stadt Rom das Anwesen Pietro Canonica zur Verfügung, der es als Werkstatt und Atelier nutzte und der hier bis zu seinem Tod am 8. Juni 1959 auch lebte.


Tempio di Esculapio im Giardino del Largo nahe der Villa Borghese in Rom
Entlang der "Viale Canonica" und durch die nach rechts abzweigende "Via del Largo" spazieren wir zu dem 1792 künstlich angelegten kleinen See mit dem "Tempio di Esculapio".

Der von Antonio und Mario Asprucci entworfene Äskulap-Tempel wurde 1786 im Rahmen der Unterberger'schen Umgestaltung des Parks erbaut. Er besteht aus einer Vorhalle, deren vier ionische Säulen einen dreieckigen Giebel tragen. Die griechische Inschrift im Fries widmet den kleinen Tempel Asklepios dem Retter, dessen Statue zwischen den Säulen zu erkennen ist.


Museo Carlo Bilotti im Giardino del Largo nahe der Villa Borghese in Rom





Über das Grün des Parks und vorbei an der "Fonte Gaia" erreicht man das "Museo Carlo Bilotti", das in der ehemaligen Orangerie der Familie Borghese einen recht unscheinbaren Eindruck macht.


Casina del lago im Giardino del Largo nahe der Villa Borghese in Rom


Deutlich interessanter und einladender erscheint uns da das schmucke Gebäude der "Casina del Lago".

Unser Entschluss ist schnell gefasst: Das ist der richtige Ort für eine ausgedehnte Kaffeepause.

Und wir liegen recht mit dieser Entscheidung: Die Bedienung ist schnell, Kaffee und Gebäck sind ausgesprochen lecker und endlich finden wir auch saubere Toiletten...


Gelati-Dreirad an der Piazzale delle Canestre in Rom




Mehrere Kaffees später folgen wir erholt der "Via dell' Aranciera" bis zur "Piazzale delle Canestre", wo wir an einem Gelati-Wagen eine wespenfreie(!) Eis-Pause einlegen.


Liegende Löwen-Skulpturen von der Archi dei Leoni im Giardino del Lago in Rom





Danach biegen wir in die abschüssige "Viale Fiorello la Guardia" ein, betrachten die liegenden Löwen vor dem von Antonio und Luigi Canina zu Beginn des 19. Jahrhunderts geschaffenen dreibogigen "Portico dei Leoni", bevor dann...


Vorderseite des Museo Carlo Bilotti an der Viale Fiorella la Guardia in Rom


... wenige Meter weiter unser erster Eindruck vom Museo Carlo Bilotti korrigiert wird: Wir stehen nun vor dem Haupteingang an der Vorderseite des Museums, wo ein rosafarbener Centaur die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zieht.

Den Kern der Dauerausstellung bilden 23 Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen, die Carlo Bilotti der Stadt Rom schenkte.


Der in Süditalien geborene Parfümindustrie-Manager und Kunstsammler studierte in Neapel, Palermo und New York, lebte zeitweise Paris und pendelte später zwischen Rom, Palm Beach und der Stadt am Hudson River. Er verstarb am 17. November 2006 im Alter von 72 Jahren.

Neben Carlo Bilottis Schenkung sind auch Werke von Giorgio di Chirico, Andy Warhol, Larry Rivers und Giacomo Manzù ausgestellt.


Denkmal für Victor Hugo gegenüber dem Museo Carlo Bilotti in Rom
Schräg gegenüber erinnert ein von Gustav Eberlein entworfenes und von Lucien Pallez im Jahr 1905 geschaffenes Denkmal an Victor Hugo

Der 1802 in Besançon geborene französische Schriftsteller schrieb nicht nur erfolgreiche Romane und Dramen, darunter "Der Glöckner von Nôtre Dame", er verfasste auch mehrere regimekritische Werke, die kurz nach deren Veröffentlichung verboten wurden.

Victor Hugo war auch Ritter der französischen Ehrenlegion und wurde ins parlamentarische Oberhaus berufen. Er lehnte sich in der Folge gegen den Staatsstreich des späteren Napoleon Bonaparte III. auf und wurde deshalb verhaftet und verbannt.

Victor Hugo war auch ein engagierter Verfechter des Urheberrechtes für literarische und künstlerische Werke.

Warum das Denkmal des am 22. Mai 1885 in Paris verstorbenen Schriftstellers hier im Park der Villa Borghese steht, konnten wir allerdings nicht herausfinden.


Fontana Rotonda im Giardino del Lago nahe dem Museo Carlo Bilotti in Rom





In der dahinter liegenden Grünanlage mit der oval angelegten Brunnenanlage "Fontana Rotonda" aus dem Jahr 1620 gönnen wir uns eine kurze Ruhepause, ...


Märtyrer-Büsten auf der Piazzale dei Martiri am Monte Pincio in Rom


... dann beginnen wir den Aufstieg zur "Piazzale dei Martiri" und zum " Monte Pincio".

Auf beiden Seiten der Piazzale sind die Büsten italienischer Märtyrer, Patrioten und Widerstandskämpfer aufgereiht, darunter Nazario Sauro, Cesare Battisti und Francesco Rismondo.


Kinder-Karussell auf dem Monte Pincio über Rom


Hier oben auf dem Monte Pincio gibt es in der "Viale dei Bambini" einige Karussells, Spielzeug- und Süßigkeitsstände für die Kleinen, in der angrenzenden Grünanlage sind für die Erwachsenen die Büsten herausragender Persönlichkeiten der vergangenen Jahrhunderte aufgestellt.

Die Piazzale dei Martiri geht hier...


Obelisk auf dem Monte Pincio über Rom



... in die schnurgerade "Viale dell' Obelisco" über, die uns zum "Obelisco del Pincio" führt, der auch "Obelisk des Antinous" genannt wird.

Das mit dem Sockel knapp 18 Meter hohe Monument stammt aus Ägypten. Seine Beschriftung lässt Historiker vermuten, dass der Obelisk im 2. Jh. n. Chr. am Grab des Antinous errichtet wurde.

Im 17. Jahrhundert wurde er in den Hof des Palazzo Barberini umgesetzt, im September 1822 stellte man ihn im Rahmen der von Papst Pius VII. beauftragten Neugestaltung des Pincio durch Giuseppe Valadier hier oben auf.


Terrazza del Pincio neben der Piazzale Napoleone I auf dem Monte Pincio über Rom





Vom Obelisk aus sind es nur wenige Meter bis zur "Piazzale Napoleone I" mit der vorgelagerten "Terrazza del Pincio"...



... von der wir einen herrlichen Blick auf die Dächer von Rom bis hinüber zur Kuppel des Petersdoms...

Blick von der Terrazza del Pincio auf die Piazza del Popolo bis hinüber zum Vatikan

... und auf die unter uns liegende Piazza del Popolo haben.

Wir genießen dieses einmalige Panorama ausgiebig.



Hier geht es weiter:
Zur Piazza del Popolo und zur Spanischen Treppe


Hier finden Sie weitere Infos:
Museo Boncompagni Ludovisi
Museo e Galleria Borghese

CSIO Piazza di Siena Roma

Museo Pietro Canonica

Museo Carlo Bilotti











Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn: Nichts ist besser als das Original.



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Seite erstellt: 24.06.2012