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Rom
    
Vom Lateran zum Colosseo und zu den Caracalla-Thermen

 


Säulenverzierte Fassade der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom


Die weitläufige "Piazza Porta San Giovanni" wird beherrscht von der Kirche "San Giovanni in Laterano", der ranghöchsten Patriarchalbasilika der katholischen Christenheit - sie rangiert noch vor dem Petersdom.

Nachdem Kaiser Konstantin I. mit dem Edikt von Mailand des Jahres 313 die christliche Religion den anderen Glaubensrichtungen im Reich gleichgestellt hatte, war es den lange Zeit verfolgten Jüngern Jesu erstmals möglich, öffentliche Andachtsstätten zu bauen.


Der Kaiser stiftete sowohl den Baugrund als eine erste, "Lateran" genannte Basilika, deren Name auf das angesehene Senatorengeschlecht der "Laterani" zurückgeht, die vorherigen Besitzer der Liegenschaft.

Das ursprüngliche Gotteshaus wurde 897 durch ein Erdbeben zerstört. Es wurde durch einen Nachfolgebau ersetzt, der 905 geweiht werden konnte. Die fünfschiffige Basilika musste in der Folge wegen Beschädigungen mehrfach umgebaut werden: 1308 wütete ein Großbrand, 1343 verzeichnete man schwere Sturmschäden, 1349 folgten schwere Erdbebenschäden und 1413 ein erneutes Großfeuer. Ihr heutiges barockes Aussehen erhielt die während dem Avignoner Exil der Päpste baufällig gewordene Basilika durch die von Francesco Borromino geplante und geleitete Instandsetzung und Renovierung im 17. Jahrhundert.

Die Fassade mit den sieben Meter hohen Statuen von Christus und den Kirchenlehrern wurde 1733 bis 1735 nach den Plänen des Architekten Alessandro Galilei, ein entfernter Verwandter des großen Galileo, vorgesetzt.


Papst-Insignien an der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom


Die "Domkirche Roms" fungierte seit dem 4. Jahrhundert als Papstkirche.

An der Fassade findet man den auch heute noch gültigen Spruch "Omnium urbis et orbis ecclesiarum mater et caput" - "Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises".


Statue von Konstantin dem Großen in der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom





Im Portikus von San Giovanni in Laterano erinnert eine Statue an Kaiser Konstantin d. Großen.

Bis in das 6. Jahrhundert hinein wurde die ursprünglich dem Erlöser geweihte "Basilica San Salvatoris" zu Ehren dieses glaubenstoleranten und spendablen Kaisers auch "Constantiniana" genannt.

Ende des 9. Jahrhunderts widmete man die Basilika um und weihte sie den Heiligen Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten.


Bronzetür der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom









Die einzigartigen, riesigen Bronzetüren, ...


Heilige Tür Porta Santa der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom








... darunter auch die nur im Heiligen Jahr offene heilige Tür "Porta Sancta", führen vom Portikus aus in das Kircheninnere von San Giovanni in Laterano.

Sie stammen aus der alten Curia des Foro Romano.


Hauptschiff der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom


Im weiten Hauptschiff von San Giovanni in Laterano findet man die Großstatuen der 12 Apostel, die von französischen Bildhauern im 18. Jahrhundert geschaffen wurden. Oberhalb der Nischen zeigen filigrane Stuckreliefs aus der Mitte des 17. Jahrhunderts Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.

Die vergoldete Kassettendecke stammt aus dem 16. Jahrhundert, der schöne Cosmatenfußboden ist etwa hundert Jahre älter.


Hauptschiff und Altarbereich der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom




Das Kircheninnere wird vom Altar und dem von Giovanni di Stefano im Jahr 1367 fertiggestellten Tabernakel dominiert, ...


Ziborium und Altar im Hauptschiff der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom








... hinter dessen vergoldeten Gittern die Schädel der Apostel Petrus und Paulus aufbewahrt werden.

Sehr sehenswert sind auch hier die Deckenverzierungen, die farbenfrohen Apsismosaike von Jacopo Torriti aus dem Jahr 1292, ...


Verzierte Orgel der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom









... das alte Chorgestühl, die mit einem vergoldeten Balkon verzierte Orgel....


Wandgemälde und Grab von Leo XIII im Querschiff der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom





... sowie die Wandgemälde über dem Grab von Papst Leo XIII. im linken Querschiff.


Verschiedenartige Säulen im Kreuzgang der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom



Hier im linken Querschiff des Gotteshauses findet man auch den (gebührenpflichtigen) Eingang zum sehenswerten Kreuzgang aus dem frühen 13. Jahrhundert.

Der normalerweise begrünte Innenhof ist für uns aber nicht zugänglich: Er wird derzeit komplett neu gestaltet und ist mit Staub- und Sichtschutzmatten verhangen.


Grabmal von Riccardo Annibaldi im Kreuzgang der Basilika San Giovanni in Laterano in Rom




Das wohl herausragende Ausstellungsstück im Kreuzgang ist das von Arnolfo di Cambio in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts geschaffene Grabmal von Kardinal Riccardo Annibaldi, einem Verwandten von Papst Gregor IX.


Obelisk, Lateranspalast und Basilika San Giovanni in Laterano in Rom



Auf der Nordseite von San Giovanni liegt die "Piazza San Giovanni in Laterano" mit dem aus dem Amuntempel im ägyptischen Karnak stammenden Obelisken, dem Lateranpalast und dem Nordportal der Basilika.

Der Lateranpalast war bis zu dem Einzug der Päpste in den Vatikan deren Hauptsitz und er gehört auch heute noch zum Vatikanstaat.


Hier im "Palazzo Apostolico Lateranese" fanden vom 12. bis zum 16. Jahrhundert die fünf Laterankonzile statt und hier wurden 1929 die Lateranverträge unterzeichnet, die den Papst als Souverän des heutigen Vatikan-Stadtstaates bestätigten und durch die der Heilige Stuhl für seine territorialen Verluste finanziell entschädigt wurde.


Ospedale San Giovanni an der Piazza San Giovanni in Laterano in Rom





Die Westseite der Piazza di San Giovanni in Laterano wird durch das ehemalige "Ospedale San Giovanni" begrenzt, an dem vorbei...


Taufkapelle Battisterio di San Giovanni in Laterano in Rom


... wir die Taufkirche "Battisterio di San Giovanni in Fonte" erreichen.

Der achteckige Bau entstand zur Zeit Kaiser Konstantins und wurde zum Vorbild vieler italienischen Baptisterien wie z. B. in Florenz oder Pistoia.

Da das Battisterio und die im 4. Jahrhundert seitlich angebaute Kapelle des hl. Venantius in der Mittagszeit geschlossen sind, ...


Ehemaliges Stadttor Porta Metronio im Süden der Altstadt von Rom



... spazieren wir durch die leicht abschüssige "Via dell' Amba Aradam" zur "Piazza Porta Metronia".

Hier sicherte früher das um 275 n. Chr. als Teil der Aurelianischen Stadtmauer errichtete Stadttor "Porta Metronia" den südwestlichen Zugang Roms.


Verzierter Torbogen der Villa Celimontana an der Via della Navicella in Rom





Durch die zum Hügel Monte Celio hin ansteigende "Via della Navicella" und vorbei an dem im Jahr 1625 erbauten Torbogen zum "Palazzetto Mattei" mit dem "Museo Societa Geografica Italiana"...


Kirche Santa Maria in Domnica an der Via della Navicella in Rom
... erreichen wir am Scheitelpunkt die Kirche "Santa Maria in Dominica" an der "Piazza Celimontana".

Das Gotteshaus wurde im frühen 9. Jahrhundert erbaut und wird wegen des alten Brunnens davor, der ein Schiff darstellt, im Volksmund auch "La Navicella" genannt.

Die Vorhalle von Santa Maria in Dominica wurde im 16. Jahrhundert im Renaissancestil errichtet. Auftraggeber war der aus
Florenz stammende Kardinal Giovanni de Medici, der spätere Papst Leo X.


Rundkirche Santo Stefano Rotondo südöstlich des Kolosseums in Rom




Schräg gegenüber erkennt man zwischen den dicht stehenden Bäumen die Außenmauer der im späten 5. Jahrhundert erstmals geweihten Rundkirche "Santo Stefano Rotondo".


Blick von der Piazza Celimontana durch die Via Claudia zum Colosseo von Rom




Von der auf dem Monte Celio gelegenen Piazza Celimontana sehen wir am Ende der "Via Claudia" dann das noch ferne "Colosseo", unser nächstes Etappenziel.


Arco di Dolabella seitlich der Piazza Celimontana in Rom








Wir folgen also der abschüssigen Via Claudia, schauen uns an der Einmündung der "Via San Paolo della Croce" den im 10. Jahrhundert als Ergänzung der ersten, unter König Servius Tullius errichteten Servianischen Stadtmauer erbauten Torbogen "Arco di Dolabella" an, ...


Weitläufiger Platz Largo della Sanita Militare südöstlich des Colosseo in Rom





... passieren den weitläufigen Platz "Largo della Sanita Militare" mit dem angrenzenden Militärhospital...


Blick aus der Via Claudia auf das Kolosseum in Rom

... und erreichen am Ende der Via Claudia das "Colosseo".

Mit dem Bau des riesigen antiken Amphitheaters wurde im Jahr 72 n. Chr. unter Kaiser Vespasianus begonnen, fertiggestellt wurde der Monumentalbau von dessen Sohn Titus nach einer nur achtjährigen Bauzeit.

Das "Amphitheater der Flavier" wurde im Jahr 80 n Chr. mit einem hundert Tage dauernden Fest eingeweiht, in dessen Verlauf den Schilderungen von Lucius Cassius Dio Cocceianus zufolge mehr als neuntausend wilde Tiere getötet wurden.


Als das antike Rom nach den Überfällen der Langobarden, Sarazenen und Normannen ausgeplündert und fast völlig zerstört war, ließ man auch das Colosseo verfallen und nutzte es bis in das 18. Jahrhundert hinein als riesigen Steinbruch - Travertinblöcke von hier wurden beispielsweise auch im Petersdom verbaut, bis Papst Benedikt XIV. Mitte des 18. Jahrhunderts weitere Steinentnahmen untersagte und so indirekt den Fortbestand der Welt sicherte. Schließlich laut eine alte, von dem Benediktinermönch Beda Venerabilis aufgezeichnete Prophezeiung: "Solange das Colosseo steht, wird Rom stehen, und wenn das Colosseo fällt, so wird Rom fallen. Wenn aber Rom fällt, geht die Welt unter".


Römische Legionäre vor den riesigen Arkaden des Colosseo


Die vor dem Colosseum patrouillierenden römischen Legionäre sollen eigentlich weitere Steindiebstähle durch souvenierheischende Touristen verhindern.

Die uniformieren Söhne Roms kümmern sich aber vorzugsweise um attraktive Touristinnen und posieren gegen ein kleines Trinkgeld sogar für ein Erinnerungsfoto.


Warteschlange in den Arkaden des Colosseo in Rom


Um das Kolosseums zu besichtigen, müssen die Besucher - zumindest am Nachmittag - viel Geduld mitbringen und sich in die lange Warteschlange innerhalb der Arkaden einreihen.

Wir nutzen die unfreiwillige Wartezeit und schauen uns das Colosseum in Zahlen an: Der ellipsenförmige Bau hat an der engsten Stelle einen Durchmesser von 156 Metern, an der weitesten sind es 188 Meter.

Mit seinen vier Geschossen erreicht es eine Höhe von 49 Metern und vom obersten Mauerkranz aus konnte der gesamte Zuschauerbereich mit Sonnensegeln abgeschattet werden.

Das Amphitheater fasste auf 50 Stufenreihen bis zu 60.000 Zuschauer, die durch 80 nummerierte Zugänge Einlass fanden.

Die vier Haupteingänge waren dem Kaiser, dessen Familie und den Vestalinnen vorbehalten.


Die Ränge waren unterschiedlichen Klassen zugeordnet: Die sieben Sitzreihen des ersten Ranges direkt an der Arena war den Senatoren und Amtsträgern vorgehalten und hier waren auch die kaiserlichen Logen. Darüber befanden sich die Plätze der Ritter und Priester. Die mittleren Ränge standen den Nobili, dem Bürgertum zur Verfügung, darüber befanden sich die aus Holz erstellten Ränge des gemeinen Volkes. Und: Auf den schlechtesten Plätzen ganz oben durften die Frauen den Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen beiwohnen. Stehend!


Zuschauerränge im Colosseo in Rom





In der Antike war der Besuch der Veranstaltungen im Kolosseum frei, heute sind wir nach einer einstündigen Wartezeit froh, am Ticketschalter endlich die Eintrittsgebühr zahlen und dann den Innenraum betreten zu dürfen.



Aber die Wartezeit hat sich allemal gelohnt:

Innenraum des Colosseo in Rom mit ovaler Arena und halbkreisförmigen Zuschauerrängen

Der Blick auf die ovale Arena des Colosseo mit dem halbkreisförmigen Zuschauerraum und den darunterliegenden Versorgungsräumen...



... ist mindestens genauso sehenswert ist der Ausblick vom Colosseo ...

Ausblick vom Colosseo in Rom auf den Monte Palatino und das Forum Romanum

... auf den Konstantinsbogen, den Monte Palatino und das Forum Romanum.


Für Kaiser Konstantin errichtete Triumphbogen Arco di Costantino neben dem Colosseo  in Rom
Auf der Westseite des Colosseo steht der Konstantinsbogen "Arco di Costantino".

Lange Zeit ging man davon aus, dass der Senat von Rom den 21 Meter hohen und 25 Meter breiten Triumphbogen zu Ehren von Kaiser Konstantin nach dessen Sieg über seinen Mitkaiser Maxentius an der Milvischen Brücke in den Jahren 312 bis 315 errichten ließ.

Inzwischen gilt aber als gesichert, dass mit dem Bau des Konstantinbogens bereits unter Kaiser Hadrian begonnen wurde.


Verzierungen am Konstantinsbogen Arco di Costantino in Rom



Der dreibogige Arco di Costantino ist der größte erhaltene römische Triumphbogen.

Die teilweise gut erhaltenen Reliefs zeigen neben römischen Gottheiten auch Jagd-. und Kriegsszenen.


Gladiatorenschule Ludus Magnus an der Via Labicana nahe dem Colosseo in Rom

Wir verlassen die Piazza del Colosseo und überqueren die "Via Labicana".

Hier existieren die Überreste der Gladiatorenschule "Ludus Magnus", der größten der vier heute bekannten römischen Schulen für Gladiatoren, die durch einen unterirdischen Gang direkt mit dem Colosseum verbunden war.

Zwischen den Resten der um 90 n. Chr. unter Kaiser Domitian errichteten Mauern wird interessierten Besuchern die Ausbildung der Gladiatoren, deren Bewaffnung und Kampftechnik näher gebracht.


Kirche San Pietro in Vincoli an der gleichnamigen Piazza in Rom


Durch die "Via delle Terme di Tito" und die "Viale del Monte Oppio" erreichen wir die "Piazza San Pietro in Vincoli" mit der gleichnamigen Kirche.

Das dem heiligen Petrus geweihte Gotteshaus wurde im 15. Jahrhundert über einem Vorgängerbau nach den Plänen der Baumeister Giuliano da Sangallo und Baccio Pontelli errichtet, letzterem wird auch der vorgelagerte Portikus zugeschrieben.


Hauptschiff der Kirche San Pietro in Vincoli in Rom





Die weiträumige, dreischiffige Kirche ist eine Augustiner-Konventskirche im Rang einer Basilica Minor.


Confessio, Altar und Apsis der Basilika San Pietro in Vincoli in Rom









Besondere Sehenswürdigkeiten sind der Hochaltar und die dahinter liegende Apsis mit wunderschönen Deckengemälden ...


Ketten-Reliquien in der Confessio der Basilika San Pietro in Vincoli in Rom

... und die Reliquien in der Confessio darunter, die San Pietro den Beinamen "in Vincoli" gaben - in Ketten.

Der goldene Schrein enthält die Ketten, mit denen Petrus in Jerusalem im Marmertinischen Keller angekettet war und die der Patriarch von Jerusalem der Kaiserin Eudoxia, Gemahlin von Kaiser Valentinianus III., schenkte. San Pietro in Vincoli wird deshalb auch "Basilica Eudossia" genannt.


Grab von Nicolaus von Trier in der Kirche San Pietro in Vincoli in Rom





Im linken Seitenschiff von San Pietro in Vincoli findet man das Grab von "Nicolaus D'Cusa Treveren".

Nikolaus Cusanus aus Kues an der Mosel war ein bedeutender Philosoph und Theologe, wurde Kardinal, Fürstbischof von Brixen und Generalvikar in Rom.

Er verstarb am 11. August 1464 nahe Ancona. Sein Leichnam wurde nach Rom überführt und hier ebenso beigesetzt...


Grabmal der Florentiner Bildhauer Antonio und Piero Pullarius in der Kirche San Pietro in Vincoli in Rom









... wie die Florentiner Maler- und Bildhauer-Brüder Antonio und Piero Pollaiuolo (1432-1498 und 1443-1496).


Grabmal von Papst Julius II mit Moses-Statue von Michelangelo in der Kirche San Pietro in Vincoli in Rom






Das herausragendste Kunstwerk der Kirche San Pietro in Vincoli ist sicherlich das von Michelangelo von 1513 bis 1516 geschaffene Grabmal für Papst Julius II.

In der Mitte ist der sitzende Moses dargestellt, links und rechts von ihm stehen Rahel und Lea, die Frauen des Stammvaters Jakob.

Das Grabmal war ursprünglich wesentlich größer und für die Peterskirche im Vatikan geplant.


Zirkus Maximus Circo Massimo vor den Resten der Terme di Severiane in Rom


Nach unserem Besuch von San Pietro in Vincoli spazieren wir zurück zur Piazza Colosseo und nehmen die nächste Metro der Linie B Richtung Ostiense, die wir an der Station "Circo Massimo" verlassen.

Die Anlage des zwischen den Hügeln Aventin und Palatin gelegenen und überwiegend für Wagenrennen genutzten Zirkus Maximus geht auf die Zeit der etruskischen Könige zurück, erstmals erwähnt wurde der Circo Massimo im Jahr 330 v. Chr.


Der Zirkus hatte mit einer Länge von mehr als 600 Metern gigantische Ausmaße. Zur Zeit des Kaisers Augustus fanden hier 150.000 Zuschauer Platz, Kaiser Trajan ließ das Fassungsvermögen auf 250.000 Plätze erhöhen.

Im Vordergrund steht der mittelalterliche "Torre di Molette", im Hintergrund erkennt man die Reste der Thermen des Septimius Severus auf dem Palatino.


Porta Capena zwischen dem Zirkus Maximus und den Caracalla-Thermen in Rom






Am nahe gelegenen Servianischen Stadttor "Porta Capena" vorbei...



... erreichen wir schließlich...

Vorderfront der Terme di Caracalla nahe der Piazzale Numa Pompilio in Rom

... die Ruinen der "Terme di Caracalla" an der "Viale delle Terme di Caracalla".


Innenansicht der Caracalla-Thermen in Rom



Mit dem Bau der Caracallathermen wurde unter Kaiser Septimius Severus im Jahr 206 begonnen, eingeweiht wurde die weitläufige, 33.000 m² große Bäderanlage von Kaiser Caracalla im Jahr 217.

Die Fertigstellung zog sich jedoch noch mehr als ein halbes Jahrzehnt hin.


Ruine der Caracalla-Therme in Rom








In den hohen Hallen der Caracalla-Thermen konnten sich 1.600 Badegäste gleichzeitig erholen.

Eine Eintrittsgebühr wurde nicht erhoben, die kostspielige Unterhaltung der Thermen erfolgte mit Steuergeldern.


Maritimes Wandmosaik der Caracalla-Therme in Rom




Von der einstigen Pracht der Warm- und Kaltbäder, der Säulenhallen, Schwitzbäder und Exedren sind lediglich einige wenige Boden- und Wandmosaiken erhalten.



Die Therme des Caracalla war nicht nur eine luxuriöse Badeanlage, ...

Weitläufige Freifläche der Terme di Caracalla in Rom

... hier gab es auch Liegewiesen, Sportanlagen, Spielhallen, Vortragssäle, Lokale und Geschäfte.
Gebadet wurde hier früher übrigens textilfrei.

Heutzutage kann man in der Ruine während der Sommermonate Konzert- und Opernabende genießen.
Bekleidet! 



Hier geht es weiter:
Zu den Kaiserforen, zum Kapitol und zum Teatro di Marcello



Hier finden Sie weitere Infos:
Arcibasilica Papale San Giovanni in Laterano

Museo Societa Geografica Italiana
Gladiatorenschule Ludus Magnus

Circo Massimo

Teatro dell'Opera - Terme di Caracalla











Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn: Nichts ist besser als das Original.



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Seite erstellt: 04.04.2012