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Rom
    
Vom Tempel der Vesta zum Campo dei Fiori und zur Area Sacra

 

 


Thermen des Septimus Severuns auf dem Palatino und Circus Maximus in Rom


Vom Aventin kommend erreichen wir den "Circo Massimo" an seiner Westseite. Die Ostseite sahen wir schon auf unserem Weg zu den
Caracalla-Thermen.

Das in der Senke zwischen den Hügeln Aventin und Palatin liegende Oval wurde überwiegend für Wagenrennen genutzt und bereits 330 v. Chr. erstmals erwähnt.


Die beiden Geraden des über 500 Meter langen und mehr als 100 Meter breiten Circus Maximus waren durch einen heute noch sichtbaren Wall voneinander getrennt, den Wendepunkt kennzeichneten zwei Steinmale, die von den Gespannen umrundet werden mussten.

Die schräg ansteigenden Ränge hatten ein Fassungsvermögen von über 20.000 Zuschauern. Der Circo Massimo war die größte Vergnügungsanlage Roms. Im Hintergrund erkennt man die Mauern, Bogen und Gewölbe der Thermen des Septimus Severus auf dem Palatino.


Vesta-Tempel auf dem Forum Boarium in Rom



Wir folgen der "Via del Circo Massimo" zum Forum Boarium, dem am Tiber gelegenen einstigen Rindermarkt.

Der "
Tempio di Ercole Vincitore" oder auch "Tempio di Ercole Oleario" - Tempel des Hercules Victor bzw. Tempel des Hercules Olivarius - neben dem Tritonen-Barockbrunnen wurde lange Zeit der Göttin Vesta zugeschrieben.


Den korrekten Namen des von Skopas dem Jüngeren um 270 n. Chr. geschaffenen Rundtempels fand Graf Philippe-Camille de Touron-Simiane heraus, Napoleons Präfekt des Départements Tiber/Rom. Eine Inschrift belegt, dass der Rundtempel dem Schutzpatron der Ölhändler geweiht war und dass ihn ein Marcus Octavius Herenus in Auftrag gegeben hatte.

Der sehenswerte Monopteros hat einen Durchmesser von knapp 15 Metern und wird von einem Ring von zwanzig korinthischen Säulen getragen, die über 10 Meter hoch sind. Zugänglich ist der Tempel für uns nicht, da der Platz wegen Umgestaltungsarbeiten gesperrt ist.


Kirche Santa Maria in Cosmedin am Forum Boarium in Rom






Auf der gegenüberliegenden Seite der "Piazza della Bocca della Verita" ragt der im frühen 12. Jahrhundert errichtete Turm der Kirche "Santa Maria in Cosmedin" mit seinen sechs Arkaden-Stockwerken in die Höhe.

Er gilt zwar als der schönste Campanile Roms, die Menschenschlange vor dem Gotteshaus bildet sich aber...


Mund der Wahrheit Bocca della Verita an der Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom





... wegen der Tritonenmaske "Bocca della Verità" in der um 1200 erbauten Kirchenvorhalle, der alle ihre Hand in den geöffneten Mund stecken wollen.

Laut einer Legende soll das steinerne Gesicht einer alten Flussgottheit Schwindler und Lügner entlarven und ihnen gnadenlos die Hand abbeißen.

Die Schlange stehende Menge scheint jedenfalls an diese Legende zu glauben. Gleich ob Asiaten, Europäer oder Amerikaner, wir sehen niemanden, der seine Hand da wirklich hineinsteckt - alle belassen es mit einem Auflegen der Finger auf die steinernen Lippen.


Hauptschiff der Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom




Santa Maria in Cosmedin wurde im 6. Jahrhundert errichtet und im 8. Jahrhundert umgebaut und um die Apsis und die Seitenschiffe erweitert.

Die Kirche wurde "Santa Maria in Schola Greca" genannt, weil sich nach dem Bildersturm im Osten viele Griechen hierher flüchteten und sich so ein griechisches Stadtviertel entwickelte, dessen Schule hier angrenzte.


Beim Sturm der Normannen im Jahr 1084 wurde das Gotteshaus stark beschädigt, weshalb zwischen 1118 und 1124 umfangreiche Ausbesserungs- und Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden. In dieser Zeit erhielt es auch - wohl wegen seiner prachtvollen Ausstattung - den Beinamen "di cosmidion".

Zwar wurde Santa Maria in Cosmedin im 18. Jahrhundert während einer Renovierung stark barockisiert, 1899 wurden die barocken Verzierungen jedoch von Giovanni Battista Giovenale wieder entfernt und das Kircheninnere re-romanisiert.

Heute gehört Santa Maria in Cosmedin der Melkitisch-Griechisch-Katholischen Kirche und hat den Rang einer Basilica Minor.


Altar Ambo und Ziborium in der Kirche Santa Maria in Cosmedin









Sehenswert sind neben dem schönen Cosmaten-Fußboden auch die den Sängern vorbehaltene Schola Cantorum aus Marmor, der Altar und das von Deodato di Cosma im Jahr 1234 geschaffene Ziborium, ...


Reliquie des heiligen San Valentino in der Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom









... die hier aufbewahrte Reliquie des heiligen
San Valentino, dessen Gedenktag wir jedes Jahr am 14. Februar, dem Valentinstag feiern, ...


Kapelle mit Wandmalereien in der Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom








... und die Kapelle mit wunderschönen Wandmalereien biblischer Motive.

Schwer zu erkennen sind die aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammenden Freskenzyklen des Propheten Daniel und Karls des Großen unterhalb der Fenster im Hauptschiff.


Krypta unter dem Altar der Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom









Die Krypta von Santa Maria in Cosmedin ist ebenso zugänglich...


Mosaik in der Sakristei der Kirche Santa Mariain Cosmedin in Rom





... wie die Sakristei, in der sakrale Souvenirs zum Kauf angeboten werden, in der aber auch eine antike Marien-Ikone aus dem Jahr 706 zu sehen ist.


Bogen des Janus Quadrifon auf dem Foro Boario in Rom

Etwas zurückgesetzt steht seitlich der Kirche der "Arco di Giano", auch Bogen des Janus Quadrifons genannt, aus der Zeit um 340 nach Christus.

Es ist bis heute unklar, ob es sich um einen vierseitigen Triumphbogen zu Ehren des großen Kaisers Konstantins handelt oder ob das einem Triumphbogen ähnliche Bauwerk lediglich die aufwändige Überdachung einer belebten Straßenkreuzung darstellt, unter dem die Händler ihren Geschäften nachgingen.


Sicher ist, dass der Bogen im 4. Jahrhundert aus Ziegelsteinen gemauert und mit Marmorplatten verkleidet wurde. Teile dieser Platten und die ursprünglich in den Nischen vorhandenen Statuen wurden später herausgebrochen und anderweitig verwendet.


Tempio della Fortuna Virile auf dem Forum Boarium in Rom

Auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes befindet sich der viereckige Tempel des Hafengottes Portunus, der oft fälschlicherweise als Fortunatempel "Tempio dei Fortuna Virilis" bezeichnet wird.

Dass der Tempel dem Hafengott geweiht wurde zeigt, dass hier früher der alte Tiber-Hafen lag.

Der Portunas-Tempel ist etwa gleich alt wie der zuvor gesehene Rundtempel des Hercules Victor und stammt ebenfalls aus dem 2. Jahrhundert vor Christus.


Seinen guten Zustand verdankt das Bauwerk nicht nur der gerade laufenden Sanierung, sondern auch der Umwandlung in eine christliche Kirche, die während des Pontifikates durch Papst Johannes VIII. im Jahr 872 der Jungfrau Maria geweiht und seitdem "Chiesa Sanctae Mariae in Secundicerio" genannt wurde. In mittelalterlichen Dokumenten wird sie auch als "Chiesa Sanctae Mariae de gradellis" bezeichnet.


Brunnen mit Steingesichtern auf der Piazza di Campitelli in Rom








Durch die "Via Montanara" erreichen wir die "Piazza di Campitelli" im Zentrum des San Angelo-Viertels.


Eingangsportal der Kirche Santa Maria in Campitelli in Rom
An der schmalen Piazza steht die Kirche "Santa Maria in Portico in Campitelli".

Der Ursprung des Gotteshauses mit seiner von Carlo Rainaldi geschaffenen Travertin-Fassade ist ein Gnadenbild der Jungfrau Maria, das in Zeiten der Pest Wunder gewirkt haben soll und das in der Vorgängerkirche "Santa Maria in Portico" aufbewahrt wurde.

Nachdem sich die Kirchengemeinde im frühen 17. Jahrhundert für einen Kirchenneubau mit angrenzendem Kloster entschieden hatte, begann man 1619 mit den Bauarbeiten, die durch eine erneute Pestwelle für lange Zeit unterbrochen wurden. Kardinal Marco Antonio Franciotti weihte die noch im Bau befindliche Kirche 1648.

Fertiggestellt wurde Santa Maria in Campitelli im Jahr 1667, das Gnadenbild wurde bereits fünf Jahre zuvor mit Zustimmung von Papst Alexander VII. hier untergebracht.

Die Sakristei wurde 1728 ergänzt, der von Michelangelo Specchi entworfene Hochaltar wurde 1737 geweiht.


Hauptschiff der Kirche Santa Maria in Campitelli in Rom







Heute ist Santa Maria in Campitelli eine Ordenskirche der "Cherici Regolari della Madre di Dio", der Regularkleriker der Mutter Gottes. Dieser Orden wurde von Giovanni Leonardi im Jahr 1574 gegründet.

Der Schutzpatron der Apotheker wurde 1541 nahe
Lucca geboren. Seinen Orden erkannt Papst Paul V. im Jahr 1614 offiziell an, Papst Pius XI. sprach den Ordensgründer 1938 heilig.


Grabmal des heiligen Giovanni Leonardi in der Kirche Santa maria in Campitelli in Rom



Außer dem Marien-Gnadenbild in der Rundkapelle sollte man sich auch das Grabmal des hl. Giovanni Leonardi ansehen, der am 9. Oktober 1609 in Rom verstarb und in Santa Maria in Campitelli prunkvoll beigesetzt wurde.

Die Verzierungen des Grabmals und die Fresken der Kapelle schuf der aus Palermo stammende Maler Giacinto Calandrucci.


Via di San Angelo in Pescheria im ehemaligen Fischerviertel von Rom










Durch die "Via di San Angelo in Pescheria" im ehemaligen Fischerviertel...


In der Via del Portico d Ottavia nahe dem Tiber in Rom










... und die "Via del Portico d'Ottavia"...


Tiberufer der Tiberinsel Isola Tiberina in Rom





... erreichen wir das Tiberufer auf Höhe der "Isola Tiberina".


Fahrende Händler auf der  zur Tiber-Insel führenden Brücke Pons Fabricius in Rom

Die Insel im Tiber ist von beiden Ufern aus erreichbar: Hier im Osten quert die unter Konsul Fabricius im Jahr 62 v. Chr. errichtete "Pons Fabricius" einen Flussarm, im Westen die sechzehn Jahre später unter Lucius Cestius geschlagene "Pons Cestius".

Etwas flussabwärts sollen noch Reste der antiken Brücke "Pons Aemilius" existieren - wir haben sie möglicherweise übersehen.


Eine Besichtigung der Insel und der Kirche "San Bartolomeo" verschieben wir aus Zeitgründen auf einen Folgebesuch.


Riesiger neunflammiger Leuchter vor der Synagoge der jüdischen Gemeinde in Rom









Stattdessen spazieren wir entlang des "Lungotevere dei Cenci" bis zur Einmündung der "Via del Tempio", wo uns ein riesiger 9-flammiger Leuchter auffällt.

Er steht auf dem Gelände...


Synagoge der jüdischen Gemeinde in Rom nahe dem Tiberufer

... der Großen Synagoge, die von den Römern "
Tempio Maggiore di Roma" genannt wird.

Mit dem Ende des Kirchenstaates wurde das durch ein Edikt von Papst Paul IV. im Jahr 1555 entstandene jüdische Ghetto aufgelöst und die umgebenden Mauern eingerissen.

Als Ersatz für die alten Ghetto-Synagogen wurde von 1902 bis 1904 nach den Plänen der
Architekten Vincenzo Costa und Osvaldo Armanni die Große Synagoge erbaut.


Im Untergeschoss beherbergt die "Sinagoga" seit 1960 das jüdische Museum "M
useo Ebraico di Roma", das mit seinen Exponaten die über zweitausend Jahre alte Geschichte der Juden in Rom nachzeichnet: Auf der über 600 m² großen Ausstellungsfläche sieht man u. a. römische Silberwaren des 17. und 18. Jahrhunderts, wertvolle Stoffe, kostbare Thorarollen und antike Pergamente, die teilweise aus den fünf alten Ghetto-Synagogen stammen.

Ebenfalls im Untergeschoss befindet sich eine weitere kleine Synagoge, der Spanische Tempel "Tempio spagnolo", der die im Ghetto gelebte Tradition der Katalanischen und Kastilianischen Schule (Scola Catalana und Scola Castigliana) fortführt.


Jüdisches Viertel in der Altstadt von Rom
Eine jüdische Gemeinschaft existierte in Rom schon zur Zeit von Julius Caesar. Die dunkelste Zeit erlebten die römischen Juden sicherlich durch die Nationalsozialisten, die mehr als zweitausend Menschen in die Gaskammern von Auschwitz deportierten.

Heute zählt die jüdische Gemeinde von Rom mehr als fünfzehntausend Gläubige, die überwiegen in dem an die Große Synagoge angrenzenden jüdischen Viertel leben, in dem man auch heute noch - oder wieder (?) - koschere Geschäfte und Restaurants findet und...


Piazza Mattei mit Schildkrötenbrunnen im jüdischen Viertel von Rom









... das bis hinüber zur Piazza Mattei mit dem berühmten Schildkrötenbrunnen reicht.


Schildkrötenbrunnen auf der Piazza Matteio im jüdischen Viertel von Rom

Der von Taddeo Landini aus Florenz von 1581 bis 1584 nach einem Entwurf von Giacomo della Porta geschaffene Schildkrötenbrunnen "Fontana della Tartarughe" zeigt vier Jünglinge, die eine große Brunnenschale tragen.

Die dem Brunnen seinen Namen gebenden Schildkröten auf dem Rand der Schale stammen nicht von  Taddeo Landini, sie wurden im 17. Jahrhundert ergänzt.


Denkmal für Federico Seismit Doda auf der Piazza Benedetto Cairoli in Rom




Die "Via dei Falegnami" führt uns zur "Piazza Benedetto Cairoli" mit dem Denkmal für den italienischen Staatsmann Federico Seismit-Doda.

Frederico Seismit-Doda wurde am 1. Oktober 1825 in Ragusa, dem heutigen Dubrovnik, geboren und wuchs in Venedig auf. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität von Padua arbeitete er als Lektor in Florenz.

Seismit-Doda engagierte sich auch politisch: Er war ab 1865 Abgeordneter der Deputiertenkammer und wurde 1876 zum Generalsekretär des Finanzministeriums ernannt, das er 1878 und 1889 als Finanzminister leitete.


Kirche San Carlo ai Catinari an der Via Arenula in Rom







An der Nordseite der Piazza steht die Kirche "San Carlo ai Catinari", die 1620 dem Kardinal Carlo Borromeo geweiht wurde.

Die Fassade an der Via Giubbonari" wurde von Giovanni Battista Soria geschaffen und vierzehn Jahre später fertig gestellt.


Endstation Kirche: San Barbara ai Librari in Rom


Wir folgen nun der "Via Giubbonari" und hätten beinahe die etwas zurückliegende "Chiesa San Barbara ai Librari" übersehen.

Die zwischen den deutlich höheren Wohnhausfassaden eingeklemmt wirkende kleine Kirche wurde im 10 .Jahrhundert errichtet und der heiligen Barbara geweiht.

Den Beinamen "ai Librari" erhielt sie im frühen 17. Jahrhundert, als Papst Clemens VIII. hier die Universitätsbibliothek errichten ließ.

San Barbara ai Librari wurde 1306 restauriert und 1601 um eine Kapelle erweitert.

Die Barock-Fassade wurde im Rahmen einer Sanierung in 1680 ergänzt. Finanziert wurde sie durch den Buchhändler
Zenobio Masotti.


Ende eines Markttages am Campo de Fiori in Rom




Die Via Giubbonari führt uns zum "Campo de' Fiori".

Der wohl berühmteste Markt Roms wird auch heute noch als Markt genutzt, auf dem Gemüse, Käse, Fleisch und Textilien angeboten werden.

Früher fand man hier den Pferdemarkt.


Statue von Giordano Brunoauf dem Campo de Fiori in der Altstadt von Rom

Der Campo de Fiori diente längere Zeit auch als Hinrichtungsstätte, woran die Statue von Giordano Bruno in der Mitte des Platzes erinnert.

Der Dominikanermönch wurde hier am 17. Februar 1600 bei lebendigem Leibe öffentlich verbrannt, weil er auch nach einer siebenjährigen Einkerkerung in der
Engelsburg die in seiner Schrift "De l'Infinito, Universo e Mondi " vertretene These der Unendlichkeit des Weltalls  ebenso wenig widerrief wie seine Ablehnung Christi als Gottes Sohn.

Die Kirche hat den Schuldspruch der Inquisition und die Hinrichtung Brunos wegen dessen angeblicher Ketzerei lange Zeit für angemessen erachtet, weshalb Papst Leo XIII. auch vehement gegen die Aufstellung des Denkmals protestierte. Im Jahr 1889!

Erst im Jahr 2000 verlautbarte die katholische Kirche, die Hinrichtung von Giordano Bruno sei zu Unrecht erfolgt.


Blumenmarkt am Brunnen auf dem Campo de Fiori in Rom




Am Brunnen auf der Nordseite des Campo de'Fiori bieten die Blumenhändler auch außerhalb der Marktzeiten ihre farbenprächtigen- mediterranen Schnittblumen und Kübelpflanzen an.


Selbstbedienung für Tauben auf dem Campo de Fiori in Rom





Aufgepasst:
In den gut besuchten Straßenrestaurants am Campo de'Fiori gilt nur für Tauben Selbstbedienung!


Häuserzeile an der Piazza Pollarola in Rom






Über die "Piazza Pollarola" und die "Piazza del Teatro di Pompeo"...


Piazza del Teatro di Pompeo in Rom




... spazieren wir zur "Piazza della Cancellaria", an der man das "Leonardo Da Vinci Museum" findet, in dem die "Großen Maschinen" des aus dem toskanischen
Vinci stammenden Universalgenies ausgestellt sind.


Marco Minghetti-Denkmal auf der Piazza di Pantaelo in Rom



Jenseits des "Corso Vittorio Emanuele II" liegt die Piazza di Pantaelo mit dem Denkmal für den am 18. November 1818 in Bologna geborenen Politiker Marco Minghetti.

Im Alter von 29 Jahren wurde er Mitglied des Staatsrates "Consulta di Stato", später bekleidete er die Ämter des Innen- und Finanzminister, 1863 und 1864 sowie von 1873 bis 1876 war er Regierungschef.

Er vertrat einen strengen Sparkurs, um eine Überschuldung des Staates zu vermeiden und setzte gegen den Willen seiner eigenen Partei 1876 einen ausgeglichenen Haushalt durch - was ihn letztlich zu Fall brachte. Zehn Jahre später verstarb Marco Minghetti am 10. Dezember 1886 in Rom.


Museo di Scultura Antica Giovanni Barracco am Corso Vittorio Emanuele in Rom

Wir folgen dem Corso Vittorio Emanuele II. in östlicher Richtung und passieren das "Museo di Scultura Antica Giovanni Barracco".

Das nach dem aus Kalabrien stammenden Baron Giovanni Barracco benannte Museum zeigt jene antiken Skulpturen aus Assyrien, Ägypten, Phönizien, Zypern, Griechenland und Italien, die dieser über Jahrzehnte hinweg gesammelt hatte und 1904 der Stadt Rom schenkte.

Die ältesten Ausstellungsstücke stammen aus Mesopotamien und wurden im siebten Jahrtausend vor Christus geschaffen.


Das Museumsgebäude "Palazzo Farnesina ai Baullari" wurde 1523 erbaut und wird dem florentinischen Architekten Antonio da Sangallo zugeschrieben. Die Ausstellung zog 1948 hierher um, weil das ursprünglich genutzte Gebäude wegen der Verbreiterung des Corso aufgegeben werden musste.



In Sichtweite liegt der verkehrsreiche Platz "Largo di Torre Argentina" und die "Area Sacra"...

Reste der Republikanischen Tempel der Aura Sacra in Rom

... mit vier Republikanischen Tempeln aus dem 3. und 2. Jahrhundert vor Christus.


Der Tempelbezirk aus vorkaiserlicher Zeit liegt mehrere Meter unterhalb des heutigen Straßenniveaus. Er wurde 1926 beim Abriss der alten Wohnhäuser zur Anlage des heutigen Platzes entdeckt und bis 1930 weitgehend ausgegraben. Da man die Bestimmung der Tempel bis heute nicht eindeutig klären konnte, wurden sie zur Unterscheidung mit Buchstaben bezeichnet:

Der auf der rechten, nördlichen Seite gelegene, rechteckige Tempel A mit seinen 15 erhaltenen Säulen war vermutlich der Quellengöttin Giuturna geweiht, der links anschließende Rundtempel B der Glücksgöttin Fortuna huiusce diei. Tempel C links neben dem Rundtempel diente wohl der sabinischen Frühlingsgöttin Feronia.


Grabungsarbeiten an den Republikanischen Tempeln der Area Sacra in Rom




Die Grabungsarbeiten dauern an: Große Teile des dem Schutzpatron der Seeleute Lari Permarini geweihten Tempels D liegen noch unter der "Via Florida".


Jesuitenkirche Il Gesu am Corso Vittorio Emanuele in Rom

Folgt man dem Corso Vittorio Emanuele weiter in östlicher Richtung, dann kommt man zur "Piazza di Gesù" mit der gleichnamigen Jesuitenkirche "Il Gesù", die offiziell "Chiesa SS. Nome di Gesù" heißt.

Das Gotteshaus wurde von den Jesuiten errichtet und ersetzte eine zuvor hier vorhandene kleine Marienkirche.

Die Pläne fertigte der Architekt Giacomo Barozzi da Vignola, die schöne Barockfassade entwarf Giacomo della Porta im Jahr 1573.


Silberstatue in der Jesuitenkirche Il Gesu am Corso Vittorio Emanuele in Rom




Der Jesuitenorden wurde von Ignazius von Loyola als "Gesellschaft Jesu" gegründet und 1540 durch den Papst anerkannt.

Der aus Spanien stammende Ignazius lebte seit dieser Zeit in dem rechts an die Kirche angrenzenden Wohnhaus "Casa Profesa", in dem er auch am 31. Juli 1556 verstarb.

Ignazius von Loyola wurde im linken Querschiff der weitläufigen und prächtig ausgestatteten Hallenkirche in einem monumentalen, von Andrea Pozzo geschaffenen Grabmal beigesetzt. Papst Gregor XV. sprach den Ordensgründer im Jahr 1622 heilig.



Hier geht es weiter:
Vom Teatro dell' Opera zum Palazzo Quirinale und zur Fontana di Trevi


Hier finden Sie weitere Infos:
Kulturzentrum Bocca delle Verita

Museo Ebraico di Roma
Museo di Scultura Antica Giovanni Barracco
Leonardo Da Vinci Museum Rom











Das menschliche Auge sieht mehr als eine Kamera:

Unsere Fotos sollen nur den Appetit anregen.
Deshalb: Hinfahren und selbst ansehen!
Denn: Nichts ist besser als das Original.



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Seite erstellt: 28.11.2011