Foto-Reisebericht
- Reiseführer - Reise-Info Massa
Marittima in der Toscana "Juwel
der Maremma"
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Dieses
städtebauliche Highlight der Toscana liegt ganz im Nordwesten
der Provinz Grosseto und etwas abseits der großen Verkehrs-
und Touristenströme knapp 400 Meter über der Maremma und
dem in Sichtweite liegenden Meer.
Massa
Marittima erreicht man über eine Einbahnstraße,
auf deren rechter Seite, noch außerhalb der Stadt, eine
Reihe von Parkplätzen vorhanden ist. Sie sollten diese
unbedingt nutzen, denn im sehr engen Zentrum werden Sie kaum eine Parkmöglichkeit
finden.
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Im
Mittelalter war die zum Monte Arsenti hin ansteigende, dichtbevölkerte
und wohlhabende Stadt das Zentrum des Kupfer- und Silberabbaus
der Colline Metallifere, bis im 18. Jahrhundert die Malaria
die Stadt erreichte: Nur etwa 400 Einwohner überlebten diese
Epidemie.
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Die
beginnende Industrialisierung des 19. Jahrhunderts ließ
den Kupfer- und Silberbergbau noch einmal aufblühen und
brachte den Einwohnern bis zur Schließung der Minen Ende
der 40er Jahre erneuten Wohlstand.
Inzwischen ist
der Tourismus der wohl wichtigste Wirtschaftsfaktor für
die Stadt und deren Umgebung: In den Sommermonaten trifft
man hier fast nur noch Touristen.
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Zentrum von
Massa Marittima
ist die ansteigende Piazza Garibaldi, die von den wichtigsten
und sehenswertesten Gebäuden der Stadt eingerahmt wird.
Der
auf einem großen Podest erbaute Dom "San Cerbone" aus dem 11. Jahrhundert
mit seinem Campanile und dem angrenzenden Bischofspalast
ist über eine breite, unregelmäßige Treppe erreichbar.
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Den
Giebel tragen neun gotische Säulen, die im 13. Jahrhundert
im Rahmen der Fassadengestaltung ergänzt wurden.
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Auf
dem kleinen Domvorplatz ist eine Gedenkplatte in das
Pflaster eingelassen, die an den Besuch von Mutter Teresa
aus Kalkutta am 27.05.1991 erinnert und an die Ansprache
der Ordensschwester der "Missionarinnen der Nächstenliebe"
an die Bürger der Stadt.
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In
unmittelbarer Nähe des Doms befinden sich der Palazzo del Podestà
aus dem 13. Jahrhundert, ...
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... und der
Palazzo Comunale, der aus zwei Turmhäusern und einem Verbindungstrakt
aus demselben Jahrhundert besteht.
Der älteste Teil
"Torre del Bargello" wurde lange als Gefängnisturm
genutzt.
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Die überwiegend
aus weißgrauem Travertin erstellten Gebäude nahmen über
die
Jahrhunderte witterungsbedingt die für diese Gegend so charakteristische aschgoldene Farbe
an.
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Folgt
man der an der Nordseite der Piazza Garibaldi beginnenden
und steil ansteigenden Treppengasse Via Moncini, passiert
man die wuchtige, die Città Vecchia begrenzende Porta alle Silici aus dem 14. Jahrhundert
und erreicht die Oberstadt Città Nuova.
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Vorbei
am Konvent und der romanisch-gotischen Chiesa di San
Francesco aus dem 13. Jahrhundert...
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und einem hoch in den Himmel ragenden Wehrturm folgen
wir der Via Moncini Richtung Castello.
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Der kühngeschwungene
Arco dei Senesi von 1377 führt zur alten Sieneser Festung.
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Ein
Teil der Fortezza, die man um ca. 1350 um das ältere Castello
Monte Regio herum errichtete, wurde beim Bau des Krankenhauses
als Steinbruch verwendet und vernichtet, was aber den imposanten
Gesamteindruck kaum beeinträchtigt.
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Höchster
Punkt der gegen eine kleine Gebühr zur Unterhaltung
begehbaren Befestigungsanlage ist der Torre
del Candeliere oder auch Torre dell'Orologio aus dem
Jahr 1228...
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mit der alten, 140 Kilogramm schweren, verzierten Glocke,
die im Jahr 1760 eine Vorgängerin von 1413 ersetzte
und deren Schläge seitdem über die Dächer und durch
die Straßen der Stadt schallen - neuerdings von einem
Elektromotor angetrieben.
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Von hier oben
hat man einen tollen Ausblick auf die Dächer der Stadt
und das Umland von Massa Marittima.

Sollten
Sie im Mai (erster Sonntag nach dem 20.) oder im August
(zweiter Sonntag) in der Toscana sein, dürfen Sie sich keinesfalls
die Balestra del Girifalco entgehen lassen, ein Wettstreit
der Stadtteile im Armbrustschießen mit einem Umzug in farbenprächtigen
historischen Kostümen.
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Literaturtipp:
 Baedeker Allianz Reiseführer
Toskana
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