Foto-Reisebericht
- Reiseführer - Reise-Info Pienza in
der Toskana Renaissance-Musterstadt
des Papstes Pius II.
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Wir
erreichen das südöstlich von Siena gelegene Pienza über die
SS2, parken außerhalb der engen Altstadt auf dem Parkplatz am
städtischen Bauhof und betreten die etwas mehr als 2.300 Einwohner
zählende Stadt durch die Porta
al Ciglio.
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 Papst
Pius II., im Jahr 1405 als Enea Silvio Piccolomini in Corsignano
geboren, wurde 1548 zum Papst gewählt. Er zwang den Adel und
die wohlhabenden Händler zu Geldspenden, um seinem Geburtsort
zu nie da gewesenem Glanz zu verhelfen. Pius II. beauftragte
die Baumeister Leon Battista Alberti und Bernardo Gambarelli,
auch Rossellino genannt, auf dem nahen Hügel auf kleinstem Raum
aus Corsignano eine Musterstadt der Renaissance
zu machen. Die Arbeiten begann 1459, und schon drei Jahre später
waren die Baumaßnahmen so weit gediehen, dass die Stadt seinen
Namen erhalten und Bischofssitz werden konnte. Die Fertigstellung
konnte bis zum Tode von Pius II. im Jahr 1464 jedoch nicht
erreicht werden: das Herz der Stadt, die backsteingepflasterte Piazza
Pio II. mit den angrenzenden Bauten war jedoch fertiggestellt.
Da der Platz auf dem Hügel
sehr knapp war, tricksten die beiden Städteplaner: die zentrale
Piazza Pio II wurde trapezförmig angelegt und wirkt so perspektivisch
deutlich größer. Die Fassade des von 1459 bis 1462 erbauten
Duomo Santa Maria Assunta ...
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wurde mit Travertin verkleidet. Im Giebel prangt das Wappen
von Pius II. mit der Tiara, den gekreuzten Schlüsseln Petri
und dem Familienwappen der Piccolomini.
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Durch
das Hauptschiff des dreischiffigen Doms erreicht man die Apsis,
deren Fußboden ein deutliches Gefälle Richtung Mittelfenster
aufweist: bedingt durch den Platzmangel wurde die Apsis mittels
aufwendiger Stützmauern auf stark abfallendem Gelände errichtet,
dessen nachgebender Untergrund bis in die Neuzeit Probleme bereitet.
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In
den Seitenschiffen kann man einige wunderschöne Madonnenbilder
bewundern, darunter die Madonna
in Trono con Bambino von Matteo di Giovanni.
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Rechts
neben dem Duomo steht der dreigeschossige, aus Sandstein und
Travertin erbaute Palazzo
Piccolomini. Der Palast wurde ebenso von Rossellino erschaffen
wie der davor stehende Brunnen aus dem Jahr 1462.
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Gegenüber
des Palazzo
Piccolomini befinden sich Palazzo
Ammannati und Caffe la Posta, an die sich ...
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Palazzo
Pubblico und Palazzo Borgia e Jouffroy anschließen. Der Turm
des im 14. Jahrhundert erbauten Palazzo Pubblico wurde
im 17. Jahrhundert ergänzt, der Palazzo Borgia wurde auf
Geheiß Kardinal Borgias Ende des 15. Jahrhunderts als Bischofspalast
geschaffen.
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Durch
die kurzen Gassen rechts und links des Doms erreicht man die
breite, begehbare Stadtmauer von Pienza, ...
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von der man einen herrlichen Blick auf den Duomo Santa Maria
Assunta ... |
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und auf das Val d'Orcia mit seinen umgebenden Hügelketten hat.
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In
den blumengeschmückten, engen und leicht abschüssigen Straßen
beiderseits der Piazza Pio II. laden viele kleine Geschäfte
zu einem Einkaufsbummel ein. Probieren sollte man auf jeden
Fall ...
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... den originalen Pecorino aus Pienza, einer der besten
Schafskäse in ganz Italien.
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Apropos
leicht abschüssige Straßen: der
Corso Il Rossellino, benannt nach dem großen Baumeister, verbindet
die beiden Tore von Pienza. Um der kleinsten Stadt
der Südtoskana einen Anschein von Größe zu geben, wurde der
Corso mit einer solchen Krümmung angelegt, dass man von keinem
Punkt der Gasse aus beide Tore gleichzeitig sehen kann.
Durch
die Porta
al Prato verlassen wir Pienza - wir werden im Frühjahr sicherlich
auf einen Espresso vor dem Caffe la Posta auf der Piazza Pio
II. wiederkommen.
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