Foto-Reisebericht
- Reiseführer - Reise-Info Populonia in
der Toskana Einzige Hafenstadt der Etrusker
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Hoch über dem Golf von Baratti mit seinem mit Pinien
bewachsener Sandstrand, der mit seiner flachen Uferzone im Sommer
hervorragend zum Baden geeignet ist, erhebt sich eine der alten
Mutterstädte der Etrusker: Populonia. Von hier breiteten
sich die Etrusker über die ganze Toscana bis nach Rom hin aus.
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Unterhalb der Stadt hatten die Etrusker ihren einzigen Hafen,
über den sie das auf Elba abgebaute Erz auf das Festland
brachten, um es hier zu schmelzen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts
war man technisch in der Lage, mit Temperaturen von über 1.500
Grad Celsius aus der zurückgebliebenen Schlacke auch die von
den Etruskern nicht schmelzbaren 60 Prozent Eisenerzanteile
zu gewinnen. Diese Art der Eisengewinnung war sehr kostengünstig.
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So
entdeckte man unter der bis zu 7 Meter hohen Schlacke eine etruskische Totenstadt.
Das Gelände
wurde zu einem sehenswerten archäologischen Park ausgebaut,
in dem auch heute noch Ausgrabungen erfolgen.
Hier kann
man mehrere Hügelgräber wohlhabender etruskischer Familien aus
dem 7. und 6. Jahrhundert vor Christus besichtigen.
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Durch
den regen Seeverkehr kamen auch Händler und Kaufleute aus dem
östlichen und westlichen Mittelmeerraum nach Populonia und brachten
ihre eigenen Bestatungsformen mit. Populonia hatte zu dieser
Zeit mehr als 10.000 Einwohner.
Der Park ist täglich
außer Montags zu besichtigen, die Eintrittspreise sind gestaffelt,
je nachdem welche Parkbereiche man besichtigen möchte. Wir haben
12 Euro pro Person für eine Gesamtbesichtigung bezahlt, die
wir nur empfehlen können...
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denn so kommt man auch in den Bereich der Cava delle Grotte,
in der man die etruskischen Kalksandsteinbrüche und die Kammergräber
Necropoli delle Grotte bestaunen kann.
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Der
archäologische Park bietet mit seiner wunderschönen Lage am
Golf von Baratti aber auch landschaftliche Reize. Von hier sind
es nur wenige Meter bis zum Badestrand, wo man sich nach der
Rundtour zur Abkühlung ins Meer stürzen kann, bevor man nach
Populonia weiterfährt.
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Die Herkunft der Etrusker ist auch heute noch geheimnisvoll. Herodot
schreibt, sie seien aus Kleinasien gekommen, andere schreiben,
sie hätten ihre Kultur an der toscanischen Küste entwickelt
oder seien aus Vorderasien eingewandert. Sicher ist, dass sie
gute Kaufleute und Seefahrer waren - und möglicherweise
auch Piraten.
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Die Hauptstraße des Ortes - fast in voller Länge.
Da wir auch nur eine kleine Seitenstraße gefunden haben,
wurden hier die Füße zur Abwechslung einmal geschont
- verlaufen kann man sich jedenfalls nicht.
Sehenswert sind auch die Kunstgewerbeläden beiderseits
der Hauptstraße.
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Unsere ausgiebigen Recherchen ergaben, dass
die Kirche von Populonia im 14. Jahrhundert erbaut wurde, die davor abgestellte
Kutsche stammt allerdings aus der Neuzeit und wurde möglicherweise
aus Gallien importiert - wie gesagt: die Etrusker waren
eifrige Kaufleute.
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Vom hohen, quadratischen Bergfried der mittelalterlichen Festungsanlage
aus hat man nach einem steilen Treppenaufstieg einen herrlichen Blick über den Golf und seewärts bis hin nach
Elba - gutes Wetter vorrausgesetzt.
Wir hatten hier Pech, es war zwar
weiterhin trocken, aber es waren inzwischen dunkle Wolken aufgezogen,
die Fernsicht war getrübt...
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... dafür bekamen wir im Ort aber Abwechslungsreiches zu sehen:
Es
war der Vorabend des 1. Mai und die Einwohner Populonias zogen
farbenfroh
gekleidet, singend und musizierend durch den kleinen, verträumten
Ort - eine toscanische Art eines "Tanz in den Mai":
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