Foto-Reisebericht
- Reiseführer - Reise-Info Radicondoli in
der Toskana Zentral gelegener Flecken zwischen Pisa, Florenz, Siena
und
der Insel Elba

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 Radicondoli
liegt 510 Meter über dem Meeresspiegel im Herzen der Toscana
in der Colline Metallifere. Dieses Gebirge lieferte bereits
den Etruskern Eisen, Silber und Kupfer. Von hier aus kann man
Siena, Monteriggioni, San Gimignano, Colle Val d'EIsa, die Abteikirche
von San Galgano, Volterra und Massa Marittima in weniger als
einer Autostunde erreichen. Radicondoli ist umgeben
von Weinbergen, Olivenhainen und Wäldern. Mit etwas Glück
findet man hier Wildschweine, Damhirsche oder auch neugierige
Stachelschweine.
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Am höchsten Punkt der Stadt - der außerhalb
liegende, schöne öffentliche Park mit angrenzendem
Friedhof liegt noch etwas höher - befindet sich der Marktplatz
mit der Kirche. Im Stadtzentrum sind viele mittelalterliche, meist gotische
Gebäude zu sehen.
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Heute findet man hier zwei prima Pizzerien, zwei italienische
Cappuccino-Bars, mehrere Lebensmittel- und Spezialitätengeschäfte,
einen Bäcker, einen Metzger, einen Friseur und einen Geldautomaten,
auch letzterer in historischer Umgebung.
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Im Ortszentrum am Marktplatz findet man die katholische
Kirche "Chiesa della Collegiata", die 1586 komplett
rekonstruiert wurde...
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und deren heller Innenraum uns gut gefällt.
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Im Mittelalter war Radicondoli eine blühende
Handwerksmetropole, in der sich bereits um 1300 die Wollhändler
in einem Interessenverband zusammenschlossen.
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Teile des Kastells und der Stadtmauer sind noch
erhalten - hier der Torbogen "Porta Olla" aus Sandstein.
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Traditionell bietet Radicondoli neben dem jeweils
im August im Zeichen von Tanz, Theater, Musik und Poesie stattfindenden
bekannten "Estate a Radicondoli" Theaterfestival auch
wiederkehrende Kunstausstellungen an.
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Toskana
pur: Blumen an alten Tordurchfahrten ...
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... und Blumen an alten, vergitterten Fenstern
umgeben von altem Gemäuer.
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Sehenswertes Altarbild in der alten Taufkirche
"Pieve Vecchia della Madonna", einer romanischen Kirche,
die erst kürzlich renoviert wurde.
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'Erster Mai' oder 'Tag der Arbeit' auf Italienisch: Die Maggiolini
(Maisänger) aus Belforte ziehen farbenfroh gekleidet nach
Radicondoli und bringen Einwohnern und Gästen ein ausgedehntes Ständchen:
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... nachdem die ortsansässigen Musiker bereits in aller Frühe
mit ihrem Spiel Radicondoli aus den Federn holten. Ab 7 Uhr
ziehen sie musizierend von Haus zu Haus
und kosten die von den Bewohnern aufgetischten Speisen und
Getränke. Da sich die Gastgeber dann
ebenfalls dem Zug anschließen, wird dieser immer länger
und die bereitgestellten Getränke immer alkoholischer,
was erstaunlicherweise keinerlei negative Auswirkungen auf das
Musikrepertoire hat.
Das letzte Musikstück verhallte erst
gegen 20 Uhr.
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