Foto-Reisebericht -
Reiseführer - Reise-Info
USA Südstaaten
Graceland von
Elvis Presley in Memphis Tennessee
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Kurz hinter Tupelo werden die Wolken immer
dunkler und irgendwann beginnt es dann kräftig zu regnen. Wir hatten
am Morgen ausnahmsweise keinen Wetterbericht gesehen, dennoch
sind wir überzeugt, dass in Memphis die Sonne wieder
scheinen wird. |
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Am
frühen Vormittag erreichen wir Graceland, das im Süden der Stadt
gelegene Anwesen des King of Rock'n Roll - besser gesagt das
Besucherzentrum. Hier beginnt die totale Vermarktung des einstigen
Superstars Elvis Presley. Für läppische 50 Dollar Eintritt
bringt uns zwei dann ein Shuttle-Bus zur gegenüberliegenden Villa. Lange
Wartenzeiten gibt es heute nicht ...
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bei dem Mistwetter ist das kein Wunder: es kübelt wie aus Eimern,
die Villa ist durch die Regenschauer und Bäume kaum zu entdecken.
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Der
Shuttle-Bus setzt uns direkt vor der Villa ab. Das
obligatorische Foto des Eingangsbereiches wird sofort mit einer
kalten Dusche bestraft.
Elvis kaufte das aus dem
Jahr 1939 stammende Gebäude 1957 und ließ es in der Folge nach seinem
eigenen Geschmack in Graceland umbauen.
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Im
Inneren der Villa haben wir dann jede Menge Zeit. Die elektronischen,
auch deutschsprachigen Guides erklären fast jede Reliquie. Da
wurde erstaunliches zusammengetragen.
Beeindruckend
ist das Esszimmer mit dem Kandelaber aus italienischem Glas
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ebenso wie der Wohnbereich mit dieser riesigen Couch und dem
nicht enden wollenden Couch-Tisch. Hier warteten die Gäste,
bis Elvis ...
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über die
Treppe aus seinen Privaträumen im Obergeschoss herunterkam.
Bis heute sind diese Privaträume
für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Auf dem gesamten
Anwesen gilt übrigens ein absolutes Filmverbot, schließlich
werden im Besucherzentrum ja Videos und DVDs zum Kauf angeboten.
Fotografieren ist erstaunlicherweise erlaubt.
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Im
Keller befindet sich das mit dunklen Stoffen ausgekleidete und
mit Tiffany-Lampen beleuchtete Billard-Zimmer ...
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und das im krassen Gegensatz dazu poppig gestaltete Fernsehzimmer.
Als Elvis erfuhr, dass Präsident Johnson auf drei Kanälen parallel
Nachrichten sehen konnte, wurden hier umgehend drei Fernsehgeräte
installiert. In Verbindung mit den geschickt angeordneten Deckenspiegeln
wird die Anzahl dieser TV-Geräte optisch sogar noch verdoppelt.
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Im
Musikzimmer musizierte Elvis oft mit Freunden. Das soll auch
an seinem Todestages so gewesen sein. Nach einer ausgiebigen
Musiksession zog er sich in den Morgenstunden des 16. August
1977 in seine Privaträume zurück, um dann an einem Herzversagen
zu sterben.
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Im
"Trophy-Room" werden seine vielen Goldenen Schallplatten
gezeigt.
"Heartbreak Hotel" war der erste
Elvis-Titel, der mehr als ein Million mal verkauft wurde, insgesamt
wurden mehr als eine Milliarde Elvis-Platten an die Fans in
aller Welt verkauft.
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Im
"Elvis Presley Automobile Museum" ist neben vielen
Straßenkreuzern und Motorrädern auch der legendäre rosarote
Cadillac Baujahr 1955 zu sehen, das Lieblingsauto seiner Mutter
Gladys, die nie selbst Auto fuhr.
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In
der Nähe des Presley-Automuseums wird auch sein Düsenjet gezeigt,
den er auf den Namen seiner Tochter "Lisa Marie" taufte.
Elvis
kaufte dieses Flugzeug 1975 für 250.000 Dollar.
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Um es seinen
Bedürfnissen anzupassen, ließ er "Flying Graceland"
für 750.000 Dollar umbauen: die Maschine erhielt eine großzügige
Ausstattung incl. goldener Waschbecken und Wasserhähne - gerade
so wie in der Villa.
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Den
für die 50er Jahre typischen nierenförmigen Swimmingpool ließ
Elvis direkt nach dem Kauf von Graceland anlegen, ...
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der naheliegende "Meditation Garden" folgte Jahre
später und war als einsamer Ort zum Nachdenken und Meditieren
gedacht. Das Wetter passte zur schwermütigen Stimmung
dieses Gartens der Besinnung, denn hier flossen bei einigen
Besucherinnen auch reichlich Tränen ...
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ruht hier doch der unsterbliche King of Rock'n Roll.
Sein
Vater Vernon bettete im Oktober 1977 die sterblichen Überreste
von Elvis und seiner Mutter Gladys hier zur letzten Ruhe. Vernon
Presley selbst fand 1979 zwischen seinem Sohn und seiner Frau die letzte
Ruhe, Großmutter Minnie Mae wurde ein Jahr später neben
Elvis beigesetzt.
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Eines
allerdings machte uns doch sehr nachdenklich: die postume Darstellung
des Lebens dieses Elvis Aaron Presley: der Besucher erfährt
nichts davon, wie sehr die Einsamkeit und die Trennung von Priscilla
und Lisa Marie an
ihm zehrte und wie stark er unter intensivem Alkohol- und Drogenkonsum
litt, bis er am 16. August
1977 an den Folgen einer Medikamentenvergiftung starb.
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Während unserer Graceland-Tour erfahren
wir auch, dass die außergewöhnlich starken Regenfälle durch
einen Richtung Memphis ziehenden Tornado verursacht werden und
dies erst den Anfang schwerer Niederschläge darstelle. Memphis
im strömenden Regen? Nein, darauf haben wir absolut keine Lust.
Wir entscheiden uns, direkt nach Nashville weiterzufahren, auch
wenn wir einmal mehr bei Dunkelheit ein passendes Hotel suchen müssen.
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