Stubaier Alpen (31)



    Adolf-Pichler-Hütte

    1960 m mit dem Talort Grinzens.


    Die Adolf-Pichler-Hütte gehörte dem Akademischen Alpenklub Innsbruck, nicht im OeAV. Sie liegt im Senderstal westlich der Kalkkögel.


    Benannt wurde sie nach dem Geologen und Dichter Adolf Pichler (1819-1900), dem Sohn eines Zollbeamten aus Erl. Pichler war in allen Tälern Tirols zu Hause. Er besuchte das Gymnasium in Innsbruck, studierte dann Jus und Naturwissenschaften in Wien. In dieser Zeit verkehrte er mit Grillparzer, Hebbel und Stifter. 1848 machte er sein Doktorat und war anschließend jahrelang als Gymnasialprofessor an Höheren Schulen in Innsbruck. 1867 bekam er den Lehrstuhl für Geologie und Mineralogie an der Universität Innsbruck. Pichler schrieb eine ganze Anzahl von Büchern, u.a. "Aus den Tiroler Bergen". Sein Grunderlebnis war die Natur. Seine Bedeutung als Naturwissenschaftler war vielleicht noch größer als die des Literaten. Der Dichterkollege Rosegger nannte ihn den "Steinklopfer von Tirol". Zu den Entdeckungen Pichlers gehört u.a. das Vorkommen des Skorpion in Nordtirol, weiter die Tischhofer-Höhle bei Kufstein. Adolf Pichler war die beherrschende Erscheinung des Tiroler Geisteslebens im 19. Jahrhundert.
     

Adolf-Pichler-Hütte in den Stubaier Alpen mit dem Talort Grinzens


    Im Jahre 1910 wurde das von Emil Klotz geschaffene Adolf-Pichler-Denkmal auf dem nach ihm benannten Platz in Innsbruck aufgestellt. Die Hütte, ein Heimdomizil für Kletterer in den Kalkkögeln, wurde 1903 begonnen und ein Jahr später der Benutzung zugeführt. Schon 1907 wurde eine Vergrößerung notwendig. Ende der Fünfzigerjahre trat infolge der Nachkriegsprosperität wieder eine Frequenzsteigerung beim Hüttenbesuch und den Nächtigungen ein, so daß man einen weiteren Zubau errichten mußte. Dies geschah in den Jahren von 1961-1966. Der AAKI verkaufte vor einiger Zeit das Bauwerk, das sich jetzt in privater Hand befindet.


    Von dieser Hütte können alle Gipfel der Kalkkögel begangen werden. Am leichtesten ist wohl der höchste Gipfel zu erreichen, die 2804 m hohe Schlicker Seespitze.


Weitere Infos:
http://www.adolf-pichler-huette.at




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