Wienerwald (24)



    Anninger-Schutzhaus
    625 m, mit dem Talort Gumpoldskirchen.


    Der Zugang erfolgt über den Kalenderweg. Das Schutzhaus liegt am Anninger, unweit des Vierjochkogels. Eigentümer ist der Verein der Naturfreunde in Mödling von 1877. Dieser Verein hat mit dem von Rohrauer, Dr. Renner u.a. 1895 gegründeten TVN nichts zu tun. Er ist somit 18 Jahre älter.


    Der Mödlinger Verein konnte bereits 1878 die Wilhelmswarte auf dem Anninger-Gipfel und die Sophienwarte auf dem Eschenkogel erstellen. Neben diesen Aussichtstürmen wurde beim Buchenbrunnen am 29.9.1878 das erste Anninger-Schutzhaus eröffnet. Nach Durchführung mehrerer Vergrößerungen des Hauses wurde es ab 8.5.1896 ganzjährig bewirtschaftet. Am 30. Oktober 1910 brannte das Anninger-Haus bis auf seine Grundmauern nieder.

    Was in 30 Jahren mit großem Fleiß, Liebe und Idealismus geschaffen wurde, zerbarst in einem Flammenmeer. Man hatte jedoch den Mut zum Neubeginn. Der Betrag aus der Brandschadenversicherung reichte für einen Neubau nicht aus. Es wurde um Spenden gebeten, auch Darlehen mußte man aufnehmen. Es kam zu einem Architektenwettbewerb, hierbei gingen 36 Entwürfe ein. Der mit dem 1. Preis bedachte Entwurf von den Architekten Knecht und Dittel aus Wien wurde zur Ausführung angenommen. Am 20 Juli 1912 war die feierliche Hauseinweihung.
     

Anningerschutzhausim Wienerwald mit dem Talort Gumpoldskirchen


    Nach dem letzten Weltkrieg brannte das Anninger-Schutzhaus erneut ab. 1953 konnte man im Untergeschoß in bescheidener Weise einen Notbetrieb aufnehmen. 1959 wurde mit der Wiederherstellung von zwei Gasträumen, Küche, Kühlraum, Vorraum und Toiletten begonnen, im darauffolgenden Jahr wurde es wieder in einfacher Form der Öffentlichkeit übergeben. Schließlich wurde das Haus in drei Jahresabschnitten ab 1980 grundlegend saniert. Geldgeber waren u.a. die umliegenden Gemeinden und das Land Niederösterreich.


Weitere Infos:
http://www.anningerhaus.at










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