Dolomiten (52)



    Baita Segantini
    2170 m, am Passo Costazza, östlich vom 1890 m hohen Rollepaß mit den Talorten S. Martino di Castrozza bzw. Paneveggio.


    Das private Schutzhaus, von Alfredo Palusetti erbaut, wurde benannt nach dem italienischen Maler Giovanni Segantini (1858-1899). Geboren wurde er in Arco nördlich des Gardasees. Er hatte eine harte Kindheit, die Mutter starb sehr früh und der Vater wanderte aus. Oft obdachlos, lebte der junge Segantini in Mailand. Ende der 70-er Jahre bildete er sich in Abendkursen weiter und erhielt eine Anstellung als Zeichenlehrer. Kunsthändler kauften ihm die ersten Stilleben ab. 1881 zog er mit seiner jungen Frau aufs Land, in die Brianza. Hier schuf er seine reifste Leistung "An der Barre", eine Rinderherde vor verschleierten Bergen. Sein Traumland fand er 1888 in der Bergwelt von Graubünden. Hier wohnte er in Savognin, Maloja und Soglio. Sein Gemälde "Letzte Stunde des Tages" brachte ihm die erste Goldmedaille ein. In seinem Sterbejahr schuf er das Triptychon der Natur "Werden, Sein und Vergehen". Segantini hat der Menschheit Unvergängliches geschenkt: Gemälde, deren symbolischer Gehalt weiter wirkt, deren Leuchtkraft nicht verblassen wird. Sein Malerleben war ein Suchen nach dem Licht in der Farbe. In St. Moritz befindet sich das Segantini-Museum. Es gibt ein Selbstbildnis Segantinis aus dem Jahre 1885, also 4 Jahre vor seinem Tode; es ist das Bild eines alten Mannes, obwohl er erst 37 Jahre alt war. Ein weiteres bekanntes Gemälde von ihm aus dem Jahre 1888 heißt "An der Trenke". In Trento (Trient) steht im Stadtpark ein Denkmal von Segantini.
     

Rifugio Baita Segantini in den Dolomiten am Passo Costazza, östlich vom Rollepaß mit den Talorten S. Martino di Castrozza bzw. Paneveggio


    Die Berge in Hüttennähe sind: Cima della Pala und Cima della Vezzana. Ein Lift führt vom Rollepaß zum Passo Costazza. Es besteht keine Möglichkeit, auf der Baita zu nächtigen. Der Rollepaß ist die alte Grenze zwischen Tirol und Venetien.


    Es gibt noch ein nach dem Maler benanntes Schutzhaus, das Rifugio Giovanni Segantini (2371 m), das dem CAI gehört und in der Adamello-Presanella-Gruppe mit dem Talort Pinzolo liegt. Heute ist das Rifugio unter dem Namen Amola bekannter. Von dieser Hütte besteigt man die 3556 m hohe Cima di Presanella.


Weitere Infos:
http://www.tourenwelt.info








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