Julische Alpen Italienischer Teil (58)



    Brazzà-Hütte
    (Rifugio Giacomo di Brazzà-Savorgnan all'Altipiano del Montasio)
    1670 m, mit dem Nevea-Paß als Ausgangsort.


    Vom Nevea-Pass führt eine kleine Straße zur Almhütte Parte di Mezzo, von der man in ca. ½ Stunde die Schutzhütte erreicht. Die 1969 von der CAI-Sektion Societá Alpina Friaulane in Udine gebaute Hütte mit einer Aufnahmemöglichkeit für ca. 30 Bergsteiger liegt auf dem wasserarmen Hochplateau der Pecol-Alm in aussichtsreicher Lage zum Kanin und Montasch.


    Namengeber der Hütte ist der italienische Bergsteiger Giacomo di Brazzà (1859-1888), der nach einem fehlgeschlagenen Versuch 1881 im darauffolgenden Jahr am 4.9.1882 den Dognaweg auf den 2754 m hohen Montasch mit den Begleitern Siega und Marcon gefunden hat. Dies war eine bemerkenswerte Leistung. Denn wenn auch die Schwierigkeiten der Dogna-Seite nicht an jene der Seisera-Seite herankommen, so ist der Weg überaus lang und recht kompliziert. Der Normalaufstieg führt von Süden, also von der Pecol-Alm zum Montasch, dem höchsten Gipfel im westlichen Teil der Julischen Alpen. Die Erstersteiger des Montasch am 18.8.1877 waren Hermann Findenegg und Antonie Brussofier.
     

Brazza-Hütte nahe dem nevea-Paß, Julische Alpen Italienischer Teil


    Brazzà war geologisch und topographisch geschult. Er lernte nach den Julischen Alpen andere Länder kennen und wirkte zusammen mit seinem Bruder Pietro als Forscher im französischen Kongo-Gebiet. Die Hauptstadt von franz. Äquatorialafrika „Brazzaville“ hat ihren Namen von dem Bruderpaar Giacomo und Pietro di Brazzà bekommen.


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