Zillertaler Alpen (35)



    Dominikushütte
    1805 m, mit den Talorten Mayrhofen bzw. Ginzling.


    Die im Zamser-Grund liegende Schutzhütte wurde 1883 von der Sektion Prag des DÖAV erbaut. Namengeber war das Sektionsmitglied Hermann Dominikus, der von Beruf Buchhändler war und den Bau seiner Sektion zum Geschenk machte.
     

alte Aufnahme der Dominikushütte in den Zillertaler Alpen


    Nach dem Tod des Stifters kaufte Familie Eder vom Wirtshaus Breitlahner die Hütte, ehe sie 1890 der bekannte Zillertaler Bergführer Hans Hörhager erwarb und bis zum Kriegsende 1918 betrieb. Im gleichen Jahr brannte die Hütte aus ungeklärten Gründen bis auf die Grundmauern nieder. Bald darauf baute Hörhager die Hütte wieder auf, die dann von seiner Tochter Lisl geführt wurde.


    Ende der 60er Jahre begann die Tauernkraftwerke AG mit dem Bau der Staumauer des Schlegeis-Speichers. Die alte Hütte mußte aufgegeben werden, da sie im Stausee versunken wäre. Am 15.07.1970 startete man den Teilaufstau, der Vollstau wurde 1973 abgeschlossen. Als Ersatz bauten die Tauernkraftwerke ein wesentlich größeres Bauwerk in zweigeschossiger Bauweise in höherer Lage. Der Name Dominikushütte wurde beibehalten, obwohl das neue Haus eher die Bezeichnung Gasthof verdient.
     

Dominikushütte in den Zillertaler Alpen mit den Talorten Mayrhofen und Ginzling


    Die Dominikushütte liegt am Südostabhang des Olperers in schöner Lage direkt am Stausee. Eine Mautstraße führt von Ginzling zur Hütte. Auch diese Straße wurde von den Tauernkraftwerken geschaffen, war zum Stauseebau notwendig und nennt sich "Alpenstraße Schlegeis".


    Die private Dominikushütte ist Ausgangspunkt für den Besuch der Olpererhütte, des Pfitscher-Jochhauses und des Furtschaglhauses.


Weitere Infos:
www.bergsteigen.at




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