Goldberggruppe (42)



    Dr. Hernaus-Stöckl-Haus und Holler-Stöckl-Haus

    1765 m, mit dem Talort Innerfragant.


    Im Raum Großfragant wurden seit dem 16. Jahrhundert hauptsächlich Kupfererze abgebaut. Die Schürfstollen lagen in einer Höhe zwischen 1000 und 2050 m. Nach Unterbrechungen wurde 1915 wieder mit dem Abbau begonnen. Etwa 300 Bergleute waren 1917 im Einsatz, darunter auch Kriegsgefangene. Erst 1921 wurde der Bergbau vom Staat wegen Unrentabilität eingestellt und ab 1927 auch nicht mehr erhalten.


    Zunächst pachtete die Sektion Klagenfurt des DuOeAV das alte Bergwerksgelände und kaufte 1929 Geländeflächen und alte Bergwerksgebäude auf, um diese sodann für eigene Zwecke herzurichten. Man wollte sich einen dritten Schwerpunkt als Arbeitsgebiet schaffen. Der Kaufpreis betrug damals 14.200 Schilling. Aus dem alten Bergwerksgelände entstand nach dem Umbau die Jugendherberge. Aus den Nebengebäuden Tischlerei und Obersteigerhaus wurden vermietbare Einfamilienhäuschen.


    Ing. Max Holler war Leiter der Berghauptmannschaft in Klagenfurt. Er hatte in der Zeit der Auflassung des Bergbaus wesentliche Entscheidungen zu treffen und Arbeiten zu verrichten. Er war es auch, der den Verkauf der Liegenschaften in der Fragant an den Alpenverein initiativ betrieben hat. Das Holler-Stöckl-Haus wird als kleines Einfamilienhaus ausschließlich an Mitglieder der Sektion Klagenfurt wochenweise verpachtet.
     

Dr. Hernaus-Stöckl-Haus und Holler-Stöckl-Haus in der Goldberggruppe mit dem Talort Innerfragrant


    Das Dr. Hernaus-Stöckl-Haus ist nach einem verdienten Funktionär des Klagenfurter Alpenvereins benannt, der seinerzeit die Kaufverhandlungen mit Holler führte. Die Klagenfurter Sektion besitzt in unmittelbarer Nähe noch eine weitere Hütte. Es ist dies die 1970 erbaute „Fraganter-Hütte“ in 1810 m Höhe.


    Bergziele sind Gr. Sadnig (2745 m), Makemi (2644 m), Hirtenkopf (2605 m) und Striedenkopf (2602 m).


Weitere Infos:
www.bergsteigen.at





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