Tennengebirge (13)



    Dr. Heinrich-Hackel-Hütte
    1526 m, mit dem Talort Pfarrwerfen.


    Im Jahre 1912 wollte sich der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz-Ferdinand ein schön abgerundetes Jagdgebiet schaffen. Es waren damals nicht nur das Blühnbachtal und das Hagengebirge für den touristischen Verkehr gesperrt, sondern auch der Hochkönig, obwohl er Protektor des österreichischen Touristenklubs (ÖTK) war. Er wollte auch das gemsenreiche Tennengebirge an sich ziehen. Hier aber kam ihm die OeAV-Sektion Salzburg zuvor, indem sie praktisch über Nacht von der Gemeinschaftsalm Mitterberg bei Werfenweng einen Anteil und dazu noch die benachbarte Söldentalalm erwarb. Mit der letztgenannten Alm war nicht viel anzufangen; sie war praktisch eine Ruine.


    Dr. Heinrich-Hackel-Hütte im Tennengebirge mit dem Talort Pfarrwerfen 


    Bei der Wiederherstellung im Jahre 1913 versuchte man den Almcharakter zu erhalten. 1923 wurde die Hütte durch eine Lawine schwer beschädigt. Beim Wiederaufbau wurde das Hüttendach bis unmittelbar an den Berghang herangeschoben, wodurch der Schlafraum vergrößert wurde.
     

Dr. Heinrich-Hackel-Hütte im Tennengebirge mit dem Talort Pfarrwerfen


    Der Besuch der Hütte war zeitweise so beliebt, daß man nicht länger als drei Tage bleiben durfte; man hat damit das Einreißen des Sommerfrischlerunwesens unterbunden. Wegen mehrmaliger Ausplünderung nach dem 1. Weltkrieg schaffte man jeweils im Herbst das bewegliche Inventar ins Tal und im Frühjahr wieder hinauf. Dieser mühevollen Aufgabe unterzog sich die "Hüttenmutter" Frau Prof. Hackel, die Frau des Sektionsvorstandes bis 1926. Nach dieser Zeit wurde die Hütte ganzjährig bewirtschaftet. 1958 war eine Erweiterung notwendig.


    Dr. Heinrich-Hackel-Hütte im Tennengebirge mit dem Talort Pfarrwerfen

    Die Hüttenberge sind Tauernkogel (2249 m), Eiskogel (2321 m) und Bleikogel (2410 m).



Weitere Infos:
www.bergsteigen.at








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