Zillertaler Alpen (35)



    Edelrauthütte
    2545 m, in der Höhe des prächtigen Eisbruggsees mit den beiden Talorten Pfunders oder Lappach im Mühlwaldertal.


    Verschiedentlich wird diese Schutzhütte, die südlich des Hochfeilers liegt, auch als Eisbruggjochhütte bezeichnet, doch dieser Name ist ungebräuchlich. 1906 erwarb die "Alpine Gesellschaft Edelraute" des ÖTK in Wien den Baugrund am Joch und errichtete ein kleines, ganz aus Holz gebautes Hüttchen, das 1908 eingeweiht wurde. 1910 wurde die A.G. Edelraute eine Sektion des DuOeAV.


    Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Hütte enteignet und der CAI-Sektion Brixen übergeben und sodann auch von dieser bewirtschaftet. Nach dem 2. Weltkrieg war die Hütte stark beschädigt und verwahrlost. 1950 setzte die CAI-Sektion Brixen die Hütte wieder instand. Von 1964 bis 1972 war sie vom Militär besetzt, wurde hiernach aber wieder voll bewirtschaftet. 1976 erfolgte ein massiver, ca. 7 x 7 m großer Zubau, den die Sektion Brixen finanzierte. Dieser Zubau wird als Schlafhaus genutzt.
     

Edelrauthütte in den Zillertaler Alpen


    Auf verschiedenen Karten, teilweise auch in der Literatur, erscheint auch die Bezeichnung Eisbruckjoch. Gipfelziele sind u.a. der Hochfeiler (3510 m), Hoher Weisszint (3371 m) und die gletscherfreie Napfspitze (2888 m), ein aussichtsreicher Gipfel südlich der Hütte.


    Der Name "Edelraute" erinnert also an die Alpine Gesellschaft, die diese Bezeichnung hatte und auch an die Alpenblume „Edelraute“, über die bei der gleichnamigen Hütte in den Rottenmanner- und Wölzer Tauern mehr zu lesen ist.


Weitere Infos:
www.edelrauthuette.it




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