Hochschwabgruppe (18)



    Fleischer-Biwak
    2153 m mit Buchberg als Talort.


    Ein Steig im Arbeitsgebiet der "Voisthaler" hatte schon immer besondere Bedeutung: das G'hackte. Ein Aufstieg hierdurch auf den Schwaben, wie der Hochschwab dort allgemein genannt wird, ist nicht nur für Kletterer eine befriedigende Tour; auch für schwindelfreie Wanderer ist dies ein Erlebnis. Dieser Steig, der sehr viel begangen wird, ist gut versichert. Seit 1901 besteht er und wird laufend unterhalten.


    Am Ostersonntag 1903 beging der Obmann der Gesellschaft, Ferdinand Fleischer jun., mit drei Begleitern den Steig "das G'hackte". Ein plötzlicher Wettersturz, der nicht zu erwarten war, brachte Schneesturm mit meterhohen Verwehungen bei 7 Grad Kälte. Für die Teilnehmer gab es keinen Weiterkommen zum Schiestl-Haus und auch ein Rückzug war unmöglich. Erst nach 4 bzw. 9 Tagen konnten die Rettungsmannschaften die Erfrorenen in den Schneemassen aufspüren.
     

Fleischer-Biwak in der Hochschwabgruppe mit Buchberg als Talort


    Aus dieser bitteren Erfahrung, und um eine Wiederholung des Unglücks zu vermeiden, wurde am Ausstieg des "G'hackten" 1904 eine kleine Schutzhütte erstellt, die nach dem zu Tode gekommen Sektionsvorstand benannt wurde. Etwa 16.000 Kronen wurden hierfür aufgebracht. 1926 brannte die Hütte völlig ab und 1929 gab es wieder ein Fleischer-Hüttchen. Nach etwa 35 Jahren verfiel auch dieses.


    Seit 1966 ist eine Biwakschachtel vorhanden, die 20 Personen Schutz bietet. Auch dies ist ein Werk der Alpinen Gesellschaft "D'Voisthaler".
     


Weitere Infos:
www.bergsteigen.at
 



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