Die private Schutzhütte wurde 1974 von E. Kaslatter
aus Wolkenstein erbaut und wird auch von diesem betrieben. Sie liegt westlich
vom Col Rodella auf dem Friedrich-August-Weg. Von dieser Hütte sind viele
Klettertouren vom III. - VI. Grad an der Grohmannspitze, Innerkoflerturm,
Zahnkofel und an den Wänden und Gipfeln der Langkofelgruppe möglich.

Man könnte zunächst annehmen, daß der Hüttenname
auf den Sachsenkönig Friedrich-August II. (1797-1854) zurück geht, dem ist
aber nicht so, obwohl dieser sehr bergverbunden war. Er war u.a. auf dem
Unteraargletscher, um das Geheimnis des fließenden Eises zu erkunden. Auch
botanisch war der König sehr interessiert. 1840 bestieg er den Kirven in
der Hohen Tatra und im Jahr darauf war er in den Komna-Bergen in den Julischen
Alpen.
Ein späterer Nachkomme, Friedrich-August III.,
ebenfalls König von Sachsen, war der Namengeber dieser Bergunterkunft. Er
war Mitglied des DuOeAV. Sechs Wochen vor Ausbruch des 1. Weltkrieges verweilte
der König noch auf der Defregger-Hütte in der Venedigergruppe. Sein Lieblingsberggebiet
lag aber zwischen Sella, Langkofel und Rosengarten.
Der Friedrich-August-Weg war früher ein Hirtenpfad,
der 1910 auf Anregung des Sachsenkönigs ausgebaut wurde. Er ist die Verbindung
Sellajoch über Fassaner-Schneid zum Mahlknechtjoch. Friedrich-August III.
liebte es, auf Touren unerkannt zu bleiben; er war sehr volkstümlich. 1918
dankte er ab mit den Worten: "Macht Eueren Dreck alleene". In
der Hütte hängt ein Schwarzweißbild von ihm mit dem Hinweis "Friedrich-August
III. von Sachsen, König und Bergsteiger 1865-1932".
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