Gutensteiner Alpen (23)



    Gauermann-Hütte
    1154 m auf dem Plattenstein der Dürren Wand. Talorte sind Miesenbach, Scheuchenstein und Waidmannsfeld.


    Die im Jahre 1908 von der Alpinen Gesellschaft 'Die Waldegger' erbaute Hütte ist im Besitz des Österreichischen Touristenklubs Zentrale Wien und wird von der "Alpinen Gesellschaft D'Bergwanderer", die am 5.5.1922 gegründet wurde, verwaltet.

    Die Hütte hat ihren Namen von dem beliebten Landschaftsmaler der Biedermeierzeit Friedrich Gauermann erhalten, der von 1807-1862 in dieser Gegend beheimatet war. Kaum ein zweiter Maler des 19. Jahrhunderts hatte durch sein Leben und Schaffen eine so enge Bindung zur bäuerlichen Welt des österreichischen Alpenlandes wie er. Seine Reisen führten ihn nach Tirol, Salzburg, Oberösterreich und in die Steiermark. Den größten Teil seines Jahres verbrachte Gauermann in seiner Heimat Miesendorf am Fuße der Hohen- und Dürren Wand. Hier fand er zahlreiche Anregungen für seine Gemälde, um ihn sammelte sich auch ein bedeutender Kreis von Malern, die das Schneeberggebiet wiederholt zum Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzungen machten. 1836 wurde Friedrich Gauermann zum Mitglied der Wiener Akademie ernannt.
     

Gauermann-Hütte auf dem Plankenstein in den Gutensteiner Alpen mit Talort Miesenbach


    Gauermann hat unter seinen Zeitgenossen viel zur Popularität dieser alpinen Welt am Rande der großen Ebene des Steinfeldes beigetragen. Mit seinen weit über Österreichs Grenzen hinaus bekannt gewordenen Genrebildern hat er die sentimentale Naturauffassung in dieser Zeit wesentlich beeinflußt. Ein Ausspruch von ihm: "Aber die Malerei bleibt hinter der Phantasie immer weit zurück".


    Die Hütte blieb im 2. Weltkrieg von Kriegsschäden verschont, wurde jedoch durch Plünderer total ausgeraubt. Am 19.9.1948 konnte man sie im engsten Kreise wieder eröffnen. 


Weitere Infos:
www.touristenklub.at




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