Glocknergruppe (40)



    Glorerhütte

    2642 m mit Kals als Ausgangspunkt.


    Diese Hütte wurde ausnahmsweise nicht nach einer Persönlichkeit benannt. Sie wurde aber auf Anregung von J. Stüdl aus Prag, einem Mitbegründer des Deutschen Alpenvereins, erbaut. Die Kalser Bergführer Veit Oberlohr, Paul Schnell und Thomas Huter erstellten die Schutzhütte 1887. Sie nannten sie Glorerhütte, weil alle drei Erbauer aus dem Ortsteil Glor der Gemeinde Kals stammten. Die Glorerhütte liegt am Berger Törl, dies ist ein Übergang von Kals nach Heiligenblut und von der Glockner- in die Schobergruppe.
     

Glorer-Hütte in der Glocknergruppe mit Kals als Ausgangspunkt


    1924 verkauften die 10 gleichberechtigten Grundstücksbesitzer das Anwesen an die Sektion Donauland in Wien, die sich aus der Sektion Austria bildete. Die neuen Donauländer-Mitglieder fühlten sich verfolgt wegen der ungemein starken antisemitischen Vorsitzenden der Austria-Sektion. Noch im gleichen Jahr schloß man die neue Sektion aus dem DuOeAV aus, bestand aber als Alpenverein Donauland weiter. Die Donauländer bauten die Hütte um. 1938 wurde das Vermögen des Alpenvereins Donauland beschlagnahmt und dem DAV übergeben.
     

    Eingang zur Glorer-Hütte in der Glocknergruppe


    1940 erwarb die Sektion Teplitz Hütte und Grundstück für 30.000 RM. 1952 wurde die Glorerhütte wieder dem alten Verein aus Wien zugesprochen. Schließlich erwarb am 24.2.1968 die Sektion Eichstätt des DAV die Hütte zum Preis von 220.000 öS. Zur Transporterleichterung kam 1971 eine Materialseilbahn hinzu.


    Die Hüttenberge sind die Medlspitze (2678 m) und das Karsteneck (2824 m).


Weitere Infos:
www.glorerhuette.at




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