Ötztaler Alpen (30)



    Guido-Lammer-Biwak
    2707 m, in der Milchseescharte der Texelgruppe, Talort ist Partschins in Südtirol.


    Erbaut wurde diese Biwakschachtel im Jahre 1974 durch den Alpenverein Südtirol Sektion Meran. Die Notunterkunft in Fertigbauweise aus Metall mit 8 Schlafplätzen wurde benannt nach dem am 18.6.1863 in Rosenburg (Niederösterreich) geborenen Bergsteiger und Hochschullehrer Eugen Guido Lammer, der am 2.2.1945 in Wien verstarb.


    Lammer war einer der ersten Erschließer der Texelgruppe. Er war weiterhin ein glühender Verfechter des führerlosen Bergsteigens und des Alleingehens. Auch regte er einmal an, in der Milchseescharte eine Berghütte zu bauen; es wurde daraus aber nichts.


    Lammer glückten bedeutende Unternehmungen, u.a. Olperer-Fußstein-Überschreitung (1884), Schreckhorn-Überschreitung mit Abstieg über den NW-Grat (1885), Groß-Venediger-NW-Wand (1891). Er lieferte zahlreiche Beiträge für alpine Schriften und Jahrbücher. Auch mit seinem Werk "Jungborn", das er 1922 schrieb, ist er bekannt geworden.
     

Guido-Lammer-Biwak in der Texelgruppe der Ötztaler Alpen mit dem Talort Partschins in Südtirol


    Die Biwakschachtel wurde mit Hilfe und Unterstützung eines Militärhubschraubers transportiert und montiert. Eingeweiht wurde sie 1976. Luis Trenker stiftete hierzu einen bedeutenden Teil der Baukosten; es war der Reinerlös einer Vortragsreihe.


Weitere Infos:
www.berge-gipfel.de




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