Das Haus oberhalb des Moserbodens wurde 1902
von der AV-Sektion München erbaut. Es ist Ausgangspunkt für die Besteigung
des 3570 m hohen Großen Wiesbachhorns. Seinen Namen erhielt es von dem Münchner
Seilermeister Heinrich Schwaiger (1857-1902), der ein Touristenausrüstungsgeschäft
betrieb. Schwaiger durchwanderte die gesamten Ostalpen, besonders oft war
er im Karwendel anzutreffen. Hier waren ihm zahlreiche Erstbegehungen geglückt.
Im Jahre 1888 brachte er seinen "Führer durch das Karwendelgebirge"
heraus. Später folgten weitere Spezialführer durch das Wettersteingebirge
sowie
das Rofan- und das Kaisergebirge. 1891 gründete er selbst die Zeitschrift
"Der Alpenfreund", die er bis 1894 leitete.
Schwaiger gelang auch
die 1. Winterbesteigung des Westgipfels der Zugspitze vom Schneeferner aus
am 7.1.1882 mit 4 Begleitern. Ab 1890 bemühte er sich unentwegt um den Bau
einer Schutzhütte am Wiesbachhorn. Die Einweihung am 16.8.1902 erlebte Schwaiger
nicht mehr, denn er erkrankte dort an einer schweren Lungenentzündung und
wurde vor dem Einweihungstag von der Hütte ins Tal gebracht, wo er verstarb.
In den 60-er Jahren wurde die Hütte erweitert und modernisiert. Zur Versorgung
dient eine Materialseilbahn, die am Moserboden beginnt.

Die Hausberge sind das Große Wiesbachhorn (3570
m) bzw. der Vordere und Hintere Bratschenkopf (3405 m und 3412 m).
Weitere Infos:
www.heinrich-schwaiger-haus.at