Heinrich Krempel, 1860 in Kreuznach geboren,
kam später nach Wien und trat 1892 dem Österreichischen Alpenklub bei. Dort
arbeitete er bald an entscheidenden Stellen mit. Zehn Jahre diente er dem
Klub als 1. und 2. Präsident. Zweiundzwanzig Jahre war er Mitglied des Ausschusses.
Als Anerkennung für sein verantwortliches Wirken ernannte man ihn 1921 zum
Ehrenausschußmitglied und 1933 zum Ehrenmitglied des ÖAK.
Krempel ist Autor
des Bergbuches "Apachenfahrten". Er war Häuptling der "Apachen",
einer lustigen Vereinigung hervorragender Bergsteiger des ÖAK in Wien. Es
waren 10, die seit dem apachischen Schöpfungsjahr 1902 diesem heute schon
sagenhaften alpinen Ritterorden angehörten. Die Taten dieses Stammes wurden
meist in den Westalpen verbracht.

Gemeinsam mit Franz Kleinwächter und Theo Keidel
gründete er den Alpinen Rettungsausschuß in Wien. Die ersten Außenstellen
wurden in Schneebergdörfl und in Reichenau gegründet. Heinrich Krempel leitete
den Rettungsausschuß von seiner Gründung an 17 Jahre. An den Folgen eines
Unfalls, den er in der Stadt erlitt, verstarb er am 26.12.1935.

Unter der Leitung von Adolf Noßberger, der
dem Rettungsausschuß seit 1922 vorstand, wurde der Bau einer Diensthütte
an der Skiabfahrt vom Schneeberggipfel nach Losenheim beschlossen. Die Planung
erfolgte 1936. Einweihung und Eröffnung war im darauffolgenden Jahr am 24.10.1937.
Domprobst Dr. Alois Wildenauer weihte die Hütte und Adolf Noßberger hielt
die Festansprache. In Hüttennähe befindet sich der Fleischer-Gedenkstein
auf 1528 m Höhe.
Weitere Infos:
www.bergsteigen.at