Die Hütte ist im Besitz der Alpinen Gesellschaft
"Höllentaler Holzknecht". Am 7.2.1875 wurde in Wien die Alpine
Gesellschaft "D' Holzknecht" gegründet, sie trat aber erst nach
dem 2. Weltkrieg dem ÖTK bei. Die Statuten beschränkten die Mitgliederzahl
auf 21. Das Emblem der Gesellschaft war ein aus knorrigen Ästen gebildetes
"HK". Etwa ab 1890 kristallisierte sich als Arbeitsgebiet die
Rax heraus. Nach einem Bergunglück, bei dem 2 Bergsteiger auf dem Weg vom
Ludwighaus zum Ottohaus im Schneesturm erfroren, wurde 1893 der Gedanke
geboren, an Stelle der verfallenen Seehüttenalm ein allgemein zugängliches,
heizbares Schutzhüttlein zu errichten. Damals lag knapp neben der Alm ein
ca. 15 x 60 m großer, etwa 1 m tiefer See. Nach dem 1. Weltkrieg versickerte
er dann (wahrscheinlich durch unterirdischen Kalksteineinbruch bedingt)
in wenigen Tagen. Am 15.8.1894 wurde die Seehütte eröffnet und sie bestand
bis 1901 in dieser Form. In diesem Jahr wurde ein Stockwerk aufgesetzt und
eine Veranda angebaut.

Nach dem Einmarsch Hitlers wurden alle Vereine,
die keinen "gemeinnützigen Zweck" nachweisen konnten, aufgelöst.
Dies hätte auch die befreundete Alpine Gesellschaft "D' Höllentaler"
getroffen, da sie ja nur ein rein bergsteigerisch ausgerichteter Geselligkeitsverein
war. Beide Gesellschaften wurden kurzerhand vereinigt und in "D' Höllentaler
Holzknecht" umbenannt. Somit war ein gemeinnütziger Vereinszweck -
die Erhaltung der Seehütte - gegeben.
Nach dem 2. Weltkrieg erhielt die
Sektion neue Satzungen, vor allem die Beschränkung auf 21 Mitglieder entfiel.
Die Seehütte überstand den Krieg unversehrt. Sie diente dann als Stützpunkt
der russischen Besatzungsmacht, wodurch die Hütte in einen derart desolaten Zustand
geriet, daß sie 1946 auf Beschluß der Grundeigentümerin Gemeinde Wien aus
Quellschutzgründen abgetragen werden mußte. Nicht weit entfernt fand man
einen Bauplatz, der
nicht im Einzugsgebiet der Wiener Hochquellenwasserleitung lag und errichtete
1952 einen Neubau "Höllentaler Holzknechthütte". Sie wird als
einfaches Berggasthaus bewirtschaftet, Übernachtungen wurden jedoch untersagt,
sind aber in Notfällen gestattet.

Heute zählt die Sektion
"Höllentaler Holzknecht" etwa 70 Mitglieder.
Wegen des früher vorhandenen Sees in Hüttennähe sind auch die Namen "Neue
Seehütte" oder nur kurz "Seehütte" im Gebrauch.
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www.touristenklub.at