Diese Hütte war ab 1955 mittels eines Sesselliftes
erreichbar. Seit dem Jahre 1963 fuhr ein weiterer Sessellift bis zum Gipfel
der 2749 m hohen Amthorspitze. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden vor einigen
Jahren beide Aufstieghilfen außer Betrieb genommen.

Bereits 1889 baute der Gossensaßer Ludwig Gröbner
hier eine Hütte in etwa 1800 m Höhe. Sie wurde nach dem bekannten Bergsteiger
E. Amthor genannt, hieß somit "Amthor-Hütte". Zuvor wurde durch
die Gemeinde Gossensaß am 30.1.1888 die Hühnerspielspitze zu Ehren von Eduard
Amthor in Amthorspitze umbenannt. Die alte Amthor-Hütte war bis zum 1. Weltkrieg
gut besucht. Danach wurde das Bauwerk aufgelassen und verfiel allmählich.
Später entstand dann etwas höher gelegen die jetzt noch vorhandene Hühnerspielhütte.

Eduard Amthor wurde 1820 verkrüppelt an Händen
und Füßen in Themar, einem thüringischen Landstädtchen an der Werra, geboren.
Er studierte neben griechisch, französisch und englisch hauptsächlich orientalische
Sprachen. Sein Lebensraum war dennoch nicht der ferne Osten sondern die
Tiroler Alpen. Er schrieb Reiseführer und gab 11 Jahre lang die Monatszeitschrift
„Der Alpenfreund“ heraus.

Als Verleger lebte er in Gera. Von ihm geförderte Autoren waren u.a. K. Hofmann, Johann Stüdl, Trautwein,
Zingerle und Hermann von Barth, der mit seinem Werk "Aus den nördlichen
Kalkalpen" im Jahr 1874 etwas ganz besonderes schuf.
Weitere Infos:
www.huehnerspielhuette.it