Zillertaler Alpen (35)



    Hühnerspielhütte
    1868 m, mit dem Talort Gossensaß im Eisacktal, auch Amthor-Hütte genannt.


    Diese Hütte war ab 1955 mittels eines Sesselliftes erreichbar. Seit dem Jahre 1963 fuhr ein weiterer Sessellift bis zum Gipfel der 2749 m hohen Amthorspitze. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden vor einigen Jahren beide Aufstieghilfen außer Betrieb genommen.
     

Hühnerspielhütte (auch Amthor-Hütte) in den Zillertaler Alpen mit dem Talort Gossensaß im Eisacktal


    Bereits 1889 baute der Gossensaßer Ludwig Gröbner hier eine Hütte in etwa 1800 m Höhe. Sie wurde nach dem bekannten Bergsteiger E. Amthor genannt, hieß somit "Amthor-Hütte". Zuvor wurde durch die Gemeinde Gossensaß am 30.1.1888 die Hühnerspielspitze zu Ehren von Eduard Amthor in Amthorspitze umbenannt. Die alte Amthor-Hütte war bis zum 1. Weltkrieg gut besucht. Danach wurde das Bauwerk aufgelassen und verfiel allmählich. Später entstand dann etwas höher gelegen die jetzt noch vorhandene Hühnerspielhütte.
     

Hühnerspielhütte (auch Amthor-Hütte) in den Zillertaler Alpen mit dem Talort Gossensaß im Eisacktal


    Eduard Amthor wurde 1820 verkrüppelt an Händen und Füßen in Themar, einem thüringischen Landstädtchen an der Werra, geboren. Er studierte neben griechisch, französisch und englisch hauptsächlich orientalische Sprachen. Sein Lebensraum war dennoch nicht der ferne Osten sondern die Tiroler Alpen. Er schrieb Reiseführer und gab 11 Jahre lang die Monatszeitschrift „Der Alpenfreund“ heraus.
     

Hühnerspielhütte (auch Amthor-Hütte) in den Zillertaler Alpen mit dem Talort Gossensaß im Eisacktal


    Als Verleger lebte er in Gera. Von ihm geförderte Autoren waren u.a. K. Hofmann, Johann Stüdl, Trautwein, Zingerle und Hermann von Barth, der mit seinem Werk "Aus den nördlichen Kalkalpen" im Jahr 1874 etwas ganz besonderes schuf.


Weitere Infos:
www.huehnerspielhuette.it




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