Kreuzeckgruppe (43)



    Hugo-Gerbers-Hütte
    2355 m, mit dem Talort Oberdrauburg.


    Die 1910 erbaute Schutzhütte ist im Eigentum der Sektion Österreichischer Gebirgsverein (ÖGV) im OeAV. Insgesamt besitzt die Sektion 24 Hütten bzw. Häuser im Alpenraum. Sie wird im Hüttenbesitz von keiner deutschen und österreichischen AV-Sektion übertroffen. Die Hugo-Gerbers-Hütte ist eine ganzjährig offene Selbstversorger-Bergsteigerunterkunft, die nur in der Hauptsaison im Sommer bewirtschaftet wird. Die Hüttenberge sind Kreuzelhöhe (2623 m), Hochkreuz (2708 m) und Scharnik (2655 m).

    Der Hüttenname kommt von dem Gründer des Niederösterreichischen Gebirgsvereins, Hugo Gerbers, einem deutschen Landsmann aus Wesel, geb. am 3.3.1845, der nach seinen Lehr- und Wanderjahren in die Gegend von Wien kam und dort seßhaft wurde. Er war der Ansicht, daß die damals schon bestehenden Vereine wie DuOeAV und ÖTK sich zu wenig um das niederösterreichische Bergland kümmerten, denn diese wandten sich in der Tat zu sehr den hochalpinen Gebieten zu.
     

Hugo-Gerbers-Hütte in der Kreuzeckgruppe mit dem Talort Oberdrauburg
 Hugo-Gerbers-Hütte im Sommer 1979


    An der Gründungsversammlung am 25.3.1890 nahmen 67 Personen teil. Als Vereinsabzeichen wurden 3 Enziane als Sinnbild der Treue gewählt. Am 10.8.1890 erschien die erste Folge der Vereinszeitschrift "Der Gebirgsfreund", deren Schriftleitung Gerbers übernahm. Der Verein vergrößerte sich rasch; im Jahre 1905 hatte er schon über 5.000 Mitglieder. Das erste Bauwerk des Vereins war die Josefswarte im Wienerwald im Jahre 1892. Bald wandte man sich auch dem Bau von Schutzhütten zu. 1895 entstand die Türnitzer Hütte, es folgte dann u.a. das
    Habsburg-Haus auf der Raxalpe. Aus Anlaß des 10-jährigen Vereinsbestehens im Jahre 1900 wurde Gerbers Ehrenmitglied des Vereins.


    1904 änderte man den Vereinsnamen in "Österreichischer Gebirgsverein". Hugo Gerbers gab wegen beruflicher Überlastung durch seine Tätigkeit als Herausgeber und Schriftleiter des "Deutschen Wiener Tagblattes", später "Ostdeutsche Rundschau", sein Vorstandsamt nach 15 Jahren zielbewußter Tätigkeit ab. Er verstarb am 13.6.1918 inmitten seiner geliebten Berge in dem kleinen steirischen Dörfchen Aflenz, wo er auch seine letzte Ruhestätte fand.



Weitere Infos:
www.hugogerbershuette.gebirgsverein.at








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