Stubaier Alpen (31)



    Kaiserin-Elisabeth-Haus
    3195 m, auf der Becherspitze, neuerdings auch Becherhaus genannt.


    Erbaut wurde es von der Sektion Hannover im Jahre 1893. Das Haus wurde benannt nach Sissi, Kaiserin von Österreich (1837-1898). Man wollte damals keine Baugenehmigung für den unorthodoxen Bauplatz geben, zumal bekannt war, daß der zuständige k. u. k. Minister keinen Grund mehr sah, in den Stubaiern noch weitere Schutzhütten zu erstellen. Nur durch die hochkarätige Vermittlung Elisabeths, der bergtüchtigen Kaiserin, die auch das Protektorat übernahm, erreichte man einen Pachtvertrag für zunächst 10 Jahre.


    Der Bau wurde von dem Sterzinger Zimmermeister Kalderer ausgeführt. Es gab beim Transport des Baumaterials allerhand Probleme, mußte es doch 1800 Höhenmeter hochgeschafft werden und dies noch in ganz extremem Gelände. Die Herstellungskosten betrugen damals 23.000 Goldmark. Die Hälfte hiervon waren reine Transportkosten. Nach dem letzten Krieg kam das stolze Haus an die italienische Sektion Verona des CAI. Das Haus war von 1922-1979 durch Zoll und Militär genutzt und daher allgemein nicht zugänglich. Erst 1980 sanierten die Veronesen das Gebäude, das jetzt als Rifugio Gino Biasi al Bicchiere in den Sommermonaten geöffnet ist. In den Jahren 1991/92 wurde es erneut baulich überholt.
     

Kaiserin-Elisabeth-Haus auuf der Becherspitze in den Stubaier Alpen, auch Becherhaus genannt


    Den neuen Namen wird sich wohl kaum jemand merken können, man sagt halt wie früher Kaiserin Elisabeth-Haus oder noch kürzer Becherhaus. Es ist das am höchsten gelegene Schutzhaus in ganz Südtirol.


Weitere Infos:
www.becherhaus.com




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