Erbaut wurde es von der Sektion Hannover im
Jahre 1893. Das Haus wurde benannt nach Sissi, Kaiserin von Österreich (1837-1898).
Man wollte damals keine Baugenehmigung für den unorthodoxen Bauplatz geben,
zumal bekannt war, daß der zuständige k. u. k. Minister keinen Grund mehr
sah, in den Stubaiern noch weitere Schutzhütten zu erstellen. Nur durch
die hochkarätige Vermittlung Elisabeths, der bergtüchtigen Kaiserin, die
auch das Protektorat übernahm, erreichte man einen Pachtvertrag für zunächst
10 Jahre.
Der Bau wurde von dem Sterzinger Zimmermeister
Kalderer ausgeführt. Es gab beim Transport des Baumaterials allerhand Probleme,
mußte es doch 1800 Höhenmeter hochgeschafft werden und dies noch in ganz
extremem Gelände. Die Herstellungskosten betrugen damals 23.000 Goldmark.
Die Hälfte hiervon waren reine Transportkosten. Nach dem letzten Krieg kam
das stolze Haus an die italienische Sektion Verona des CAI. Das Haus war
von 1922-1979 durch Zoll und Militär genutzt und daher allgemein nicht zugänglich.
Erst 1980 sanierten die Veronesen das Gebäude, das jetzt als Rifugio Gino
Biasi al Bicchiere in den Sommermonaten geöffnet ist. In den Jahren 1991/92
wurde es erneut baulich überholt.

Den neuen Namen wird sich wohl kaum jemand
merken können, man sagt halt wie früher Kaiserin Elisabeth-Haus oder noch
kürzer Becherhaus. Es ist das am höchsten gelegene Schutzhaus in ganz Südtirol.
Die Bergziele sind die gleichen wie bei der
Müller-Hütte.
Weitere Infos:
www.becherhaus.com