Rax- und Schneeberggruppe (20)



    Karl-Ludwig-Haus
    1804 m, östlich der Heukuppe auf der Raxalpe mit dem Talort Prein.


    Das Haus ist ganzjährig geöffnet und liegt in einem Touren-Skigebiet. Eigentümer ist die Zentrale Wien des Österreichischen Touristenklubs. Namengeber des Schutzhauses war der ÖTK-Protektor Erzherzog Karl Ludwig, ein Bruder von Kaiser Franz Joseph.
     

Karl-Ludwig-Haus nahe der Heukuppe auf der Raxalpe in der Rax- und Schneeberggruppe mit dem Talort Prein


    Am 10.9.1876 wurde der Grundstein zum ersten großen Schutzhaus auf der Rax gelegt, nachdem das an den Hängen der Heukuppe im Jahre 1870 erbaute Hüttchen der alpinen Gesellschaft "D´ Schwefelbanda" den Bedürfnissen der Touristik nicht mehr genügte. Erzherzog Karl-Ludwig, der zweitjüngste Bruder des Kaisers von Österreich, war Pate bei dieser Feier und nach ihm erhielt das Haus des ÖTK auch seinen Namen. Durch die Anwesenheit eines Mitglieds des Kaiserhauses wurde der Alpinismus auch von allerhöchster Stelle sanktioniert und gesellschaftsfähig anerkannt.


    Für den Bau wurden 15.000 Gulden aufgewendet, dies war ein Betrag, der nie zuvor für eine andere Hochgebirgshütte notwendig war. Bekannt ist noch, daß Seine Majestät Kaiser Franz-Joseph 100 Gulden hierzu spendete. Die alpine Gesellschaft "Die 9 lustigen Bergkraxler" gaben 125 Gulden zum Bau. Bei der Eröffnung des Hauses am 17.9.1877 waren rund 600 Teilnehmer zugegen, die den langen Weg von Prein über das Gscheid und den Siebenbrunnenkessel zum Haus nicht scheuten. Das Karl-Ludwig-Haus war das erste Schutzhaus auf der Rax. Nun wurden schwierige Raxsteige geschaffen, die auch angenommen wurden. Einer hiervon ist der alte Jagdsteig des Erzherzog Johann durch die Teufelsbadstube. Ein größerer Zubau erfolgte 1928 im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des Hauses. Die Hüttenwirte K. Souschek und K. Swoboda, letzterer vom Habsburg-Haus, waren die Initiatoren zum Bau der Materialseilbahn vom Preiner Gschneid zum Haus. Unweit von der Hütte steht das 1936 von Kardinal Erzbischof Dr. Theodor Innitzer geweihte Raxkirchlein zum Gedenken an alle im Krieg gefallenen Bergsteiger. Heute wird dies vielfach als Hochzeitskirche genutzt.
     

    Die 2007 m hohe Heukuppe ist der Hausberg.


Weitere Infos:
www.suf.at




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