Zillertaler Alpen (35)



    Karl-von-Edel-Hütte
    2238 m, mit Mayrhofen als Talort.


    Der Hüttenberg ist die 2976 m hohe Ahornspitze. Diese Hütte konnte 1989 ihr 100-jähriges Bestehen feiern. Anfangs war es ein kleiner Stützpunkt mit nur 7 Betten und 7 Lagern. 1904-1905, 1959 und zuletzt 1977 wurden Erweiterungen durchgeführt. Sie ist im Besitz der Sektion Würzburg des DAV, wie auch die Vernagt-Hütte in 2766 m Höhe in den Ötztaler Alpen.


    Der Namenspatron der Hütte war ein überaus vielseitiger und hochgeehrter Mann innerhalb der Stadt Würzburg und ihrer Universität. Es ist der Juraprofessor Karl von Edel (1806-1890), der Gründungsvorsitzende der Würzburger AV-Sektion 1876; er war damals schon 70 Jahre alt. Nach 9 Jahren Amtszeit gab er seinen Vorsitz in jüngere Hände. Bis zum Jahre 1879 sammelte man schon 1.000 Mark für einen Hüttenbau, bei damals 125 Mitgliedern. 1887 erwarb man den heutigen Hüttenstandort und schon nach zwei weiteren Jahren stand die Hütte. Damals hat sie 8.697 Mark gekostet, zuzüglich 2.174 Mark für den Wegebau.


    Karl von Edel war 1848/1849 Mitglied der konstituierenden Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche. Er war als mehrfacher Ehrendoktor mit hohen Auszeichnungen bedacht und auch lange Jahre Abgeordneter des bayerischen Landtags.
     

Karl-von-Edel-Hütte in den Zillertaler Alpen mit Mayrhofen als Talort


    Für den Hüttenaufstieg brauchte man früher 5 Stunden und nochmals 2 Stunden bis zum Gipfel der Ahornspitze, dazu kamen noch 4 Stunden Abstieg. Seit 1970 besteht die Ahornbahn, hierdurch braucht man nur noch 1 Stunde bis zur Hütte und so wird die Besteigung des Hüttenberges zur bequemen Tagestour ohne Übernachtung. Die Edel-Hütte ist ein Schmuckstück unter den Hütten im Zillertal.


    Attraktion ist neben dem Ahornspitz der lohnende, aber hochalpine Siebenschneidensteig, auch Aschaffenburger Höhensteig nach der betreuenden Sektion des DAV benannt. Er verbindet die Karl-von-Edel-Hütte und die Kasseler-Hütte: Nur für Geübte, 8-10 Stunden Gehzeit. Dieser Weg ist mit Nummer 519 bezeichnet, ist ca. 14 km lang, führt über 7 Schneiden und durch 9 Hochkare. Man sollte ihn nur bei offenem Wetter gehen; es bestehen keine Abstiegsmöglichkeiten ins Tal.


Weitere Infos:
www.dav-huettensuche.de




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