Schladminger Tauern (45b)



    Krummholzhütte
    1838 m, mit dem Talort Haus im Ennstal.


    Die am Hauser Kaibling gelegene Schutzhütte wurde 1908 vom Verschönerungsverein Haus im Ennstal erbaut. Ursprünglich trug das Gebäude den Namen "Kaiser Franz Josef-Jubiläumsschutzhaus". Als Einweihungstag wurde der 18.08.1908 gewählt, der Geburtstag des Kaisers. Initiator und Ideengeber für den Bau war der damals 19-jährige Hans Hoffmann, der später den Zusatznamen "Montanus" trug.

    Hans Hoffmann-Montanus vermittelte im Jahr 1911 auch den Verkauf der Hütte an die "Alpine Gesellschaft Krummholz" aus Wien. Seitdem trug das Schutzhaus den Namen "Krummholzhütte". Die Alpine Gesellschaft "Krummholz" aus Wien bildete sich im Jahr 1879 aus den "Roanglern". Dies waren zu Anfang nur vier Männer, aber schon nach drei Wochen wurde daraus am 21.4.1879 diese Gesellschaft geschaffen. Wie es zu dem Namen "Krummholz" kam, ist heute nicht mehr bekannt. Die Alpine Gesellschaft Krummholz hatte nie mehr als 50 Mitglieder. In der Wiener Hofburg wurden von ihr in früheren Jahren Bälle veranstaltet, bei denen bis zu 3.000 Gäste zugegen waren.
     

Krummholz-Hütte in den Schladminger Tauern mit dem Talort Haus im Ennstal


    Die Krummholzhütte brannte 1921 ab und wurde im Jahr 1925 in größerer Form neu erbaut. Unter dem langjährigen Pächter Thomas Scharfetter wurde sie in der Zeit von 1930-1970 immer wieder erweitert. Thomas Scharfetter erbaute im Jahr 1950 auch die erste Gondelseilbahn im Enntstal. Die von ihm geschaffene zweite, modernere Bahn entstand 1960 und besteht heute noch. Seine Initiativen waren beispielgebend für die Entwicklung des Skitourismus. Schon 1925 gab es Wochen-Skikurse auf dem Kaibling. Das 1. Krummholzrennen wurde als alpiner Abfahrtslauf am 1.2.1914 von der Alpinen Gesellschaft "Krummholz" und dem Verschönerungsverein Haus organisiert. Haus im Ennstal schrieb bis heute Skigeschichte. Auch heute noch stehen die Krummholzrennen unter dem Ehrenschutz des Vereins.
     

Krummholz-Hütte in den Schladminger Tauern mit dem Talort Haus im Ennstal


    Ein erneuter Umbau der Hütte erfolgte 1988 mit neuen sanitären Anlagen und mit Stiegenhaus. Für die letztgenannte Baumaßnahme waren 5 Millionen Schilling aufzubringen.


    Der Hüttenberg ist der 2015 m hohe Hauser Kaibling, der sich in ca. ¾ Std. erreichen läßt.


Weitere Infos
www.krummholzhuette.at












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