Silvretta (26)



    Madlener-Haus
    1986 m, nahe dem Silvretta-Stausee.


    Das Madlener-Haus wurde 1884 von der Sektion Vorarlberg erbaut und ging 1906 mit der Auflage, den Namen des Hauses beizubehalten, in den Besitz der Sektion Wiesbaden des DAV über, die es auch heute noch betreibt. Das Gebäude wurde mehrfach durch Stürme beschädigt, 2001 zerstörte ein Großbrand das Madlener-Haus. Der Wiederaufbau mit gleichzeitiger Erweiterung und Installation moderner Technologien dauerte zwei Jahre und verschlang mehr als eine Million Euro. Es konnte im Sommer 2003 wiedereröffnet werden.


    Madlener-Haus nahe dem Silvretta-Stausee in der Silvretta 
    Madlener-Haus vor dem Großbrand


    Die Erbauer benannten das Haus nach ihrem Obmann Andreas Madlener, dem dritten Obmann in der Geschichte der Sektion Vorarlberg. Andreas Madlener wirkte ab 1874 als Nachfolger von Douglass. 1878 faßte er den Plan, zur besseren Erschließung der Silvretta eine Schutzhütte am Vermuntgletscher zu bauen.
     

    Madlener-Haus nahe dem Silvretta-Stausee in der Silvretta


    Bereits ein Jahr zuvor wurde die Tilisuna-Hütte im Rätikon eröffnet, ebenfalls ein Werk von Madlener. Er muß auch ein ausgezeichneter Bergsteiger gewesen sein, denn ihm glückte 1877 nicht nur mit J. Volland die Erstersteigung des 2978 m hohen Scheiblers vom Kuchenjoch aus, er schaffte auch die Erstbesteigung der Roggelspitze im Alleingang. Im gleichen Jahr gelang ihm zudem die Erstbesteigung der Valluga in den Lechtaler Alpen.
     

Madlener-Haus nach dem Großbrand
Madlener-Haus nach dem Großbrand des Jahres 2001
(c) Rainer Friedemann


    Die Vollendung und Einweihung des nach ihm benannten Hauses am 24.8.1884 konnte Andreas Madlener leider nicht mehr miterleben, da er am 14.3.1884 verstarb. Sein Nachfolger in der Sektion Vorarlberg wurde Heinrich Hueter.


    Die Bielerspitze (2545 m), das Hohe Rad (2934 m) und die Vallüla (2813 m) sind die Gipfelziele.


Weitere Infos:
www.madlenerhaus.at




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