Die DAV-Sektion Augsburg wollte neben der Augsburger-Hütte
an der Parseierspitze in den Lechtaler-Alpen noch eine nahe gelegene Hütte
besitzen. Sie faßte Fuß im Reintal und erwarb 1899 auf der Münchener Ausstellung
einen reinen Holzbau, der an Ort und Stelle zerlegt und im darauffolgenden
Jahr auf dem Hüttenbauplatz wieder montiert wurde. Die sehr schön gelegene
Hütte hat als Bergziele die Gehrenspitze, Kellenspitze, weiter noch Gimpel,
Rote Flüh und große Schlick. 1909 wurde eine Erweiterung notwendig.

Das Bauwerk hat seinen Namen von Justizrat
Otto Mayr (1835-1919), der 30 Jahre als 1. Vorsitzender die Sektion Augsburg
führte. In seine Zeit fällt die Erbauung der beiden Hütten sowie die Schaffung
des Augsburger Höhenweges in den Lechtaler Alpen. Es gibt in den Ostalpen
nur wenige Berge, die Mayr nicht bestiegen hat; nur in der Brenta- und Ortlergruppe
war er nicht. Meistens ging er allein, nur für ganz schwierige Berge nahm
er einen Führer. An seinem 70. Geburtstag war er auf der Kogelseespitze
im Parzinn und an seinem 80. Geburtstag auf der Reitherspitze im Karwendel.
Mayr schätzte die Pioniere des Alpinismus sehr, aber an Erstbesteigungen
lag ihm nichts.
Hüttenberge sind Große Schlick (2060m), Schartschrofen
(1973 m), Rote Flüh (2111 m), Gimpel (2176 m) sowie die Kellen- und Gehrenspitze
(2247 m bzw. 2164 m).
Bergziele von dieser Hütte sind u.a. das Imberger
Horn, der Breitenberg, die Rotspitze und der Große Daumen.
Weitere Infos:
www.otto-mayr-huette.de