Salzkammergutberge (17a)



    Paul-Preuß-Hütte
    1560 m auf der Hohen Schartenalm mit dem Talort Bad Goisern.


    Die unbewirtschaftete Hütte liegt am Nordalpinen Weitwanderweg und am Fernwanderweg Nr. 4 (Salzburg-Wien). Eigentümer ist die Ortsgruppe Bad Goisern des Touristenvereins "Naturfreunde Österreichs".
     

Paul-Preuß-Hütte auf der Hohen Schartenalm der Salzkammergutberge mit dem Talort Bad Goisern


    Der Namengeber der Hütte war der am 19.8.1886 in Altaussee geborene Bergsteiger Paul Preuß. Er wuchs in Wien auf. Im Alter von 6 Jahren erkrankte er an einer Polioinfektion, die er trotz seiner etwas schwächlichen Figur durch reichlich Gymnastik überwand. Seine ersten Bergtouren führten ihn im Alter von 11 Jahren zu den Wiener Hausbergen und ins Ausseer Land. Des öfteren verkündete er seinen Gipfelsieg mit einem Pfeifsignal. Paul Preuß war Halbjude, studierte an der Wiener Universität von 1906-1910 Botanik. Im darauffolgenden Jahr promovierte er an der Universität München.


    Neben Hans Dülfer war Paul Preuß der bekannteste Kletterer seiner Zeit. Ihm gelangen viele Erstbegehungen, darunter Kleine Zinne und Campanile Basso. Insgesamt erstieg er ca. 1200 Gipfel. Er war für ein kompromißloses Klettern ohne Haken. Seine Maxime war:
     

    „Was im Aufstieg geklettert werden kann, muß auch im Abstieg möglich sein.“


    Damals entstand der sogenannte „Mauerhakenstreit“ zwischen der „Wiener Schule“ (Preuß) und der „Münchener Schule“ (Dülfer). Auch durch Skibergsteigen ist Paul Preuß bekannt geworden. Durch Absturz an der Mandlkogel-Nordkante im Gosaukamm des Dachsteingebirges verstarb er am 3.10.1913. Sein Grab befindet sich auf dem Altausseer Ortsfriedhof.


    Der Hausberg ist der Hoch Kalm Berg mit 1833 m. Weitere Angaben über Paul Preuß finden Sie bei der in der Dolomitengruppe beschriebenen Preuß-Hütte.
     


Weitere Infos:
www.dav-huettensuche.de
 



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