Dolomiten (52)



    Preuß-Hütte
    2243 m, nahe der Vajolett-Hütte. Der Zugang erfolgt von Gardeccia aus.


    Diese private Schutzhütte wurde nach dem österreichischen Bergsteiger Paul Preuß benannt, der ein Verfechter des Freikletterns war. Geboren wurde er am 19.8.1886 in Altaussee. Er verstarb am 5.10.1913 durch Absturz in der Manndlkogel-N-Wand. Preuß führte viele Erstbegehungen aus, u.a. Preuß-Riß an der Kleinen Zinne, Grohmannspitze-SO-Wand, Guglia di Brenta u.v.a. Insgesamt erstieg Preuß etwa 1.200 Gipfel.


    Paul Preuß war ein begnadeter Bergsteiger und gilt als "Vater des stilreinen Kletterns". Er war Mitglied der Sektion Bayerland in München. Seine kühnste Erstbegehung war vielleicht die Ostwand der Guglia di Brenta im Jahre 1911. Auch durch Ski-Ersteigungen ist Preuß bekannt geworden. Er bestieg 1912 die Dreiherrenspitze und 1913 den Gran Paradiso.
     

Preuß-Hütte nahe der Vajolett-Hütte in den Dolomiten mit Zugang von Gardeccia


    Der größte zeitgenössische Widersacher im Klettern war der Barmener Hans Dülfer (1892-1915). Preuß lehnte im Gegensatz zu Dülfer Haken als Hilfsmittel beim Klettern grundsätzlich ab. Die Preuß-Hütte wurde in den 30er Jahren von dem berühmten Kletterer Tita Piaz erbaut und betreut.


    Auch die
    Paul-Preuß-Hütte in den Salzkammergutbergen wurde nach ihm benannt.


Weitere Infos:
www.hutten.be




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