Totes Gebirge (15)



    Prielschutzhaus
    1420 m auf der verfallenen Polsteralm mit dem Talort Hinterstoder.


    An gleicher Stelle stand früher hier das Karl-Kral-Schutzhaus, das 1884 von der Zentrale Wien des ÖTK und der Sektion Windischgarsten erbaut wurde. In der Hütte war ein Gastraum, 1 Damenraum mit 2 und ein Herrenraum mit 4 Matratzen sowie ein Waschraum.


    Karl Kral war k.u.k. Hofwappenmaler in Wien und Mitglied des Zentralausschusses des Österreichischen Touristenklubs. Er hatte wesentlichen Anteil an der Erschließung des Toten Gebirges, speziell im Gebiet von Hinterstoder. Durch viele Aufsätze hat er immer wieder auf die Schönheiten seines Lieblingsgebietes hingewiesen. Karl Kral fand zuvor unterhalb des Gipfels des Großen Priels, vor dem Ausstieg auf die Brotfallscharte, eine Höhle in ca. 7.500 Fuß, 3 Klafter hoch und 2 x 4 Klafter groß, die man provisorisch für Nächtigungen herrichtete. Dies geschah bereits im Jahre 1875 gemeinsam durch die OeAV-Sektion Linz, die Sektion Austria und Steyr und durch den Steirischen Gebirgsverein.
     

Prielschutzhaus auf der verfallenen Polsteralm mit dem Talort Hinterstoder, Totes Gebirge


    Im Jahre 1904 erwarb die Sektion Touristenklub Linz des OeAV - gegründet 1875 - das Haus von der Sektion Windischgarsten, riß den Baukörper ab und baute das Priel-Schutzhaus, das am 22.7.1906 feierlich eröffnet und eingeweiht wurde. Man konnte jetzt bequem 100 Bergsteiger unterbringen. Vor dem Haus lädt eine große Terrasse zum prachtvollen Rundblick ein. 1958 baute man das Dachgeschoß aus und in den Jahren 1970-1975 fügte man den Erweiterungsbau zur heutigen Größe an. Im Jahre 1953 ist die Linzer Sektion des ÖTK zum OeAV übergetreten. Eine Tafel, an der außenseitigen Eternitverkleidung angebracht, erinnert auch noch heute an Karl Krahl.


    Bergziele sind u.a. Großer Priel (2515 m), Spitzmauer (2442 m) und Brotfall (2380 m), drei wundervolle Berge über dem Stodertal.
     


Weitere Infos:
www.bergsteigen.at
 



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